Monatsarchiv: Juni 2011

links for 2011-06-29


Blogposting 06/29/2011

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Frischer Büchernachschub: Harford, Beckmann, Warner, Fuchs und andere

Cover of "Hardcore Zen: Punk Rock, Monste...

Cover via Amazon

Damit und den Sachen, die ich noch bei der Scheuermannschen bestellt habe, ist mein Bedarf für mehrere Monate erstmal gedeckt. Zum Teil ist das auch Fachliteratur für mich und unbedingt notwendig, aber da ich ein sattes Plus auf dem Konto habe – ja, NACH dem Kauf ;-)

Tim Harfords “Warum Sie immer an der falschen Kasse stehen” ist sozusagen der Nachfolgeband “Ökonomics” – beides Bücher, die man unbedingt im Schrank stehen haben sollte. Geht es in “Ökonomics” überwiegend um den theoretischen Aspekt, versammelt der zweite Band praktische Tipps und Ratschläge aus seiner Undercover-Ökonom-Kolumne. Sachwissen amüsant als Bettlektüre aufbereitet. Empfehlung.

Dirck Beckmanns “Was würde Apple tun?” kann ich noch nicht beurteilen, ich habe das Teil noch nicht angefangen. Wenns allerdings in die Richtung von “Was würde Google tun” geht, dann kanns gut werden.

Brad Warner ist “Hardcore-Zenist” – “Hardcore Zen” heißt das Buch und wenn der Untertitel wie folgt lautet: “Punk Rock, Monsterfilme und die Wahrheit über alles” – dann ist das ein Buch für mich. ;-)

Ausgeliehen – und leider nicht mehr auf dem Markt zu haben – hatte ich mir “Die 7 Todsünden beim Gründen”. In Form einer märchenhaften Geschichte werden 7 Fehler aufgezeigt, die Gründer machen können wenn sie starten. Nach jedem Kapitel gibts sachdienliche Hinweise und Anregungen zur Lektüre. Erschienen ist das Ganze in der Edition BOD, aber diese Reihe scheint es – trotz des BODs im Namen – nicht mehr zu geben. Ich suche mal nach einem Gebrauchtexemplar.

In der Pipeline sind noch Claudia Kerns “Sissi, die Vampirjägerin” sowie “Morgen komm ich später rein”, das erste Buch vom “Meconomy”-Autor. Und das Buch, also “Meconomy” ist echt der Hammer…

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links for 2011-06-28


Blogposting 06/28/2011

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Blogposting 06/27/2011

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Transmedial Storytelling mit Twitter oder warum das ZDF hinterherhinkt

Image representing Twitter as depicted in Crun...

Image via CrunchBase

Hat irgendjemand Dina Foxx verfolgt? Ihr wißt schon, diese tolle Internetschnitzelmörderjagd des ZDF so ähnlich wie damals bei Spielbergs A.I. oder NINs Aktion zum Zero-Album. Oder die Werbekampagnen zu den Batman-Kinofilmen. Oder einige andere Dinge, die spannender waren als das, was das ZDF versuchte.

Momentan wird ja viel in den Medien über den neuen interaktiven Twitter-Krimi berichtet – siehe Leander Wattig. Hier wird innerhalb von sechs Tagen ein Mörder gesucht, geschildert wird das Ganze per Twitteraccount des Hauptprotagonisten. Kann gut gehen, da diesmal immerhin eine Basis vorhanden ist, kann auch schiefgehen. Doch das ZDF hinkt etwas hinterher, denn dass Twitter zum Transmedialen Storytelling – liebes ZDF, Transmedia ist genau das ohne Storytelling halt – wie geschaffen ist, das haben andere Projekte bewiesen.

Mudlark und die Shakespeare Company haben zum Beispiel vorgemacht, wie spannendes Erzählen mit Twitter funktionieren kann: “SuchTweetSorrow” verlegt die Geschichte von Romeo und Julia in das Hier und Jetzt. Dazu legten die Schauspieler eigene Accounts für ihren Charakter an – inklusive Blog teilweise und anderen Möglichkeiten – und folgten ganz dezidiert einem Dehbuch. Retweeteten sich und reagierten auch auf Einflüsse von außen. Stellenweise war das damals so spannend, dass ich ständig auf mein Handy starte um nur nichts zu verpassen…

Evangelisch.de und die EKD starteten 2010 die Aktion “Ostergaffer” – verschiedene Charaktere aus der Zeit Jesu, die irgendwie in der Lage waren zu twittern, erzählten aus ihrer Perspektive die Ostergeschichte nach. Schönes Projekt, leider kam dann nichts mehr nach.

Sicherlich ist ein Aspekt von Transmedial Storytelling das Bedienen von verschiedener Kanäle. Im Prinzip aber braucht man für das Erzählen einer Geschichte halt eine spannende Geschichte, ein Dehbuch – kurz: Wie ein Romanautor sein Exposee hat, so braucht man dieses auch für Transmedia Storytelling. Das wäre dann die hohe Kunst und eigentlich das, was ich persönlich unter dem Begriff verstehen würde. Insofern ist der Twitterkrimi durchaus eine nette Idee, aber bis das ZDF das Level von der Royal Shakespeare Company erreicht, da werden noch etliche Jahre ins Land ziehen.

A propos: Da mir die Figur des Herrn Kyriates beim Pergamon-Projekt von Asisi viel Spaß gemacht hat, darf man nach den Sommerferien auf jeden Fall da etwas Nachfolgendes erwarten… ;-)

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Das Ruhrgebiet rückt zusammen – nur im Science-Fiction-Bereich nicht

Jeden zweiten Freitag – eigentlich – trifft sich der Corona-Treff im Unperfekthaus in Essen um über Science-Fiction und Gott und die Welt zu reden. Das Unperfekthaus ist der ideale Ort für kreative Menschen und da Scotty, der Werbwolf eh sein Atelier im Keller hat – der ist Modellbauer – war das mit die beste Entscheidung.

