Monatsarchiv: Juli 2011

Blogposting 07/31/2011

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Blogposting 07/30/2011

  • „Wer es nicht schafft, im Dialog mit ihnen zu stehen und in Form, Sprache und Inhalt ihre Lebenswelten und –wünsche aufzugreifen, wird es schwer haben. Blattmacher dagegen, die das hinkriegen, haben statt Lesern Fans. Dass das klappen kann zeigen Titel wie „brand eins“, „Neon“ und „Landlust“. Wenn’s nicht klappt, kommt es zum „Bravo“-Effekt – da machen irgendwelche Leute ein Heft an der Zielgruppe vorbei und wundern sich, dass die Auflage sinkt und dass keiner sie gern hat.“

    tags: journalismus

  • „Es ist an der Zeit, dass Google erkennt, dass die Nutzer durchaus in der Lage ist, zwischen Troll und angenehmen Kontakt zu unterscheiden. Egal, welcher Name im Profil steht.“

    tags: google

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Den Menschen sein lassen wie er ist

Frage-auskunft 001

Image via Wikipedia

Ich glaube, man legt ein Verhalten des öfteren in Richtung „sehr harmoniebewußt“ aus. Da ist natürlich etwas dran, keine Frage. Und sicherlich könnte ich manchmal auch etwas zielbewußter und dynamischer auftreten – dass ich auch drastisch und laut werden kann, steht außer Frage, auch wenn man mich im persönlichen Umgang vielleicht nicht unbedingt so erlebt. (Diverse Blogeinträge belegen aber auch, dass ich durchaus fies sein kann wenns sein muss.)

Aber das ist halt der springende Punkt: Wenn es sein muss. Wenn es absolut nicht anders geht.

„Dein USP ist, du lässt den Kunden so sein wie er ist“ hat mir meine Kollegin mal gesagt und da ist etwas dran. Auch im persönlichen Umgang versuche ich erstmal den Menschen unvoreingenommen zu begegnen. Ihn wahrzunehmen, ihn kennenzulernen. Es gibt Menschen, deren Urteil steht schon fest wenn jemand nicht so ganz dynamisch zur Tür hereinkommt. „Der kann ja nichts“, gibts dann als Urteil. Das mag so sein, aber ich denke mir meistens: „Der hat vielleicht heute einen nicht ganz so guten Tag gehabt“. (Nennt mich hoffnungslos optimistisch. Ich kanns nicht ändern.)

Es gibt tatsächlich den seltenen Fall, dass ich jemanden vom Fleck weg sympathisch finde. Meistens werden diese Leute dann aber auch zu meinen engeren Freunden – ich unterscheide da doch zwischen Bekannten, guten Bekannten und Freunden. Bei anderen Leuten lasse ich mir etwas Zeit, warte ab, schaue mir das Ganze an. Das ist halt in meinem Charakter veranlagt. Aber ich bin nicht unbedingt harmoniesüchtig.

Es fällt anderen Leuten dann glaube ich schwer, mich zu beurteilen – manchmal gerate ich offenbar in den Verdacht ein Abnicker zu sein, manchmal vielleicht auch zu Harmoniebedürftig zu sein – wobei wir alle das sind, wir alle wollen geliebt werden. Jeder. Der Eine drückt das halt nur anders aus als der Andere. Ich habe schon meine eigene Meinung, nur posaune ich die nicht ständig bei jeder Gelegenheit raus. Manchmal dauert das halt mit der Meinungsbildung auch etwas.

Klar, jetzt kann man natürlich sagen: „Bißchen forscher auftreten hat noch keinem geschadet“, dass kann man aber nur, wenn man es dem Charakter enstprechend macht. Wenn man etwas spielt, fliegt man schnell auf. Das Beurteilen auf den ersten Blick kann täuschen – und natürlich weiß ich auch, dass wir in knapp 3 Sekunden jemanden grob in irgendwelche Schubladen packen. Ich selbst kann auch immer an mir arbeiten, das ist unbestritten. Aber dieses forsche Fordern von „Da muss man halt selbstbewußter werden, so generell“ wie das heute als Denkanstoß im Lauf des Tages kam – nein. Das sehe ich nicht so. „Wir sind alle Individuen“, wir haben alle unsere Erfahrungen im Leben gemacht und natürlich fühlen wir uns alle in unserer Komfortzone wohl. Die verlassen wir auch nur ungern und auf Druck. Es kommt immer auf die Dosis an.

Vor allem aber: Es kommt auch darauf an, wie man das eigene Scheitern einstuft. Bekanntermaßen finde ich das gar nicht schlimm mittlerweile – wie soll ich sonst lernen, wenn nicht durch das Scheitern an sich? Wenn ich mich von dieser Angst freimachen kann, dann habe ich zumindest ein Stück Souveränität gewonnen. Und Souveränität beinhaltet auch, den anderen Menschen erstmal so sein zu lassen wie er ist. Denn ob man sich selbst verbessern möchte oder nicht, muss man selbst entscheiden. Diese Entscheidung kann mir keiner abnehmen. Glücklicherweise.

