Monatsarchiv: September 2010

Wie man allgemeine Bemerkungen auffasst…

Da ich schon wieder gelöchert werde: Der Eintrag über Leu, Tiger und Co. hat tatsächlich keinen konkreten Anlass oder Hintergrund. Das sind, mag der Halbsatz mit Bezug auf die Maßnahme so erscheinen – aber selbst das ist eine allgemein Feststellung mit keinem Bezug auf irgendeine Person, da muss man den Text mal wirklich genau studieren, wirklich nur allgemeine Überlegungen und Reflektionen zu dem Thema. Zu welchem habt ihr schon gemerkt.

Aber eigentlich habe ich das ja schon im Kommentar zum Kommentar – hmm – geschrieben. Ihr Lieben, weder habe ich zu meiner Zeit im Ministerum, noch während meiner anderen Maßnahmen Informationen ins Netz gestellt, die irgendwie privater Natur wären. Dass zwischen persönlich – Dinge, die ich anderen Leuten auch auf der Straße erzählen würde – und privat – Dinge die euch gar nichts angehen – in Unterschied besteht, das sollte wohl allmählich klar sein. Über die Frage inwieweit sich das Blog-Ich in meinem eigentlichem Ich spiegelt habe ich oft genug nachgedacht.

Leute, ich mag zwar manchmal naiv erscheinen, aber gerade wer meine Netzaktivitäten verfolgt wird wissen, dass ich keineswegs so doof bin. (Ich arbeite unter anderem seit knapp anderthalb Jahren für die Duisburger Philharmoniker und bis Ende des Jahres noch für die Stadt.) Wer aber in sehr allgemeinen Aussagen ein Bild von sich selbst sieht sollte man genauer in sein Innenleben horchen – laut Lichtenberg kann das Buch und ich erweitere das für jeden Text nur ein Spiegel sein: Wenn ein Affe reinschaut, schaut auch ein Affe wieder heraus.

Andererseits: Jeder Kommentar wird von WordPress mit der aktuellen IP bei mir im Backend angezeigt. Und es ist ein Leichtes dann herauszufinden wer den Kommentar geschrieben hat. Ich bin natürlich nicht verantwortlich für das, was andere kommentieren – außer es verlässt den Boden des Grundgesetztes oder ist sonstwie problematisch. Aber das solle eigentlich jedem klar sein…


Wiederbegegnung mit Persephone

Mein erstes richtiges Projekt, dass ich bei den Philharmonikern begleitet habe – sozusagen mein Einstand – war das Kinderkonzert im Dezember 2008. Persephone. Eine sehr schönes Musical, eine tolle Kinderoper, man kann das Stück nicht so recht in eine Schublade packen, die Musik ist spritzig und modern, das Thema ist halt die Erklärung der alten Griechen für die Jahreszeiten. Demeter – Persephone – Hades.

Heute beim Tag der offenen Tür im Theater kam die Chorleiterin freudestrahlend auf mich zu. „Wir spielen Persephone“.
„Ich weiß,“ musste ich dann grinsen. Schließlich hatte ich das Programm des Tages beim 2. Profilekonzert – also in dessen Pause – studiert. Dass allerdings ein kompletter Durchgang geplant war, wußte ich dann doch nicht. Und so habe ich die Geschichte nochmal erlebt. Mit fast denselben Sängern wie damals. Noch ohne Kostüme. Noch mit Klavier – ich vermute im Februar wirds wieder die Bearbeitung von Friedmann Dreßler geben. Und der hat 2008 schon mitten in der Pause zum damaligen 5. Philharmonischem Konzert erzählt, was ihn am Stück gereitzt hat. Long tail rules!


links for 2010-09-26


Farscape-Attitüde

Wenn man keine Angst vorm Scheitern hat, dann kann man das Leben viel gelassener nehmen – das war bei mir ein sehr langer Prozeß bis ich das verstanden habe, aber Souveranität ist auch nicht von heute auf morgen da. Was ich aber schon früh verstanden habe: Man kann bei Technik eigentlich nichts kaputt machen. Das wiederum habe ich von der besten SF-Serie aller Zeiten gelernt. Farscape.

Während Star-Trek immer einen schönen Technobabble aufbaut – Heisenberg-Kompensatoren! – reicht bei Farscape einfach nur der Hinweis: „Das ist eine Waffe. Hier ist der Knopf, drück drauf.“ Das bekommt in einer Episode Rygel fast wörtlich so von Aeryn gesagt. Und das ist etwas, was ich dann doch gut kann: Man gebe mir ein Gadget in die Hand, lasse mich ausprobieren und ich komme damit zurecht.

