Tagesarchiv: 5. März 2011

Blogposting 03/05/2011

Posted from Diigo. The rest of my favorite links are here.


Warum ich bei Facebook auch berufliche Chef-Anfragen zulasse

Vermutlich hat schon jeder darüber nachgedacht was passiert, wenn der Chef, der Kunde, der Geschäftspartner mit dem man halt Geschäfte auf einer rein beruflichen Beziehungsebene betreibt einen Anfrage an den persönlichen – und eigentlich gibts ja nur ausschließlich persönliche Accounts und keine Doppelaccounts bei Facebooks jenseits von Fanpages und Co., natürlich nicht  ;-) – wirklich rein privaten Facebook-Account stellt. Akzeptieren? Nicht akzeptieren?

Die sauberste Lösung wäre natürlich das Anlegen einer Liste, in die man dann die Geschäftspartner einsortiert. Man kann ja bei den Privateinstellungen von Facebook – wenn man denn Geduld und Zeit hat, stöhn – durchaus definieren welche Postings wer wann sehen darf. Was aber den normalen Nutzer grandios überfordert – selbst ich, der ich einigermaßen Facebook-versiert bin – Fanpage-Betreuer, hüstel – bin da gnadenlos überfordert. Und auch zu bequem dazu.

Grundsätzlich akzeptiere ich berufliche Anfragen für den privaten Account, weil ich bei Facebook persönlich, aber nicht privat bin. Das heißt: Man findet bei Facebook garantiert keine Party-Sauf-Tanz-Bilder von mir. (Ihr wärt überrascht, die gibts. Offline.) Wenn man Bilder von mir findet, dann sind die in der Regel zwar persönlich, aber nicht aus meinem direktem Privatleben. Ausnahmen wie der Ausflug zu den Mammuts bestätigen  da die Regel, aber hey, das sind Leute, die ich aus dem Web2.0 kenne – da ist das in Ordnung, die können nicht anders. Andererseits achte ich auch in der Regel darauf, keine Bilder von anderen Leuten zu posten ohne sie vorher ausdrücklich zu fragen. Sofern es keine öffentliche Veranstaltung ist. Hüstel.

Sicherlich fließt bei Facebook auch dieses Blogposting mit rein – aber dieses Blog ist ebenfalls persönlich und nicht privat. Was ich hier schreibe dürft ihr gerne als Leser wissen, anderes dagegen werde ihr hier nie im Leben zu lesen bekommen. Ansonsten müsste ich ja dauernd Beiträge mit einem Passwort sichern, wie doof ist das denn… :-)

Klar verbreite ich Inhalte bei Facebook – aber keine Links über mein Privatleben. Beziehungsweise Inhalte, von denen ich weiß, dass sie in keinster Weise mit meinem Privatleben kolllidieren. Schließlich bestimme immer noch ich, was ich wann wo online stelle. (Was Kritiker des Öffentlichmachens von Daten ja nicht so ganz verstehen: Wenn der Staat ohne mich zu fragen meine Daten online stellt oder speichert – dann habe ich keinen Einfluß darauf was der damit macht. Wenn ich aber Medienkompetenz erlerne, was man dringend in Schulen einführen muss meiner Meinung nach, dann bin ich selbstbewußt genug zu entscheiden, was online passiert.)

Insofern: Berufliche Kontakte erfahren zwar, wenn sie mich bei Facebook verfolgen dürfen, eine Menge über meine Persönlichkeit, sie erfahren aber nichts Privates. Ich bin aber auch der Ansicht: Wer mich privat bei Facebook kontaktiert, der ist in der Regel so erwachsen und umsichtig genug, dass er weiß, dass diese Einträge dort persönlicher Natur sind. (Meine Güte, ich bin hoffnungsloser Optimist, oder?) Solange ich mich an die Verschwiegensheitsklauseln halte – manchmal werden die einem allerdings auch nicht explizit gesagt, deswegen besser nachfragen – und umsichtig genug bin habe ich mit Kunden, Chefs oder Überbossen kein Problem. Ebenfalls kein Problem habe ich auch damit dann notfalls Leute ohne Vorwarnung rauszukicken, die sich daneben benehmen oder mit denen ich nicht mehr arbeiten möchte.


