Monatsarchiv: Juli 2010

links for 2010-07-30

  • Das Original-Video war ja schon großartig, aber die Szene in der der Stormtrooper versuch sich zu bücken… Prust…
    (tags: Fun)
  • "Die Duisburger Linke sagt Ja zur Loveparade, wenn Sponsoren die Kosten übernehmen." versus "Wir waren von Anfang an skeptisch gegenüber der Durchführung einer solchen Riesenveranstaltung in Duisburg." – Da dann der Rat ja beschloss, dass keine Mittel der Stadt in die Loveparade investiert werden darf ich annehmen, dass die Kritik der LINKEN dann wohl schlagartig verpufft ist. Jedenfalls las man dann lange nichts mehr zum Thema in den Archiven der Duisburger Pressemeldungen oder sonstwo…
    (tags: Politik)
  • Ach so ist das…
    (tags: wissenschaft)
  • "Das Problem ist vielmehr: Warum schaffen so viele Kreative es heute nicht mehr, den Leser mit einer Anzeige so zu erreichen, dass der sich a) angesprochen fühlt, b) sich mit dem Angebot beschäftigt und sich c) zum Point of Sale bewegt?"
  • "Wenn ich daran denke, weswegen die Bischöfinnen Käßmann und Jepsen zurücktraten, frage ich mich, warum gestandene Männer nicht eine ähnliche Haltung schaffen."
    (tags: politik)
  • "Sources at YouTube tell us that online video giant will soon increase the maximum duration of uploaded video clips from 10 minutes to 15 minutes. The move may not mean much to some, but if you're a YouTube uploader, the increase would mean significantly less chopped-up installments of longer form works, and subtly redefine the medium, given that YouTube is the largest video hosting service online."- Bei VIMEO gibt es meine ich keine Längenbegrenzung, allerdings nur 500 MB im Freeaccount und eine lästige Wartezeit nach dem Hochladen…
    (tags: Video)
  • "Wir sagen JA zur Love Parade, wenn Sponsoren gefunden werden, die die Kosten schultern, aber es darf keine Finanzierung auf Kosten der Bürger geben. Auch verdeckte Zuschüsse aus städtischen Betrieben oder eine von der Bezirksregierung – trotz Haushaltssicherungskonzept – geduldete Kreditaufnahme, also eine Finanzierung, für die letztlich wieder die Steuerzahler aufkommen müssten, lehnt DIE LINKE ab." – Da mache sich jetzt jeder seinen Reim drauf, es gibt 2009 im Archiv nichts zum Thema, auch 2008 habe ich nichts gefunden. Und ich habe jede einzelne Seite rückwärts angeklickt…
    (tags: politik)

links for 2010-07-29

  • Kein Kommentar.
    Download now or watch on posterous Trauermarsch_der_MSV-Fans.wmv (34983 KB) …

Surrealer Erlebniszustand

Es ist immer so leicht aus dem stillen Kämmerlein und aus der Ferne zu urteilen – vor allem zu verurteilen. Ich selber enthalte mich jeden Kommentars zur Frage der Verantwortung oder den Schuldigen bei der Loveparade, das ist Sache der Staatsanwaltschaft. Momentan ist das Geflecht wer wo wann versagt hat als Außenstehender eh nicht auseinanderzu halten. Wobei es ja auch Leute gibt, heute im Bus erlebt, die meinen, die Leute seien selbst schuld weil sie da hingegangen wären – hätten sie ja nicht tun müssen. Wie zynisch das ist und wie verachtend muss ich ja nicht sagen.

Immerhin war ich auf dem Gelände, habe die friedliche Stimmung dort erlebt und ich kann durchaus verstehen, wenn von Außen der Eindruck erscheint, dass die Organisatoren zynisch gehandelt haben als sie weiterhin die dort Feiernden beschallt haben. Sicherlich richtig: Man hätte den Stecker vor 23:00 Uhr ziehen können. Andererseits…

1.) Mit einer weiteren Massenpanik wäre zu keinem Zeitpunkt – zu keinem – jemanden gedient gewesen. Wie ich das auch schon am Abend selbst twitterte wäre die Chance zu einer weiteren Katastrophe gegeben gewesen. 21 Tote sind schlimm genug, wenn an diesem Abend aber eine Menschenmasse wie bei Pamplona nochmals versucht hätte vom Gelände wegzukommen… Die Folgen wären verheerend gewesen.