So habe ich heute für den Vortrag von Eva Ihnenfeld Photos gemacht – und bekomme gerade per Twitter das Feedback, dass die ja ganz toll geworden seien. Die Kamera an sich habe ich nie vorher gesehen. Ebensowenig wußte ich wie die funktioniert. Ein paar Minuten lang mal ausprobiert wie dies und das geht, aha, das ist ein Display zum Ausklappen, aha, da gehts an, aha, Zoom ist hier – und dann einfach mal draufgedrückt. Das Ergebnis gefiel, obwohl ich kein Fotograph bin. Noch nicht mal, wie Stefan Meiners es sagen würde, ein Knipser. Ich bin Texter. Notfalls kann ich auch Video. Spontan kann man mir aber auch eine Kamera in die Hand drücken und ich mache Photos. (Spontan kann man mir auch eine große echte Blinkenlichtkamera in die Hand geben und mich einweisen und ich mache Videos vom BarcampRuhr. ;-) )

Ich behaupte jetzt nicht, dass die gut sind – professionelle Photographen können das bestimmt weitaus besser als ich. Ebenso wie der Videopunk natürlich haushohe bessere Webvideos macht als ich. Seitdem der von der WAZ weg ist, ist die Qualität da ja auch den Bach runtergegangen – das darf man hier ja wohl nochmal sagen. Und überhaupt. ;-) Was steht nochmal in meiner Bewerbung drin? Flexibilität? Na und ob.

Und so sieht das dann aus wenn ich Photos mache:


Willkommen in der Xing-Welt

Die Start-Messe in Essen ist, dass muss man sich klar machen wenn man da hinfährt und sich informieren möchte, erstens eindeutig gründerorientiert. Wer alles über Gründungen erfahren möchte, über Kapitalbeschaffung, über Steuern und gesetzliche Regelungen beim Gründen – der ist bei der Start-Messe sicherlich gut aufgehoben. Thema in Essen ist auch immer das Franchising – also sowas wie Backwerk, Mr.Chicken – den kannte ich echt noch nicht, spezialisiert auf Hühnerfleisch offenbar. Dass PORTAS tatsächlich auch in diese Marge passt – also damit hat man mir meinen Kindheitstraum geraubt, ich dachte immer die freundliche nette Mann aus der Werbung sei tatsächlich… Aber schon erstaunlich, mit was man alles Geld machen könnte, wenn man denn nur wollte. Jedenfalls: Das ist die Zielgruppe der Start-Messe Essen, Gründerklientel. Leute im Anzug. Dafür ist die auch perfekt.

Zweitens ist die Start-Messe auch natürlich Kontaktbörse – aber ich war eigentlich nur wegen einer Bekannten da um das mit dem bald anstehendem Praktikum zu besprechen. Die frage mich tatsächlich, ob ich mir nicht zu schade wäre dafür. Sinngemäß. Worum es genauer geht erzähle ich wenn es so weit ist, aber ich kann schon mal verraten dass das B1st eine Rolle spielt. Sowas wie das Tectrum hier in Duisburg. Na gut, auf der Start-Messe waren auch noch die Rheinschafe da, die ich aber auch nächste Woche noch sehen werde zur Eröffnung der neuen Weide. Freue mich sehr darauf.

Insofern war der Besuch der Messe für mich nicht besonders lohnend, hat aber viel, viel Spaß gemacht. Na ja, ich habe jetzt einen USB-Stick mit 2 GIG zu Hause, einen praktischen Taschenhalter, den man einfach aufs Regal klemmt – sowas gibts? Toll – Softwarepakete für Gründer en masse und zudem jede Menge nützlicher Informationen. Nicht für mich, aber für andere halt. Wobei: Es gibt auch auf der Start-Messe jede Menge Leute, die vermutlich etwas mit SEO in ihrem Twitterprofil stehen haben, im Grunde aber keine Ahnung von nichts besitzen. Zweien solcher Dozenten bin ich heute begegnet. Reicht für einen Tag. :-)

Die Rheinschafe und die Geschäftsführerin von Steadynews scheinen allerdings hinter den Kulissen noch an irgendwas Wichtiges für Duisburg und Umgebung zu werkeln. Und ich habe den Verdacht, die planen mich irgendwie für irgendwas ein, aber nichts Genaues weiß ich nicht.


links for 2010-09-25


Wage nicht den Leu zu wecken, gefährlich ist es Tigers Zahn

Wer mich kennt weiß, dass ich im Grunde meines Herzens zu gut für diese Welt bin: Hilfsbereit, freundlich, immer bereit alles für den Anderen zu tun, fair im Umgang mit der Kommunikation so weit es geht. Wer allerdings meint mich ausnützen zu können oder Spielchen mit mir zu spielen, der sollte sich darauf gefasst machen es mit einem sehr, sehr fiesem Menschen zu tun zu bekommen. Traut man mir nicht zu, gelle? Aber doch, wenn ich nach mehrmaligem Nachfassen merke, dass jemand gegen mich arbeitet biete ich Paroli.

