Monatsarchiv: September 2010

Danke, aber NEIN!

Irgendwann ist es bei mir soweit. Dann werde ich zu Spreadshirt gehen und mir ein T-Shirt mit dem Aufdruck: „Danke, aber NEIN!“ machen lassen. Ich glaube das ist einfacher als ständig folgende Sätze zu sagen wenn man Samstags Besorgungen in der Innenstadt macht – ich vermute mal alle, die irgendwie in Großstädten leben kennen die folgenden Fragen, deswegen nur meine Antworten:

„Nein, ich habe keinen Euro übrig, können Sie einen 50ger wechseln? Nicht? Tja.“

„Nein, ich möchte nicht gerettet werden. Mir egal wenn Sie meinen ich würde in der Hölle schmoren, da ist es wenigstens schön warm im Winter.“

„Ja, ich lese Zeitungen. Obwohl ich eigentlich eher digital veranlagt bin, ja, das ist furchtbar so eine Behinderung, ja, aber ich kann damit gut leben.“

„Ich wußte gar nicht wie toll diese Surrealisten sein können – ach, das ist ein Rubens?“


links for 2010-09-18


Haushaltsbuch

Fish-eye view of the Space Shuttle Atlantis as...
Image via Wikipedia

Nachdem diverse Versuche sowas elektronisch zu führen – hey, ich bin digital, Babe! – grandios scheiterten habe ich mir von der Verbraucherzentrale die Papiervariaten besorgt und diese Woche mal angefangen nachzuhalten was ich ausgebe. Da steckt einfach nur simple Neugier hinter – in den letzten beiden Monaten hat sich ein finanzielles Polster angehäuft – ich habe keine Rechnungen geschrieben, daran liegts also nicht – und ich frage mich halt nur wie das kommt.

Abgesehn mal davon ist ein Haushaltsbuch tatsächlich recht nützlich und praktisch. Man darf halt nur nicht vergessen nicht zu schummeln, sonst bringts nichts. Aber dank des Moleskines weiß ich recht gut was ich am Tag ausgebe.

Enhanced by Zemanta

Unendliche Möglichkeiten – quasi

Bundesarchiv Bild 183-1985-0423-004, Leipzig, ...
Image via Wikipedia

Nachdem die anfängliche Skepsis gewichen ist und ich festgestellt habe, dass man mit den Dozenten reden kann ist die Maßnahme gar nicht so tragisch. Wir hatten nur alle einen blöden Start. Gut. Abgehakt. Weitermachen.

Heute hatte ich das Erstgespräch mit der Sozialpädagogin – und DAS, liebe ARGE, DAS nenne ich mal besonders gute FOERDERUNG. Anstatt einen nur immer unter Druck zu setzen mal Alternativen aufzeigen. Mal schauen, was man machen könnte. Momentan tut sich bei mir da so Einiges.

Vor allem danke ich euch allen, die ihr sofort gefragt hat ob und wann und wie ich ein Praktikum machen kann – ich habe jetzt die Einzelheiten geklärt und die erste Chefin wartet ja schon auf mich. Ich muss am Montag halt nur die Daten im Büro abgeben – ich glaube da werden alle begeistert sein.

Übrigens: Ich verstehe gar nicht warum alle spontan die Flucht ergreifen wenn es um Arbeiten in der Küche geht. Ich meine, ich bin ja nicht soo der Koch – ähm – gewesen, das hat sich etwas durch Lu geändert – und zwar so, dass ich langsam und allmählich meine Kleidergrößen reduzieren kann. Aber Küche macht definitiv Spaß. Man hat zu tun, kann sich einbringen und wenn halt nichts ist schnappt man frische Luft. Man KANN natürlich auch 8 Stunden am PC sitzen oder Bewerbungn schreiben – wenn die unbedingt wollen, ich halte die nicht auf. ;-)

Wobei meine Dozentin meinte, man könne definitiv abnehmen wenn man morgens auf Käse und Wurst verzichten würde und Abends halt Kohlehydrate weglässt. Letzteres mache ich ja fast immer, aber dass man tatsächlich abnimmt wenn man normales Brot – kein Knäcke! Hat Kalorien ohne Ende! – mit Nutella isst oder Marmelade, das war auch mir neu. Aber da die Dozentin für HoGa ist, muss die das ja wohl wissen. Vielleicht mal ausprobieren. ;-)

Enhanced by Zemanta

links for 2010-09-17


Eine Frage der Kleidung

Immer noch ernte ich erstaunte und schmunzelnde Blicke – sofern Blicke schmunzeln können – wenn ich in Anzug und mit Krawatte beim Maßnahmenträger erscheine. Ich mache mir da sowieso nichts draus, schließlich geht es nur gute Freunde etwas an was ich privat nach Feierabend mache und wie man weiß sind gute Freunde bei Maßnahmen selten. Gute Bekannte schon eher.