2.) Mein Freund Christoph war auf dem Gelände auf der Loveparade. Ich habe mehrmals versucht ihn anzurufen, aber das Funknetz war selbst bei mir an diesem Abend gestört. Erst als Christoph das Gelände verlassen hat, hat er von dem Drama erfahren. Seine Erfahrungen bestätigen auch die vielen Augenzeugenberichte. Die Information drang an diesem Abend teilweise zu den Anwesenden gar nicht durch – und nicht jeder, der eine gute Zeit hat wird auf das Klingeln des Handys geachtet haben, wenn er es überhaupt gehört hat. Insofern kam es zu dieser sehr surrealen Begebenheit, die auch beim WDR sichtbar wurde – einerseits gab es schockierte Reaktionen, andererseits wurde auf dem Gelände nach wie vor gefeiert. Dass ich das ebenfalls als surreal empfand kann man in meiner Timeline bei Twitter nachlesen.

Ja, auch ich habe mich gefragt ob man nicht vorher hätte Schluss machen können. Das ist nicht geschehen. Andererseits ist es natürlich jetzt reichlich bequem Leute zu verdammen, die einfach nur eine gute Zeit hatten und vom Unglück nichts mitbekommen haben. Deren Schuld ist das nun sicherlich nicht. Aber klar, wer mit den Wölfen heult muss natürlich auch sowas behaupten.


links for 2010-07-28


Loveparade: Berichten – ja, aber wie?

Betteln um RTs im Vorhinein: Schlechter Stil der WAZ

Auf dem Weg zurück vom Tunnel stellte sich die Frage zwischen uns wie man momentan berichten sollte, vor allem angesichts der Tatsache, dass die Medien momentan dort regelrecht kampieren. Natürlich wären Bilder von friedlich feiernden Menschen uns allen lieber gewesen. Die Katastrophe im Tunnel wirft allerdings die Frage auf: Wie angemessen berichtet man jetzt von solch einem Event? Geht das überhaupt?

Es ist ein Konflikt, der auch in mir schwelt. Einerseits muss natürlich auch der über die Ereignisse informiert werden, der nicht vor Ort war – wobei, muss? Die Öffentlichkeit habe ein Recht darauf Informationen zu bekommen klingts mir in den Ohren und ein Teil von mir stimmt da durchaus zu. Wenn es um Daten und Fakten geht, die zum Unglück geführt haben, dann ja. Wenn es um persönliche Bilder der Opfer oder von Leichen direkt vom Tatort geht, dann nicht.

Es ist wie immer im Leben eine Frage der Dosierung. Man kann natürlich objektiv und sachlich berichten – ein Beispiel dafür wäre der WDR, der mit seinen Sondersendungen einen sehr guten Job gemacht hat. Man kann die ganze Facetten des Dramas einfangen ohne einen Hauch von Boulevard. In diesem Falle, wenn es um die sachliche Vermittlung geht, die „objektive“ Berichterstattung sollte das in Ordnung sein.

Leider sind nicht alle Photoreporter so wie mein Kollege Stephan, der bewußt die Bilder von Tod und Leichen nicht veröffentlicht hat. Weder in seinem Blog noch bei Xtranews. Leider ist der Voyerismus in uns Menschen manchmal so groß, dass wir einfach Bilder veröffentlichen, die generell keinen Wert für die Berichterstattung an sich haben. Die Würde des Menschen ist unantastbar auch im Tod. Dass gewisse Zeitungen das gerne übersehen spricht nicht für sie. Aber dennoch werden sie gelesen.

Ich verurteile momentan übrigens auch keinen an der Stadtspitze per se. Aber: Ein Oberbürgermeister ist jemand, der nicht nur die Stadt auf Empfängen repräsentiert sondern jemand, der auch verantwortungsvolle Aufgaben hat. Eine Verantwortung, die man nicht später übernehmen kann – eine unglückliche Formulierung übrigens, aber nicht die einzige in den letzten Tagen. Mag sein, dass die Verantwortlichen unter Schock standen, mag sein, dass einige hilflose Formulierungen am Sonntag in der PK der Verarbeitung geschuldet sind. Dennoch wäre es zumindest statthaft gewesen zu sagen, dass man als Stadt Duisburg Fehler gemacht hat, dass diese jetzt untersucht werden. Dass notfalls persönliche Konsequenzen gezogen werden. Dies ist unterblieben. Stattdessen ist momentan das muntere Zuschieben des Schwarzen Peters im Gange. Keiner wills gewesen sein…