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Blogposting 07/28/2011

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Blogposting 07/27/2011

  • „Der Täter hat seine Tat gerade nicht maßgeblich mit Hilfe des Internets vorbereitet. Vielmehr hat er im wirklichen Leben einen Bauernhof eröffnet, um verdachtslos Kunstdünger kaufen zu können. Auch seine sonstigen Tatvorbereitungen fanden ganz und gar nicht im virtuellen Raum statt, das Schießtraining inklusive.“

    tags: journalismus

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Blogposting 07/26/2011

  • „Das ist eine faule Ausrede – das Problem ist die mangelnde Innovationsfreude und der fehlende Anspruch der VZ Netzwerke. Nach dem großen Erfolg des Gruschelns kam nichts mehr nach, kein Versuch, Online-Kommunikation neu zu definieren.“

    tags: social media

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Blogposting 07/25/2011

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Boardwalk Empire – Pilot

Atlantic City, 1920, einen Tag vor der Einführung der Prohibition. Der Politiker Enoch „Nucky“ Thompson ist einerseits eine ehrenwerte Stütze der Gesellschaft, ist allerdings auch nicht Geschäften jenseits der Legalität abgeneigt. Die Einführung der Prohibition kommt ihm durchaus zupass: Die Preise für Alkohohl schnellen in die Höhe und er verfügt über ein Netzwerk, mit dem er Alkohol herstellen und liefern kann. Die Haupthandlung des Piloten dreht sich demzufolge auch um diesen Aspekt und nutzt ihn geschickt, um die Figuren für die folgenden Episoden einzuführen.
Eine zweite Eben dreht sich um den jungen Jim „Jimmy“ Darmody, der seit einem Monat wieder zurück in den Staaten ist – ein junger Kriegsveteran, der im ersten Weltkrieg kämpfte und seine Schwierigkeiten hat sich wieder in den normalen Trott einzufinden. Er ist Thompsons Fahrer und wird von den Vertretern des Gesetzes angeworben – ob er sich auf das Doppelspiel einlässt, wird im Piloten noch nicht so ganz klar.
Die dritte Ebene berührt Thompsons menschliche Seite: Durch das Schicksal der jungen Margaret Schroder, die durch ihren gewalttätigen Mann ihr drittes Kind verliert, wird er  an seine verstorbene Frau und die Vaterfreuden erinnert, die ihm entgangen sind.

Dass der Pilot zu „Boardwalk Empire“ der teuerste der Seriengeschichte ist, sieht man. Martin Scorcese, der hier Regie geführt hat und mit Mark Wahlberg Produzent der Serie ist, hat bis ins kleinste Detail das Atlantic City der 20-ger Jahre auferstehen lassen. Da stimmt einfach alles. Mit Steve Buscemi hat man zudem für die Rolle von Thompson einen Treffer gelandet: Einerseits versteht er es glorios den kalten, abgeklärten Geschäftsmann zu geben. Andererseits nimmt man ihm auch in den intimeren, ruhigen Momenten den Menschen mit Herz ab. Über die Regiekunst von Scorcese, dem es gelingt mit drei Ebenen in einer Einstellung zu arbeiten – so, wenn Thompson nachdenklich die Frühchen beobachtet – muss man wohl kein weiteres Wort verlieren. Nach den „Gangs von New York“ kehrt Sorcese hier erneut zu Sex und Verbrechen zurück, wobei er allerdings diesmal breitere Möglichkeiten der Erzählung hat. „Boardwalk Empire“ ist mit Preisen und Kritikerlob überhäuft worden – ob es der Serie gelingt, nach dem Piloten die Spannung zu halten muss ich persönlich noch sehen, aber auf jeden Fall ist dies einer der beeindruckensten Serienpiloten, den ich in der letzten Zeit gesehen habe.


links for 2011-07-24


Blogposting 07/23/2011

  • „Kurz gesagt: Googles Richtlinien sind schwammig; Fehlentscheidungen und ungerechtfertigte Sperrungen von Accounts sind programmiert. Hier muss Google dringend nachbessern und für absolut klare Richtlinien sorgen.“

    tags: Google GooglePlus

  • „Ich halte den momentanen eBook-Preis für zu hoch. Und ich stelle ein großes soziales Projekt vor, das ich alleine leider niemals werde stemmen können, aber das es wert ist, dass sich die Verlagswelt und die Politik damit auseinandersetzt, wie ich finde. Gerade im Bereich der Sozialhilfeempfänger sollte es eine Initiative vom Staat oder der Wirtschaft geben, die vielleicht über ein Gutscheinsystem funktioniert oder feste Zuschüsse, das ist auch erstmal egal.“ – Gute Idee. Lasst uns das doch einfach mal machen.

    tags: eBooks

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