Monatsarchiv: Oktober 2011

Dellamorte, Dellamore auf ARTE!

Einer der besten Zombiefilme aller Zeiten läuft am 01.11.2011 ab 00:10 auf ARTE – ich fasse es immer noch nicht so ganz, denn anscheinend ist der ungeschnitten der Länge der Laufzeit nach zu urteilen. Rupert Everett als Friedhofswärter, der ein kleines Problem hat – nach sieben Tagen werden die Leichen auf seinem Friedhof wieder lebendig. Aber die ganze Geschichte zu erzählen, die man ohnehin in der Wikipedia nachschlagen kann, wäre hier ja langweilig.

Deswegen: Ja, der Film hat etliche blutige Szenen, deswegen ist der ja auch ab 18. Und es gibt Erotik und sogar Sex, deswegen ist der Film ja ab 18. Aber der Film hat auch sehr schwarzen Humor und das Ende ist alles andere als vorhersehbar. Zudem man über den Film doch etwas nachdenken muss wenn man ihn gesehen hat – denn die Handlung sieht zu Beginn recht simpel ist, aber einfach ist das Handlungsgeflecht dann doch nicht so ganz. Und das Ende ist halt – aber am Besten selber anschauen, morgen abend bei ARTE. Und am Besten aufnehmen. Die DVD ist nicht so einfach zu bekommen… (Jedenfalls brauche ich allmählich eine neue und hatte bisher kein Glück, aber ich sollte mal wieder auf Filmbörsen gehen, da findet man sowas ja eher als im Netz.)

Und da der Trailer ausnahmsweise mal bis auf eine Szene keine Highlights an sich verrät – bitteschön.


Die deutsche WIRED: Na ja, also, hmmm…

Der Akku meines iPhones war am Mittwoch alle und deswegen brauchte ich etwas Lektüre und irgendwie bin ich dann im Dortmunder HBF an die Einzelausgabe der deutschen WIRED geraten – über die natürlich schon längst alles Relevante und Irrelevante geschrieben ist. Was mich natürlich nicht davon abhält, doch noch was über die deutsche Ausgabe zu schreiben – vor allem weil ich die UK- und die US-Ausgaben kenne. (Und beinahe regelmäßig für teuer Geld kaufe, einfach, weil die das wert sind…)

Vom Aussehen her jedenfalls ist das Layout so, wie man es von der WIRED kennt: Gefühlt sind es allerdings definitiv mehr Anzeigen und was mich stört ist dieses „versteckte“ Anpreisen von Dingen, die unter „WIRED empfiehlt“ laufen – da steht zwar Anzeige drüber, aber so offensichtlich ist das nicht. Und die Anzeige fürs HP Tablet ist natürlich vom jetzigen Zeitpunkt aus etwas zum Schmunzeln. (Was ich mich allerdings gefragt habe: Warum legt man einen ausgedruckten Kundenbefragungszettel bei, zweiseitig, wenn man ohnehin nur im Internet die Befragung machen kann? Schade um die Bäume…) Allerdings: Bei der Grafik zur Kriminalitätsverflechtung in der Welt mit den Bundesländern ist die Farbwahl einfach mies. Das eine Rot ist nur einen Hauch dunkler als das andere. Da muss man als Brillenträger schon etwas länger drauf starren. Ebenfalls keinen Mehrwert: Die Infographik zu den Superhelden: Viele, viele bunte Stränge, die Agenda dazu so klein gedruckt, dass man einfach keine Lust hat sich damit zu beschäftigen. Und die Erklärungen zu einigen Karten sind generell viel zu klein. So macht das keinen Spaß. Ebenso wie ich das Wortspiel Wired – Tired – nicht so ganz nachvollziehen konnte. Okay, ja, das eine ist wohl „toll“, das andere „mies“.