Wie dem auch sei: Die nächsten Tage und Wochen erdrückt das Thema jedenfalls leider das, was bisher in Duisburg gut war. Vergessen sind die erfolgreichen Akzente. Vergessen ist INTERFACES. Vergessen ist TWINS. Wenn man von Duisburg in den überregionalen Medien hört, dann sind es Mafiosi, Bandidos und die Loveparade. Traurig, dass sich für die guten Nachrichten nur wenige Menschen interessieren, aber gute Nachrichten bringen keine Quote. Oder wie Brecht es formulierte: „Die Welt ist arm, der Mensch ist schlecht, da hat er eben leider recht.“ Traurig.


links for 2010-07-26


Die WAZ und ich | eine Hassliebe

Man könnte meinen ich würde generell und prinzipiell die Kollegen von der WAZ mit konstruktiver Kritik belegen. So aus Prinzip. Also: Ein Troll sein was die WAZ anbelangt. Nicht unbedingt.

Wißt ihr – ich bin Autor, Texter und Blogger. Der Unterschied zwischen den drei Begriffen sollte klar sein. Wobei das Wort Texter einen etwas anrüchigen Klang haben könnte, aber irgendwer muss ja auch mal die Dinge machen, die Journalisten so gerne kommentarlos übernehmen. Pressemitteilungen z.B. Das machen ja keine Journalisten in der Regel – die schreiben die Dinger ja meistens nur um – sondern halt Texter oder die PR-Abteilung. Texter passt also durchaus auch auf mich zu, Autor – na ja, da gibts so einen Roman von mir und Blogger ist eh klar. Sagen wir: Blogger mit großem enthusiastischem Fortbildungseifer. Gut, ich habe mal Nachrichten fürs Radio geschrieben, daher weiß ich zumindest wie Nachrichten sein sollten. Pyramidenprinzip, ihr versteht? Hufeisen oder so.

Daher bin ich eigentlich ein ganz kleines Licht was die Beurteilung von journalistischen Begebenheiten angeht. Nur: Ich habe Standards. Die mag man nicht immer in den Texten von mir wiederfinden, aber ja, es gibt sie. Vor allem was journalistische Texte belangt. (Mag sein, dass meine Pressekonferenz-Mitschriften viel zu lang sind, ja, dass manchesmal auch ich deftig in den Bratwurstjournalismus geriet, okay, Fehler passieren.)
Genau: Fehler passieren. Und ich finde das auch gar nicht schlimm wenn man Fehler macht, weil man nur so lernen kann.

Allerdings: Die Standards, die die WAZ momentan hat, die sind – sagen wir – aus meiner Perspektive irgendwie so – niedrig. Ich verstehe es ja durchaus wenn man über nette Tiere, verlorene Schmusetierchen auf der A40 oder andere Themen berichtet, die halt im Lokalen passieren – ehrlich gestanden: Würde ich auch glatt machen. Aber ich habe den Eindruck, dass diese Art von Journalismus in der WAZ bzw. dem Westen immer mehr und mehr wird. Das, was mich wirklich vor Ort interessieren können könnte, das ist irgendwie aufgefressen worden vom Seichtem, in dem man nicht ertrinken kann.

Warum lese ich eine Lokalzeitung? Weil mich Lokales interessiert. Weltnachrichten kriege allerorten nachgeworfen – das, was vor Ort direkt passiert, das ist es doch was mich interessiert als Leser. Diese Nachrichten möchte ich dann auch in einer guten Qualität vorliegen haben. Hey, das mit dem Qualitätsjournalismus war ja nicht meine Idee als Blogger, das Ideal kam von den Journalisten selbst. Insofern: Wenn Journalisten als ständig was von Qualität faseln, möchte ich das auch lesen.

Tue ich aber nicht.

Also nicht ständig.

Seltenst.

Und genau das ist das Problem: Journalisten genügen den hohen Idealen öfters nicht, die sie aufstellen. Nicht alle Journalisten per se sind so, es gibt Journalisten, die ich auch sehr gern lese und habe. ;-) Aber wenn man Ansprüche in die Welt setzt und sie dann nicht hält darf man sich schon fragen, warum das nicht der Fall ist. Und in der WAZ finde ich die Qualität einfach nicht. Das Meiste was ich finde sind Agenturmeldungen oder abgedruckte – noch nicht mal umformulierte, die PR-Abteilung freut sich immer sehr darüber – Pressemitteilungen. Nichts gegen Meldungen und Pressemitteilungen. Um Gottes Willen.

