Tagesarchiv: 17. September 2010

Haushaltsbuch

Fish-eye view of the Space Shuttle Atlantis as...
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Nachdem diverse Versuche sowas elektronisch zu führen – hey, ich bin digital, Babe! – grandios scheiterten habe ich mir von der Verbraucherzentrale die Papiervariaten besorgt und diese Woche mal angefangen nachzuhalten was ich ausgebe. Da steckt einfach nur simple Neugier hinter – in den letzten beiden Monaten hat sich ein finanzielles Polster angehäuft – ich habe keine Rechnungen geschrieben, daran liegts also nicht – und ich frage mich halt nur wie das kommt.

Abgesehn mal davon ist ein Haushaltsbuch tatsächlich recht nützlich und praktisch. Man darf halt nur nicht vergessen nicht zu schummeln, sonst bringts nichts. Aber dank des Moleskines weiß ich recht gut was ich am Tag ausgebe.

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Unendliche Möglichkeiten – quasi

Bundesarchiv Bild 183-1985-0423-004, Leipzig, ...
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Nachdem die anfängliche Skepsis gewichen ist und ich festgestellt habe, dass man mit den Dozenten reden kann ist die Maßnahme gar nicht so tragisch. Wir hatten nur alle einen blöden Start. Gut. Abgehakt. Weitermachen.

Heute hatte ich das Erstgespräch mit der Sozialpädagogin – und DAS, liebe ARGE, DAS nenne ich mal besonders gute FOERDERUNG. Anstatt einen nur immer unter Druck zu setzen mal Alternativen aufzeigen. Mal schauen, was man machen könnte. Momentan tut sich bei mir da so Einiges.

Vor allem danke ich euch allen, die ihr sofort gefragt hat ob und wann und wie ich ein Praktikum machen kann – ich habe jetzt die Einzelheiten geklärt und die erste Chefin wartet ja schon auf mich. Ich muss am Montag halt nur die Daten im Büro abgeben – ich glaube da werden alle begeistert sein.

Übrigens: Ich verstehe gar nicht warum alle spontan die Flucht ergreifen wenn es um Arbeiten in der Küche geht. Ich meine, ich bin ja nicht soo der Koch – ähm – gewesen, das hat sich etwas durch Lu geändert – und zwar so, dass ich langsam und allmählich meine Kleidergrößen reduzieren kann. Aber Küche macht definitiv Spaß. Man hat zu tun, kann sich einbringen und wenn halt nichts ist schnappt man frische Luft. Man KANN natürlich auch 8 Stunden am PC sitzen oder Bewerbungn schreiben – wenn die unbedingt wollen, ich halte die nicht auf. ;-)

Wobei meine Dozentin meinte, man könne definitiv abnehmen wenn man morgens auf Käse und Wurst verzichten würde und Abends halt Kohlehydrate weglässt. Letzteres mache ich ja fast immer, aber dass man tatsächlich abnimmt wenn man normales Brot – kein Knäcke! Hat Kalorien ohne Ende! – mit Nutella isst oder Marmelade, das war auch mir neu. Aber da die Dozentin für HoGa ist, muss die das ja wohl wissen. Vielleicht mal ausprobieren. ;-)

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links for 2010-09-17


Eine Frage der Kleidung

Immer noch ernte ich erstaunte und schmunzelnde Blicke – sofern Blicke schmunzeln können – wenn ich in Anzug und mit Krawatte beim Maßnahmenträger erscheine. Ich mache mir da sowieso nichts draus, schließlich geht es nur gute Freunde etwas an was ich privat nach Feierabend mache und wie man weiß sind gute Freunde bei Maßnahmen selten. Gute Bekannte schon eher.

Allmählich sollte das klar sein, dass ich mich nicht für was Besseres halte in der Hinsicht. Auf den ersten Blick könnte das schon sein, aber wer mich kennt weiß, dass ich Sozialkompetenzen besitze. Sonst hätte ich meinen Beruf wohl auch komplett verfehlt, wer mit Kunden umgeht muss ein gewisses Maß an Kompetenz in dem Bereich besitzen. Dafür habe ich halt woanders Defizite, aber dazu ist diese Maßnahme ja auch da: Diese zu erkennen und zu beheben. (Sagen wir es so: Kasse während der Küchentage demnächst nur zu zweit und dann mit jemanden, der das schon länger macht als ich…)

Wenn es klar ist, dass ich in der Küche bin tauche ich auch nicht im Hemd und Anzug auf. Wobei auch hier einige Teilnehmer durchaus so rumlaufen wenn sie in der Küche sind, manchmal ist das auch etwas unerwartet – dann gibts aber Schürzen. Kein Problem. Es ist halt nur so dass ich an bestimmten Tagen ein enges Zeitfenster habe und dann lohnt ein Weg nach Hause zum Umziehen nicht. Da ich aber mittlerweile kund und zu wissen getan habe, was ich während meiner Freizeit mache – ich arbeite nebenbei, ich glaube ich bin der Einzige der das – ähm – legal und angemeldet tut – habe ich kein Problem damit.

Wer sich unbedingt das Maul zerreißen will findet sowieso immer was. Zudem: Ich will so schleunigst wie möglich in den ersten Arbeitsmarkt – ich bin momentan bei den Bewerbungsbemühen locker die Hälfte über meinem Soll und habe mir bestätigen lassen, dass eine Anschreiben spitze sind. Es liegt also nicht daran, dass ich mich nicht bemühe. Aber das sollte eh klar sein. Generell sollten wir uns eh von der Vorstellung verabschieden, dass es genug Arbeit für alle gäbe, aber das ist ein Thema für einen ganzen Diskurs…


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