Die Mischung ist ähnlich wie bei den Vorbildern: Es wird erklärt was in einer Meica-Wurst so drin ist – und warum ich die nicht esse wird dann sehr deutlich – was es damit auf sich hat wenn Tiere sich schütteln, es gibt kleine rote Serviceroboter in einer Bank – kurzum – das findet man auch so in den englischen Varianten. Und die Stunts, die man nicht nachmachen sollte – Indiana Jones, Superman – WAREN auch tatsächlich schon in einer englischen Variante zu finden. Die Mischung ist also eigentlich so wie im Original.

Das wäre an sich alles ja eher ein Grund zur Freude, wenn – tja – wenn die deutsche Ausgabe ebenso nonchalant getextet wäre wie die Vorlagen. Der Stil der WIRED besteht darin, dass sie hochkomplexe Themen mit Ironie und einem gewissen Augenzwinkern präsentiert und das gelingt ihr zwar mal mehr, mal weniger gut – allerdings ist es immer noch der besondere Tonfall, der ausdrücklich beide Varianten prägt, sowohl die UK- als auch die US-Ausgabe. Die deutsche WIRED kommt an diesen charmanten, leichten und ironischen Tonfall, der dann ernst wird wenn es wirklich ernst sein muss – etwa bei Thema Atomkraftwerksbilder, die waren auch schon vorab in einer englischen Ausgabe zu sehen – einfach bei weitem nicht heran. Selbst Jeff Jarvis’ Artikel über Gutenberg ist nicht herausragend – amüsant und nett geschrieben, ja, aber nicht herausragend. Die deutsche Redaktion ist vor allem eins: Ernst. Bierernst. Selbst bei der bunten und wuseligen Oktoberfestgraphik bleibt man bierernst und übt sich im Vermitteln von Fakten. Die deutsche WIRED ist langweilig.

Vor allem für denjenigen, der aktiv im Internet unterwegs ist und daher schon die meisten Autoren kennt: Richard Gutjahr, Thomas Knüwer, Dueck und Co. – die Autoren der Haute-Volee des Netzes halt. Mag sein, dass derjenige, der nicht aktiv im Netz ist von diesen Autoren noch nie was gelesen oder gehört hat. Allerdings werden wohl die meisten, die die WIRED gekauft haben schon von sich aus netzaffin sein. Das Textbouquet bietet dies, bietet jenes. Allein es ist der Geschmack von Fastfood, von Texten, die einmal gelesen schon bis zur nächsten Ausgabe vergessen sind. Sie können es alle irgendwie besser hat man das Gefühl und wenn man die Texte im Netz von den Autoren kennt, dann ist das sicherlich auch der Fall. Die Eingrenzung auf eine bestimmte Zeichenanzahl scheint den Autoren nicht so ganz zu schmecken. Interessante oder originelle Beiträge? Kommt auf den Standpunkt an. Wer vertraut mit dem Internet ist, wird sicherlich nichts Neues finden. Und wer damit nicht vertraut ist, wird die WIRED nicht kaufen sondern bei Computerbild oder PCGo oder Konsorten bleiben.

Gelungen ist das Thema über die Geeks – wobei ich leichte Zweifel habe ob der Begriff Geek nicht doch abwertender gemeint ist als der des Nerds, zudem hat der Nerd in der letzten Zeit eine Aufwertung erfahren durch unter anderem Serien wie „The Big Bang Theory“ – wobei man hier das Problem hat, das wenn man viele Portraits aneinanderstellt es irgendwann wie in einem Lexikon doch recht öde werden kann. Durch die Themenvielfalt ist das zumindest nicht gegeben. Immerhin.

Alles im Allen sehe ich momentan nicht, warum ich eine deutsche Ausgabe der WIRED abonnieren oder kaufen sollte. Mir fehlt der Witz, die Ironie und die Leichtigkeit des Originals – selbst die UK-Ausgabe hat den, aber wir Deutsche können halt nur ernst offensichtlich oder radikal lächerlich – und ich würde der WIRED gerne noch zwei, drei Ausgaben geben – sofern sie sich gut verkauft hat. Aber ich glaube nicht, dass sich in dem Wust von Fachzeitschriften wirklich etwas wie WIRED halten können wird. Ob das zu bedauern ist?

