Wer mich kennt weiß, dass ich im Grunde meines Herzens zu gut für diese Welt bin: Hilfsbereit, freundlich, immer bereit alles für den Anderen zu tun, fair im Umgang mit der Kommunikation so weit es geht. Wer allerdings meint mich ausnützen zu können oder Spielchen mit mir zu spielen, der sollte sich darauf gefasst machen es mit einem sehr, sehr fiesem Menschen zu tun zu bekommen. Traut man mir nicht zu, gelle? Aber doch, wenn ich nach mehrmaligem Nachfassen merke, dass jemand gegen mich arbeitet biete ich Paroli.
Das kann dann sehr subtil sein, das kann dann auch im Rahmen einer kleinen Kampagne geschehen. Nachdem ich einige Arbeitsstellen hinter mir habe in denen es nicht optimal lief habe ich meine Erfahrungen gezogen und durchaus auch etwas aus diesem Scheitern gelernt. Wobei ich mich persönlich von aller Angst vor dem Scheitern gelöst habe. (Danke, Lambo, das Bibcamp3 war in dieser Hinsicht wirklich nützlich.) Früher habe ich die Schuld an allen Fehlern gerne bei mir selbst gesucht, jetzt weiß ich: Es gibt immer zwei Seiten der Medaille und Kommunikation ist solch eine Medaille. Dass wir uns verständigen können ohne uns immer gegenseitig an die Gurgel zu gehen erstaunt mich immer wieder.
Ich weiß wo meine Schwächen liegen und wo mein Stärken und kann damit umgehen. Mein Gott, so dramatisch ist das nicht wenn ich keinen Nagel in die Wand bekomme. Dafür kann ich halt andere Dinge besser – und ich glaube so allmählich merkt man das auch in der Maßnahme selbst. Wobei: Wer den Beruf des Bibliothekars bzw. des Assistenten an Bibliotheken immer noch mit dunklen Kellern, muffigen Büchern und kundenfeindlichem Gebahren verknüpft, der irrt. Natürlich ist auch hier eine gewiss Souveränität im Umgang mit Kunden angebracht – und wenn man das nicht verinnerlicht, dann ist man im falschen Beruf. Absolut.
Ich versuche ja auch immer es am Arbeitsplatz allen Leuten so einfach wie möglich zu machen – es gibt nichts Schlimmeres als ein mieses Arbeitsklima. Wer jeden Tag aufsteht mit dem Gedanken: „Oh mein Gott, ich muss da schon wieder heute hin, dass kann ja nicht gut enden“ sollte auf jeden Fall überlegen ob das sichere Einkommen vielleicht doch vernachlässigenswert ist. Bewußtmanchen – danke Herr Watzlawick – sollte man sich auch immer, dass es mindestens immer drei Möglichkeiten gibt um seine Entscheidung zu ällen. Das simple manipulative Schwarz-Weiß-Denken mögen die Hexen bei MacBeth ja durchaus und es ist dessen Fehler, wenn er die Prophezeiungen der Schwestern der Nacht als bahre Münze nimmt – und versucht, sie zu erfüllen. Hallo Ödipus… Ich warte dann auch meistens immer etwas ab und geben dem Gegenüber eine faire Chance. Wer einmal einen Fehler macht – kein Thema, dafür muss ich nicht gleich zum Chef rennen, das macht man in der Regel auch erst nur dann wenns keine andere Lösung gibt. (Ansonsten ist nämlich genau das das Verhalten eines Kleinkindes, dass die Mutter holt nur um unbedingt Recht zu bekommen.) Wenn aber etwas offenbar Methode hat und ich das definitiv auch nicht klären kann – und wenn jemand mit fiesen Mitteln arbeitet – dann muss man sich nciht wundern wenn ich reagiere. Und dann, ihr Lieben, kann ich sehr, sehr fies werden…
Desweiteren übrigens gibt es einen Unterschied zwischen Persönlich und Privat. Persönlich sind Dinge, die ich ins Internet schreibe, aber private Angelegenheiten werdet ihr in der Regel bei mir nicht finden. Keine Photos, die ich selbst eingestellt habe, keine namentliche Nennung von Verwandten oder Bekannten – persönlich aber erzähle ich gerne allgemein was so passiert. Klar, ich kann das alles auch anonym machen – aber ich stehe in der Regel zu meinem Content. Und wenn einem was nicht passt: Mail steht im Impressum. Vielleicht auch die angenehmere Variante als sofort zum Chef zu laufen und sich über andere Kollegen zu beklagen. Wer mir allerdings deutlich signalisiert, dass er nichts mit mir zu tun haben möchte – bitteschön. Ich bin nicht auf solche Leute angewiesen, mehr als sagen und den Versuch der Vermittlung zu starten kann ich auch nicht… Achselzuck.