Monatsarchiv: August 2011

Blogposting 08/31/2011

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Hätte gerne für die DNB gearbeitet…

Die Deutsche Nationalbibliothek teilte mir dann heute mit, sie hätte sich doch für jemand anderen entschieden, sie sei aber von meiner Arbeit „sehr beeindruckt“ gewesen. Und ich war wohl tatsächlich unter letzten zwei Bewerbern für den Auftrag ein Social Media Konzept zu erstellen.

Sicherlich ist es schade, weil ich gerne für die DNB gearbeitet hätte – schließlich ist das sozusagen die heiligste Halle der Bibliotheksarbeit, 1912 gegründet übrigens – aber ich weiß ja nun nicht wer alles gefragt wurde. Letztendlich scheint da dann jemand billiger gewesen zu sein und wenn der billiger war, wird man den wohl genommen haben müssen – um es mal so auszudrücken, ich habe in genügend städtischen Bibliotheken gearbeitet um das Vergabesystem zu kennen. Und da wird das bei der DNB, die einen Auftrag vom Staat hat, nun auch nicht anders sein.

Immerhin aber hat man ausdrücklich mich angefragt und ich bin bis in die vorletzte Runde gekommen. Wer weiß, vielleicht ergibt sich ja auch nochmal die Gelegenheit zu einer Zusammenarbeit. Ich werde natürlich mal beobachten, was die DNB im Social Web noch so treiben wird.


Merkwürdig, liebe RP, merkwürdig: DPA-Material übernommen und nicht gekennzeichnet?

Vielleicht sehe ich nur Ähnlichkeiten dort, wo keine sind, aber bei der Sichtung der Kritiken zur „Tristan“-Aufführung stolperte ich über den Artikel in der RP und den der dpa. Bei der RP ist als Verfasserin Regine Müller genannt – und irgendwie – also – stellen wir doch mal einige Passagen untereinander…

RP: „Wäre diese klassische Guckkastenbühne nicht von der majestätischen Weite der Industriehalle umgeben, könnte man von einer normalen Bühnensituation sprechen. Was zunächst fast ein bisschen enttäuscht, wurde man doch bei der Ruhrtriennale spätestens seit David Pountneys Inszenierung von Bernd Alois Zimmermanns „Die Soldaten“ an diesem Ort regelmäßig mit spektakulären Raumlösungen überrascht, mit fahrenden Podien, mobilen Orchestern und multimedialer Optik.“

DPA: „Wäre diese klassische Guckkastenbühne nicht von der majestätischen Weite der Industriehalle umgeben, könnte man fast von einer normalen Bühnensituation sprechen. Was an diesem Ort erstaunt, ist man doch von der RuhrTriennale spätestens seit David Pountneys Inszenierung von Bernd Alois Zimmermanns «Die Soldaten» an spektakuläre Raumlösungen mit fahrenden Podien, mobilem Orchester und multimedialer Optik gewöhnt. Doch mit dem Ende des Vorspiels weitet sich dann der Blick: zwei massive weiße Platten markieren den Bühnenraum.“

Und das ist nicht die einzige Passage im RP-Bericht, die ähnlich wie die offizielle DPA-Meldung klingt. Auffallend oft ähneln sich Passagen inhaltlich und zumindest bei einem weiteren Absatz wurde ein Satz aus der DPA-Meldung fast wörtlich übernommen:

DPA: „Das Ergebnis ist ein Wagner-Klang, der weniger auf Überwältigung als auf Struktur setzt. Die Duisburger Philharmoniker folgen Petrenko auf der Stuhlkante sitzend und glänzen mit leuchtendem Ton und makellosen Bläsersoli.“

RP: „Die Duisburger Philharmoniker folgen Petrenko auf der Stuhlkante sitzend, spielen mit leuchtendem Ton und zeigen makellose Bläsersoli.“

Wenn die Rheinische Post geschrieben hätte: Artikel von Frau Regine Müller mit Material von DPA – so wie der Spiegel es macht unter anderem – könnte man das als Leser durchgehen lassen. Aber wenn es so aussieht, als hätte die Journalistin die DPA-Meldung zur Grundlage gewählt und umgeschrieben anstatt selbst an dem Abend in der Bochumer Aufführung gewesen sein, dann fühle ich mich als Leser drastisch geschrieben doch arg verarscht…


Blogposting 08/29/2011

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Blogposting 08/28/2011

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Alles ist Rhizom

Visualization of the various routes through a ...