Das kann dann sehr subtil sein, das kann dann auch im Rahmen einer kleinen Kampagne geschehen. Nachdem ich einige Arbeitsstellen hinter mir habe in denen es nicht optimal lief habe ich meine Erfahrungen gezogen und durchaus auch etwas aus diesem Scheitern gelernt. Wobei ich mich persönlich von aller Angst vor dem Scheitern gelöst habe. (Danke, Lambo, das Bibcamp3 war in dieser Hinsicht wirklich nützlich.) Früher habe ich die Schuld an allen Fehlern gerne bei mir selbst gesucht, jetzt weiß ich: Es gibt immer zwei Seiten der Medaille und Kommunikation ist solch eine Medaille. Dass wir uns verständigen können ohne uns immer gegenseitig an die Gurgel zu gehen erstaunt mich immer wieder.

Ich weiß wo meine Schwächen liegen und wo mein Stärken und kann damit umgehen. Mein Gott, so dramatisch ist das nicht wenn ich keinen Nagel in die Wand bekomme. Dafür kann ich halt andere Dinge besser – und ich glaube so allmählich merkt man das auch in der Maßnahme selbst. Wobei: Wer den Beruf des Bibliothekars bzw. des Assistenten an Bibliotheken immer noch mit dunklen Kellern, muffigen Büchern und kundenfeindlichem Gebahren verknüpft, der irrt. Natürlich ist auch hier eine gewiss Souveränität im Umgang mit Kunden angebracht – und wenn man das nicht verinnerlicht, dann ist man im falschen Beruf. Absolut.

Ich versuche ja auch immer es am Arbeitsplatz allen Leuten so einfach wie möglich zu machen – es gibt nichts Schlimmeres als ein mieses Arbeitsklima. Wer jeden Tag aufsteht mit dem Gedanken: „Oh mein Gott, ich muss da schon wieder heute hin, dass kann ja nicht gut enden“ sollte auf jeden Fall überlegen ob das sichere Einkommen vielleicht doch vernachlässigenswert ist. Bewußtmanchen – danke Herr Watzlawick – sollte man sich auch immer, dass es mindestens immer drei Möglichkeiten gibt um seine Entscheidung zu ällen. Das simple manipulative Schwarz-Weiß-Denken mögen die Hexen bei MacBeth ja durchaus und es ist dessen Fehler, wenn er die Prophezeiungen der Schwestern der Nacht als bahre Münze nimmt – und versucht, sie zu erfüllen. Hallo Ödipus… Ich warte dann auch meistens immer etwas ab und geben dem Gegenüber eine faire Chance. Wer einmal einen Fehler macht – kein Thema, dafür muss ich nicht gleich zum Chef rennen, das macht man in der Regel auch erst nur dann wenns keine andere Lösung gibt. (Ansonsten ist nämlich genau das das Verhalten eines Kleinkindes, dass die Mutter holt nur um unbedingt Recht zu bekommen.) Wenn aber etwas offenbar Methode hat und ich das definitiv auch nicht klären kann – und wenn jemand mit fiesen Mitteln arbeitet – dann muss man sich nciht wundern wenn ich reagiere. Und dann, ihr Lieben, kann ich sehr, sehr fies werden…

Desweiteren übrigens gibt es einen Unterschied zwischen Persönlich und Privat. Persönlich sind Dinge, die ich ins Internet schreibe, aber private Angelegenheiten werdet ihr in der Regel bei mir nicht finden. Keine Photos, die ich selbst eingestellt habe, keine namentliche Nennung von Verwandten oder Bekannten – persönlich aber erzähle ich gerne allgemein was so passiert. Klar, ich kann das alles auch anonym machen – aber ich stehe in der Regel zu meinem Content. Und wenn einem was nicht passt: Mail steht im Impressum. Vielleicht auch die angenehmere Variante als sofort zum Chef zu laufen und sich über andere Kollegen zu beklagen. Wer mir allerdings deutlich signalisiert, dass er nichts mit mir zu tun haben möchte – bitteschön. Ich bin nicht auf solche Leute angewiesen, mehr als sagen und den Versuch der Vermittlung zu starten kann ich auch nicht… Achselzuck.


Herzlichen Glückwunsch, Evangelisch.de

Heute vor einem Jahr startet das Portal der evangelischen Kirche. Ich selbst bin erst seit dem 02.10. aktiv, ab da war die Blogfunktion eingeschaltet. Die Community selbst aber startete damals mit einem Gottesdienst und seitdem hat es viele, viele nette Begegnungen – zuletzt auf dem Kirche 2.0 Barcamp in Frankfurt – gegeben und vor allem ist Evangelisch.de ein Angebot, welches sich nicht nur für evangelische Christen eignet sondern offen für alle ist. Nachrichten mal anders gesehen und bewertet halt.

Na dann – Happy Birthday, liebes Team. Für meinen Bloggeburtstag habe ich was Spezielles vorbereitet übrigens…


links for 2010-09-24


links for 2010-09-23


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