Ich habe mich die letzte Woche beim Sortieren und Überdenken von Projekten, das mache ich alle drei Monate um zu schauen wo ich stehe und welche Projekte ich gegebenenfalls abgeben kann – so muss ich mich leider, leider aus dem aktiven Dienst des Corona-Magazines zurückziehen, seufz, aber es geht nicht anders – und habe mich gefragt woran es liegen könnte, dass der Corona-Treff nur vom harten Kern besucht wird. Bevor jemand aufschreit: Nein, natürlich läuft das Projekt noch weiterhin, logisch, aber es ist natürlich schade, dass es so gar nicht wahrgenommen wird.

Jetzt gibt es verschiedene Punkte, die als Grund herhalten könnten: Zu wenig Werbung. – Teilweise. In der letzten Zeit habe ich den Treff nicht mehr aktiv beworben, aber an zu wenig Werbung in Foren etc. pp. zu einem früheren Zeitpunkt kann es nicht gelegen haben, dass der Treff nach einem guten Start auf die Bremse trat. Jetzt könnte ich natürlich noch Flyer drucken lassen, Poster oder Postkarten – zumindest Flyer sind im UPH nicht das Problem, sofern sie fürs Projekt werben – aber mal ehrlich: Wer liest denn die Unmengen von Handzetteln noch? Ich erinnere mich an die FedCon im letzten Jahr. Da lagen auf den Tischen Dutzende von Flyern übereinander, nebeneinander, kreuz und quer und keiner hat die so richtig beachtet. (Ja, man kann Flyer natürlich auch geschickter verteilern, schon klar, dennoch fand ich es bezeichnend.) Was ich bisher nicht getan habe ist, den Termin beim Fandom-Observer eintragen zu lassen, ansonsten gabs ab und an mal eine Pressemitteilung für die Fanzines und eigentlich auch genügend Reklame dafür. Hmmm…

Ich glaube, das Problem liegt etwas tiefer. Während Aktivisten im Internet keine Probleme haben zum Twittwoch Ruhr zu kommen oder zu anderen Veranstaltungen, die mit dem eigenen Thema zu tun haben, scheint es im Ruhrgebiet an den Strukturen des Fandoms zu liegen. Da jede Stadt mehr oder weniger einen eigenen Stammtisch hat, nimmt man die Reise nach Essen nicht in Kauf. Da der Corona-Treff auch kein Programm an sich bietet, ist der Anreiz wohl definitiv nicht so groß. Wobei es natürlich wie immer bei Gruppen auch einen internen Hickhack gibt, weil die eine die andere nicht mag und wehe, man verbündet sich mit der, dann ist man gleich untendurch. Manchmal gleicht das Sf-Fandom eindeutig einen Kindergarten wenn ihr mich fragt. (Habt ihr schon mal beim offenen Forum des SFCD mitgelesen? Na, dann wißt ihr ja was ich meine…)

Wenn es ein strukturelles Problem ist, dann muss der Corona-Treff in Zukunft halt gezielt nur die Essener Fans in Visier nehmen, die sich nicht an einen Club binden möchten, aber gerne mit Leuten über SF reden. Also die Fandomgeneration-Y oder so. Ich werde mal dem Fandom-Observer nochmals Bescheid geben, damit der Termin aufgenommen wird und ansonsten: Jeden 2. Freitag ab 19:30 Uhr, Unperfekthaus, Essen. Schaut vorbei wenn ihr mögt, nächster Termin ist der 08. Juli.


Was ich so zur Zeit lese…

interessiert bestimmt keinen, ich schreibs aber dennoch mal auf. ;-)

Markus Albers “Meconomy” hatte ich seit längerem auf meinem eBook-Reader drauf, ich dachte aber bisher die Lektüre würde sich nicht lohnen. Das Thema Selbstmarketing hatte ich zudem eh erstmal satt. Aber beim entpuppt sich das Buch als sehr feiner Ratgeber zum Thema “Wie werden wir in Zukunft arbeiten und leben?” Es ist nicht mehr so, dass man sein Leben lang bei der selben Firma arbeitet und die Finanzkrise hat nochmal offengelegt, dass auch Jobs bei Banken alles andere als sicher sind. Albers geht in vier großen Abschnitten auf die Anforderungen auf die neue Zeit ein, ich bin momentan in der ersten Hälfte. Spannende Lektüre – und natürlich sind die verschiedenen Bookcover der Printausgabe ausgezeichnetes Selbstmarketing. ;-)

Albert Müllers “Meinungsmache” ist eines der Bücher, die das kritische und eigene Denken fördern. Der Autor schreibt bei den Nachdenkseiten mit und legt dar, wie PR-Firmen und Politiker sich die öffentliche Meinung so zurechtlegen können, dass deren Projekte problemlos von uns akzeptiert werden. (Was momentan ja mit Stuttgart21 etwas ins Wanken gerät.) Vor allem legt Müller die Strukturen des neoliberalen Wirtschaftsdenkens bloß. Da das eine Lektüre ist, bei der man nachdenken sollte, bin ich erst im ersten Drittel.

Ansonsten müsste ich in nächster Zeit den neuen Roman von Jo Zybell angehen, wenn der Autor mir schon persönlich ein Exemplar schickt, dann müsste das ja auch gelesen und besprochen werden. Ganz vergessen – sorry, Mike: Trekminds. Das erste Buch des neuen Verlags “In Farbe und Bunt” bekommt aber noch eine Rezension nachgeliefert, versprochen.


links for 2011-06-25


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