Image via Wikipedia

Als mir Gilles Deleuze damals im Studium begegnete, Herr Volpers mochte den sehr ebenso wie er „Oh wie schön ist Panama“ unter konstruktivistischen Gesichtspunkten betrachtete, was ja bei dem Buch auch eine Heransgehensweise ist – jedenfalls, als ich Gilles Deleuze das erste Mal las, verstand ich – nichts. Auch nicht beim zweiten, dritten und vierten Mal. Die Hausarbeit in dem Fach blieb also ungeschrieben, was aber nicht wesentlich war.

Deleuzes Forderung, dass wir gefälligst weg von den Bäumen sollen ist ja auch nicht so ohne weiteres verständlich. Mittlerweile aber – und dank einiger guter Einführungen, „Das Universum des Gilles Deleuze“ ist hilfreich – verstehe ich, was er mit dem Denken in rhizomatischen Dingen und der Forderung des Baumabhackens meinte. Deleuze hätte sicherlich das Internet begeistert begrüßt. Für ihn ist das Rhizom ein Denkansatz: Alles ist mit allem verbunden, ein unendliches Gewirr aus miteinanderverbundenen Fäden, unordentlich aber Sinn habend und stiftend. Die normale Welt denkt eher in Baumstrukturen: Organigrammen, Flussdiagrammen, Prozessen. Wenn ich dies tue, dann folgt das, aber irgendwann ist die Krone erreicht.

Deleuze dagegen setzt eher auf das Rhizom als Denkansatz – und wenn ich mich so umschaue in meinem Leben stelle ich fest, dass ich – nicht nur per Sozialer Netzwerke – unendlich viele Verbindungsknoten zu unendlich vielen Personen habe, die wiederum ihrerseits verbunden sind und manchmal überrascht davon, was für Querverbindungen da entstehen. Nun bin ich kein Experte, aber dies und die Formulierung, dass wir alle unsere kleinen Maschinen füttern – das haut mich immer wieder als Erkenntnis vom Stuhl…

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Wieviele Zeitreisende gibt es eigentlich?

Wer die Geschichte bisher verfolgt hat wird wissen, dass Herr Kyriates am Montag einen entscheidenen Tag hat und momentan übers Wochenende im Urlaub ist – wo genau hat er nicht verraten. Der Tag der Entscheidung: Backupper? FirstMover? Was sich hinter diesen Begriffen verbirgt kann man auf jeden Fall selbst erschließen.

Allmählich wird wohl auch klar, dass es mehrere Charaktere gibt, die auf Facebook Accounts haben. Einen habe ich letzte Woche eingeführt: Tullius Secundus, ein junger Student. Ich werde jetzt nicht darangehen genauer zu erklären, was er in seinen Einträgen meint – das ist halt die Jugend der Zukunft, die sprich so. Wer allerdings Clockwork Orange verstanden hat, sollte ihn auch verstehen, denn durch diesen Slang ist die Sprache von Tullius beeinflusst. Allerdings auch nicht mehr.

Die Frage stellt sich jetzt natürlich: Wieviele Zeitreisende gibt es in der Geschichte? Und wieviele davon haben einen Facebook-Acount? Vor allem: Ist das überhaupt legal, was die da treiben? Bei Herrn Kyriates, der als Wissenschaftler wohl einige Privilegien genießen dürfte ist das Ganze von oben abgesegnet. Calavicci wird ja wohl mit der Leitung des Projekts gesprochen haben. Ob das bei Tullius Secundus und den Anderen – hiermit ist es offiziell: Ja, es wird auch noch andere Figuren geben, eine hat auch schon einen Facebook-Account und postet auch schon ab und an ;-) – aber auch der Fall ist?

Immerhin formt sich allmählich die Zukunft des Kyriates vor unseren Augen: Es gab irgendwann einen MMM-Krieg, Städte können nach Belieben gerendert werden, eine 4D-Suche ist möglich. Google Continuum ist offenbar etwas, was zum Posten von Timeslips nötig ist. Kaffee ist in der Zukunft ausgestorben, was Herr Kyriates bedauert, und es gab einen regen Zeitschmuggel mit Kaffebohnen. Bis die Cops das unterbunden haben. 2011 fasziniert Kyriates, weil diese Jahr und auch vor allem Duisburg ein Ausgangspunkt von etlichen Dingen wird, die in der Zukunft eine Rolle spielen werden.