Allmählich sollte das klar sein, dass ich mich nicht für was Besseres halte in der Hinsicht. Auf den ersten Blick könnte das schon sein, aber wer mich kennt weiß, dass ich Sozialkompetenzen besitze. Sonst hätte ich meinen Beruf wohl auch komplett verfehlt, wer mit Kunden umgeht muss ein gewisses Maß an Kompetenz in dem Bereich besitzen. Dafür habe ich halt woanders Defizite, aber dazu ist diese Maßnahme ja auch da: Diese zu erkennen und zu beheben. (Sagen wir es so: Kasse während der Küchentage demnächst nur zu zweit und dann mit jemanden, der das schon länger macht als ich…)

Wenn es klar ist, dass ich in der Küche bin tauche ich auch nicht im Hemd und Anzug auf. Wobei auch hier einige Teilnehmer durchaus so rumlaufen wenn sie in der Küche sind, manchmal ist das auch etwas unerwartet – dann gibts aber Schürzen. Kein Problem. Es ist halt nur so dass ich an bestimmten Tagen ein enges Zeitfenster habe und dann lohnt ein Weg nach Hause zum Umziehen nicht. Da ich aber mittlerweile kund und zu wissen getan habe, was ich während meiner Freizeit mache – ich arbeite nebenbei, ich glaube ich bin der Einzige der das – ähm – legal und angemeldet tut – habe ich kein Problem damit.

Wer sich unbedingt das Maul zerreißen will findet sowieso immer was. Zudem: Ich will so schleunigst wie möglich in den ersten Arbeitsmarkt – ich bin momentan bei den Bewerbungsbemühen locker die Hälfte über meinem Soll und habe mir bestätigen lassen, dass eine Anschreiben spitze sind. Es liegt also nicht daran, dass ich mich nicht bemühe. Aber das sollte eh klar sein. Generell sollten wir uns eh von der Vorstellung verabschieden, dass es genug Arbeit für alle gäbe, aber das ist ein Thema für einen ganzen Diskurs…


links for 2010-09-16


links for 2010-09-15

  • Von meinem iPhone gesendet …
  • In seinem ersten Beruf war er dort ebenso wenig erfolgreich ("in meinem Wartezimmer saß niemand ", schrieb er in seinen Memoiren) wie die ersten beiden dort entstandenen Sherlock-Holmes-Romane. – Der Sinn dieses Satzes erschließt sich erst nach einigem Nachsinnen… Der Rest des Artikels ebenso. Und die wollen, dass ich dafür Geld ausgeben und Bäume töte?
    (tags: Zeitung)

links for 2010-09-14

  • "Bleibt die Frage, ob das tatsächlich bedeutet, dass es eine Mehrheit für Sarrazins Thesen gibt – was ein hervorragender Grund wäre, endlich mal diese mehrjährige Weltreise zu machen. Oder ob sich, was auch denkbar wäre, vielleicht nur die lautesten Schreihälse am meisten exponieren."
    (tags: politik)

Zurück zur Schule – nochmals…

Es lohnt sich manchmal wirklich echt mit seiner alten Arbeitsstelle in Kontakt zu bleiben – oder einfach mal zu fragen ob man ehrenamtlich dort arbeiten könne nachdem die Ferien zu Ende gegangen sind. (Es liegt nun definitiv nicht an mir, wenn ich keine Stelle finde, es liegt daran, dass es keine in meinem alten Job so einfach gibt. Punkt.)

Heute kam die Antwort auf meine Mailanfrage. Na ratet mal… ;-) Wie und warum muss ich mit meinem neuen Maßnahmeträger noch abklären, aber die Schule selbst hat noch keinen neuen sondern das übernimmt eine neue Lehrerin und drei Mütter, die das ehrenamtlich machen werden. Und keine Frage: Natürlich zeige ich denen wie das System funktioniert. Diejenige, die das nämlich gekonnt hätte hat die Schule nämlich verlassen. Manchmal ist das Leben einfach nur schön.


Follow

Get every new post delivered to your Inbox.