Seelenaufatmen

“Du wirkst irgendwie so bedrückt,” meinte Jemand letzte Woche zu mir. “Ist irgendwas?” Ich überlegte einen Moment. “Nein. Eigentlich alles gut. Ich bin zufrieden.”
“Wirklich? Du bist doch sonst so guter Laune, immer eigentlich. Aber in der letzten Zeit … da ist doch was.” Ich schüttelte den Kopf. “Nein, alles gut. Wirklich. Läuft doch alles.”

Tatsächlich war für mich bewußt auch alles in Ordnung: Persephone bei den Philharmonikern ausverkauft und Presse begeistert. Anrufe von zufriedenen Leuten, für die ich arbeite oder gearbeitet habe – Pressemitteilungen landeten komplett im Print, ohne dass groß geändert wurde – war doch alles super.

Allerdings – dieser Jemand hatte Recht. Da war was im Busche und ich realisierte das nicht. Wobei es schon Vorzeichen gab. Den Unwillen den Mailzugang zu öffnen etwa – oder das komplette Verdrängen eines Mailboxanrufes – oder die Tatsache, dass berufliche Dinge an meine private Mailadresse kamen. Und ich das bestimmt nicht erlaubt hatte. (Könnte ja jeder kommen… Echt.) Kurzum: Da war was im Argen und ich bemerkte das nicht.

Anstoßgeber mich genauer damit beschäftigen war aber die Tatsache, dass ich in dieser Woche wegen einer ärgerlichen Kleinigkeit den falschen Zug nahm und von Dortmund aus über Hagen – über HAGEN! – nach Düsseldorf tuckerte. Das letzte Mal als mir sowas passierte war während einer Zeit, als ich extrem mit jemand total anderem unglücklich und frustriert war. Und seitdem achte ich auf solche Signale wie den falschen Zug nehmen oder anderes Seltsames. Was mich dann zum Nachdenken brachte.

Man sagt, ich wäre halbwegs intelligent :-) also kam ich rasch auf die Lösung des Problems. Habe überlegt, wie ich den Gordischen Knoten am besten entwirre und mich dann für die Alexander-Art entschieden. Ich habe mich – für das Gegenüber vielleicht ein wenig zu drastisch – zum Zerhauen entschieden und mich von dem Problem getrennt. Was man durchaus wörtlich nehmen kann.

Und seitdem weiß ich, was auf meiner Seele gelegen hat und was unterbewußt mir die ganze Zeit Probleme gemacht hat. Vor allem habe ich mal wieder was gelernt. Nämlich, dass mein Lieblingsdozent damals Recht hatte…

Sehen Sie, das ist so – wenn Ihnen jemand im Vorstellungsgespräch nicht sympathisch ist, dann kann der die besten Referenzen der Welt haben. Sie werden den nicht einstellen. Und warum? Weil Sie nicht tagtäglich mit jemanden arbeiten möchten, der Ihnen total unsympathisch ist und mit Sie sogar auf der Arbeit kein Büro teilen wollen würden. Sie müssen ja nicht mit den Kollegen nach der Arbeit unbedingt einen Kaffee trinken gehen, aber Sie müssen mit den Leuten gut zusammenarbeiten können. Und wenn Sie beim Vorstellungsgespräch merken: Der Typ und Sie passen nicht zusammen – wollen Sie wirklich mit dem Jahrzehnte Ihres Lebens verbringen? Nein. Wollen Sie nicht. Sie möchten wenigstens Kollegen haben mit denen Sie einigermaßen zusammen arbeiten können. Und genau das vergessen viele.

Danke, Herr Kratzke. Ich hab nur nicht realisiert, dass das auch umgekehrt gilt. Ich werde in Zukunft daran denken.

(Ach übrigens: Details? Im Netz? In einem von Google öffentlich findbarem Blog? ROTFL.)


Webseiten-Relaunch von Gesine Lübbers

Es gibt Journalisten – und es gibt Journalisten. In die letztere Kategorie fällt eindeutig Gesine Lübbers, die ich seit einiger Zeit kenne und schätze. Witzigerweise, was ich aber bis heute nicht wußte, schreibt Gesine ab und an für die UK – also für Unsere Kirche, evangelische Sonntagszeitung – und bekanntlich schreibe ich ja ein Blog für Evangelisch.de. ;.) Von daher ist es mir natürlich auch noch ein besonderes Vergnügen darauf hinzuweisen, dass Gesine ihre Webseite relauncht hat.

Und mehr auch eigentlich nicht – bitte weiterklicken. :-)


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