ist so vielfältig, dass ich immer wenn jemand versucht mir einzureden wie das Arbeitsleben denn sein solle innerlich schallend lachen muss. Ist ja nicht so als ob ich nicht gearbeitet hätte – und noch nebenbei tue – aber natürlich sieht man mir das nicht an. Insofern sollte ich dazu ja auch eigentlich nichts sagen denn wer meine Biographie nicht kennt, der macht halt sowas.
Wobei gewisse Regeln ja durchaus für alle Arbeitsbereiche anwendbar sind, aber jeder Chef ist anders. Wer also versucht mir was über Arbeitssysteme beizubringen, die von Chef zu Chef total unterschiedlich sind, und diese Regeln in Stein gemeißelt als Nonplusultra darstellt – bei dem frage ich mich ernsthaft, wo und wann der mit welchen Chefs wie gearbeitet hat.
Na ja, nicht jeder hat so einen bunten Arbeitslebenslauf wie ich und wenn jemand 20 Jahre in einem Betrieb bleibt, der nimmt halt eine gewisse Meinung mit. Und eine gewisse Routine. Auch in Bibliotheken sind manche Abläufe gleich, aber bei der einen wird bei der Akzession schon eine Nummer für den Scanner eingeklebt, die andere klebt den erst in der Buchbearbeitung drauf, wiederum eine andere hat das nicht nötig weil sie noch Karteikarten-Kataloge führt. (Für eine gewisse Bibliotheksgröße auch opportun, keine Frage.) Insofern: Wie ein System arbeitet kommt auf die Institution und deren Leiter an. Und nicht darauf stupide Regeln anzuwenden, die sicherlich irgendwann mal nützlich waren aber nicht mehr nützlich sind. (Watzlawick-Bezug! Watzlawick-Bezug!)
Nebenbei ist es auch immer wieder schön zu sehen wie Leute reagieren, wenn ich mein Moleskine auf den Tisch lege und anfange strukturiert und systematisch nach ZTD zu werkeln. Manche Blicke dabei hätte ich gerne eingerahmt als Motivationshilfe über meinem Schreibtisch….