 


Blogposting 10/30/2011

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Seriennostalgie

Momentan breite ich mich auf den kommenden Muppet-Film vor, der in den USA im November starten wird. Und ich bin sicher, die DVD ist eher importierbar als dass der hier in Deutschland anlaufen wird. (Halbes Jahr Verspätung?? Am Pufferfisch, ihr Lieben, am Pufferfisch.) Wer übrigens ein geschicktes und gutes Marketing erleben möchte, sollte sich mal das anschauen was Disney momentan mit den Muppets im Netz macht: Fake-Trailer, der Twitter-Account wird von Waldorf und Statler gemanagt – kicher – und Ms. Piggy, Kermit und die wichtigen Charaktere haben eine eigene Facebook-Seite. (Bei GooglePlus hätte Kermit wohl erstmal seine ID einschicken müssen.)

Auf Youtube gibts etliche der alten Muppet-Show-Folgen in Gänze zu sehen und obwohl mir die Gast-Stars meistens nichts sagen gucke ich die Folgen immer wieder gerne. Vor allem im Original, denn die Dialoge sind da doch ab und an schon ein wenig „erwachsener“ als in der ZDF-Dialogfassung. Gut, okay, ich beschwere mich nicht darüber, dass der Titelsong auf Deutsch überhaupt keine Ähnlichkeit mit dem englischem hat – wobei – also soo schwer ist „It’s time to play the music, it’s time to light the lights…“ nun auch nicht zu übersetzen, aber gut. Man kann ja nicht alles haben. Ob ich die Muppet-Show allerdings heute noch Kindern empfehlen würde? Das ist die Frage, sie wirkt ab und an doch etwas angestaubt und teilweise veraltet.

Was bei den „Fraggles“ merkwürdigerweise kaum der Fall ist. Gut, die Zwischenepisoden wenn Onkel Matt unterwegs ist sind natürlich zeitverhaftet, aber der Rest der Geschichten ist tatsächlich zeitlos. Wobei man von den Fraggles tatsächlich unterhaltend belehrt wird, auch wenn man das vielleicht als Kind nicht so ganz bemerkt. Aber da die Fraggles einen Hang zum Chaotischen haben macht das ja gerade so den Reiz aus. Schade, dass es auf Deutsch nicht alle Folgen auf DVD gibt, es fehlen wohl einige die nicht synchronisiert worden sind. (Noch ein Grund, warum ich englische DVD-Boxen bevorzuge. Siehe Life on Mars…)

Ansonsten habe ich nochmal die zwei Staffeln „The Adventures of Sherlock Holmes“ angeschaut – Jeremy Brett ist als Holmes einfach unschlagbar, sorry, Basil Rathbone. (Wobei die Audioabenteuer mit ihm nicht schlecht sind, die sind aber nicht kanonisch weil die nicht von Doyle sind. :-) ) Klar, die Serie ist auch schon etwas behäbiger inszeniert als „Sherlock“, dafür aber ist sie halt etwas näher am Original dran. Manche Episoden sind ein wenig anders – Mycroft ist da doch etwas energischer in der einen Episode als in den Geschichten selbst. Aber im Großen und Ganzen sind die 50-Minuten-Folgen sehr schönes, viktorianisch angehauchtes Fernsehen. Ich weiß nicht, ob die Serie jemals hierzulande lief, aber ich vermute mal eher so – nicht.