Ich darf hier schon ein Detail erwähnen, dass bisher noch nicht auftauchte: Während des MMM-Kriegs hat die UDE deutlich gelitten – deswegen das Neo-Audimax – und wurde komplett neu gerendert. Desweiteren schlugen sich der Campus Essen und der Campus Duisburg im MMM-Krieg auf zwei verschiedene Seiten. Was für die weitere Handlung noch eine Rolle spielen wird, aber mehr sage ich noch nicht. Oh, Apple ist übrigens längst Geschichte – Herr Kyriates musste Jobs ja auch erst nachschlagen gehen…


Liebes Versatel, lest ihr eigentlich Kundenbriefe auch mal durch?

The Twitter fail whale error message.

Image via Wikipedia

Zuerst das Lob: Man hat mir Hilfe per Twitter angeboten, was ich ja schon knorke finde – aber ich gebe Details wie meine Kundennummer oder andere persönliche Daten nicht über eine DM an jemanden. An virtuelle Persönlichkeiten, hinter denen sich – eventuell – der Kundensupport verbirgt – bei der Telekom weiß ich das ja, aber bei euch? Nein, mache ich nicht. Ich habe euch am 10. August einen Beschwerdebrief geschrieben. Da ihr mir per Brief geantwortet habt, wart ihr so clever meine Daten zu finden. Und lasst mich nochmal klarstellen: Nein, ich gebe euch nicht meine Mobilfunknummer. Die kriegen nur Leute, denen ich vertraue. Und keine Behörden. Noch nicht mal DIE Behörde hat die.

Nun hatte ich heute einen Brief, der vom 23. August datiert ist – na ja, die Post halt – und in dem mir mitgeteilt wird, dass man versucht hätte mich zu erreichen. Das hätte aber nicht funktioniert.

Stimmt. Denn genau wegen dieses Problems hatte ich euch ja kontaktiert: MEIN FESTNETZ GEHT NICHT!!! ECHT NICHT!!! IHR KOENNT MICH NICHT ERREICHEN WEIL IHR AUS IRGENDEINEM GRUND MEIN FESTNETZ LAHMGELEGT HABT!!! Und ich kann euch versichern: IHR seid schuld. Denn ich habe hier Ersatz-Router und Ersatz-Telefon liegen und habe alle Varianten durchprobiert. WAS ich auch angelegentlich im Brief vom 10. August ERWAEHNT HATTE… Tschuldigung, aber ich muss schreien, weil ihr offenbar nicht GENAU ZUHOERT WAS EUER BIS JETZT ZUFRIEDENER KUNDE EUCH MITZUTEILEN HAT! Ich war so nett und hatte mein Problem ausführlich geschildert. Und euch eine Frist gesetzt, das bis zum Monatsende zu beheben.

Na ja, ist ja noch etwas. Macht mal. Ihr habt das Problem ja „an die Technikabteilung weitergeleitet“ – bis wann ihr allerdings glaubt, dass die das behoben haben könnte oder bis wann ich nochmal Nachricht von euch erwarten darf, steht nicht drin. Nach der ISO 9001 habt ihr da aber echt noch Verbesserungsbedarf.

NACHTRAG: Ich habe jetzt nochmal einen Brief an euch geschrieben und die Nachbesserungsfrist nochmal bis zum 15.09. gesetzt – mit der Bitte um genaue Nennung eines Datum eurerseits bis wann ihr den Fehler behoben haben wollt. Danach dann: Fristlose Kündigung. Mein Vertrag läuft eh nur bis März nächsten Jahres noch, aber ich denke ich habe gute Chancen eher von euch loszukommen. Ich such schon mal nach Alternativen – vielleicht habe ich mein Festnetz dann ja auch komplett bei O2, wäre einfacher für mich…

Enhanced by Zemanta

Blogposting 08/27/2011

  • „Worum sich die Datenschützer im Sinne der Konsumenten wirklich dringend kümmern sollten, ist die Neuordnung unserer Datenschutzrichtlinien. Die sind mit dem modernen digitalen Zeitalter nicht mehr kompatibel und sollten schleunigst überarbeitet werden. Geschieht das nicht bald, so droht Deutschland der Abstieg in die digitale Zweitklassigkeit.“

    tags: social media

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Blogposting 08/26/2011

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