Und da es diese spezielle Zeit des Jahres ist: „Neverwhere“ – „Fire and Fleet and Candlelight“ – die Serie sieht nach all den Jahren immer noch verdammt gut aus und ohne digitale Effekte. (Bis auf den Vorspann, der vom Macher der „Sandman-Comics“ stammt.) Und anschließend musste ich noch die vom Autor präferierte englische Textfassung lesen – leider hat Heyne bisher versäumt, diese ins Deutsche zu übersetzen soweit ich weiß. Schade eigentlich. Denn der neue Vorspann und die erweiterten Textstellen geben dem Ganzen doch mehr „Fleisch auf die Rippen“. :-) (Und anschließend dann gleich noch „American Gods“. Ich bin auf die Serie gespannt, die HBO daraus machen wird. „A Game of Thrones“ war ja schließlich brilliant…


Blogposting 10/29/2011

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Blogposting 10/21/2011

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Blogposting 10/16/2011

  • Vielleicht schreibe ich darüber noch was ausführlicheres in der Verzahnungsagentur – ich glaube aber, dass die BITKOM hier etwas weltfremd ist.Erstens „… haben in der Regel ein Studium abgeschlossen.“ – In der Regel ist gut. Ich wüßte momentan nicht wo an Social Media Manager studieren kann. Man kann Fortbildungen und Kurse zum Thema belegen, ja. Aber an einer Hochschule – so richtig studieren – Bachelor und Master? Gibts das in Deutschland?Zum Rest äußere ich mich mal im Blog ausführlicher. Aber ist ja nicht das erste Mal dass die BITKOM mekwürdige Definitionen von sich gibt in dem Bereich.

    tags: manager presseinformationen social media experten managerinnen

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Urgroßmutters Musikbox

Und dann stöbert man ein wenig auf Youtube herum und entdeckt einen Account von jemanden, der a) ein Pianola hat – b) offenbar einen großen Fundus von Rollen dafür und c) der Videos davon hochstellt. Also von einer Rolle in einem Pianola in Aktion. Ein selbstspielendes Klavier also als Vorläufer von Musikboxen und iPods und Co.

Faszinierend vor allem der Musikgeschmack der Zeit um 1900. Neben Beethoven und Schubert auch jede Menge von Komponisten, die halt Gebrauchsmusik schrieben. Besonders überraschend dabei: „Nearer my God to Thee“ als Walzervariante…

Und dass hiermit vermutlich der „Schwanengesang“ einer solchen Rolle aufgezeichnet ist, ist natürlich bittersüss…

Womit wir wieder bei der Frage wären: Kann man in 100 Jahren wohl noch unsere CDs lesen? Einfach umkopieren wird ja bei diesen Pianola-Rolls nicht gehen. Leider kann ich nicht sehen, wer sich da genau um den Fortbestand und die Aufnahme diese Rollen bemüht… Jedenfalls: Spannend.


Blogposting 10/15/2011

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Liebes Versatel…

Anstatt dass Du seit drei Monaten mal im Mindesten imstande wärst meinen Festnutzanschluss zu reparieren – alle drei Nummern geben immer so ein BESETZT-Zeichen von sich wenn man sie anruft und es liegt nicht an meiner Hardware, ich habe da alles schon dreifach nachgeprüft – willst du mir jetzt schicke 7,50 bei der nächsten Rechnung gutschreiben.

Und faselst was von „Optimierungsprozessen“.

Na die hast Du ja wirklich nötig, gelle? „Verdammt, der Kunde nervt, was machen wir denn da?“ – „Hey, geben wir ihm eine Gutschrift und Marketingsprech, wird schon.“ – Nein, wird es nicht. Nachdem ihr nach der Fristsetzung das nicht geregelt bekommen habt und offenbar auch gar nicht daran interessiert seid mich als Kunden zu halten – 7,50? Für DREI MONATE NICHTERREICHBARKEIT? Ich hätte persönlich eher nur das bezahlt, was für den Internetanschluss fällig gewesen wäre, denn die Leistung des Telefons kann ich ja nicht wahrnehmen – kriegt ihr nächste Woche eine Kündigung von mir.

(Letzten Endes läuft der Vertrag sowieso im März nächsten Jahres aus, insofern sind das nur einige Monate vorher. Aber glaubt ihr echt, dass ich nicht merke, dass ihr gar keine Lust habt euch um das Problem zu kümmern?)


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