Warum ich dennoch DerWesten.de besuche? Na ja, die RP hat halt eine gewisse Tendenz, die ich als Ergänzung zum Westen zwar gut und richtig finde, aber alleine die RP? Oh dear… Und es gibt ja Dinge, die manchmal gut sind bei DerWesten. Schreibe ich dann ja auch.  Ist ja nicht so als ob ich die generell verdammen würde, nein. Andererseits ärgere ich mich IMMER über Wackler, Schubser oder andere Dinge in meinen Webvideos – einfach weil ich für den Inhalt geradestehe und einen bestmöglichen machen möchte. Wenn ich dann so mal die WAZ-Videos anschaue, die nach dem Weggang des Videopunks entstanden sind – uiuiuiuiuiuiuiui…


links for 2010-07-24


Neues Spielzeug: Sony Reader Pocket Edition PRS-300

Vor ungefähr knapp einem Jahr habe ich in der Inetbibliste einen Kommentar zum Thema Ebooks abgegeben, der ungefähr so lautete: „Ob es nun gefällt oder nicht, der Sony eBook-Reader wird für eBooks das sein was der Apple iPod für MP3s war.“ Damals war der eBook-Reader – das Vorgängermodell – der erste, der in Deutschland auf dem Markt war. Geliebäugelt mit dem Kauf eines solchen Geräts hatte ich schon als es noch sowas wie des Rocket Ebook oder den Franklin eBookman gab – lang, lang, ist das her. :-) An dieser Stelle möchte ich übrigens Apple einmal ausführlich danken: Da ja jeder hippe Kommunikationsjunkie jetzt meint ein iPad besitzen zu müssen sinken die Preise für die reinen Ebookreader momentan so, dass man die sich auch leisten kann. Wenn man etwas dafür spart. :-)

Mein Exemplar habe ich seit einer knappen Woche, es ist nicht silbern und auch nicht pink sondern tiefblau mit einem Stich ins Schwarze. Das Gerät selbst ist etwas größer als DIN-A-5, im Lieferumfang enthalten das USB-Kabel und Handbuch. Sony war so nett das Gerät etwas voraufzuladen, so dass man gleich nach dem Entpacken loslegen kann. Vorinstalliert sind einige Auszüge aus mehr oder weniger aktuellen Bestsellern sowie zwei französische Public-Domain-Titel. Netterweise ist Douglas Adams Hitchiker als Auszug in Englisch dabei. Gute Wahl also. ;-)

Software des Sony E-Readers

Wie bei UMTS-Sticks hat das Gerät die Software in sich selbst – USB-Kabel an Rechner anschließen, Gerät wird als USB-Device erkannt, dann Software installieren – fertig. Die Software – klick aufs Bild machts größer – funktioniert übrigens. Das ist nun keine Selbstverständlichkeit bei elektronischen Geräten und ich habe das bisher auch nur bei der FLIP erlebt, dass eine mitgelieferte Software keine Murren und Macken hat sondern genau das tut was sie soll. In diesem Fall dient sie zur Befüllung des Ebookreaders und zum Lesen von ePub-Dokumenten auf dem Rechner. Und nicht nur von denen, schließlich kann der Sony ja auch andere Formate. PDFs zum Beispiel. Oder WORD-Dokumente.

Ich könnte natürlich eBooks auch mit dem Netbook lesen. Habe ich auch ausprobiert, das ist aber eindeutig unkomfortabel. Entweder kann man das Teil auf den Bauch legen oder aufs Bett. Ich lese aber selten Bücher auf dem Rücken, ich lese die Dinger meistens wenn ich auf der Seite liege. Schon mal versucht das Netbook so hinzustellen dass man bequem von der Seite… Ebend. Und bei aller Liebe: Ich will ja nur lesen. Ich will nicht surfen nebenbei, ich will keine Texte im Bett schreiben, ich will keine Exceltabellen bearbeiten – ich will nur eBooks lesen. Und genau das und nicht mehr macht das Ding, die Touchvariante kann ja auch noch ein bißchen mehr, aber wie gesagt: Ich will nur eBooks lesen. Bequem. Im Bett. Oder in der Bahn. Oder anderswo wo das Netbook nicht hinpasst und hingehört.

Genau das macht der Reader: Er stellt eBooks dar. Hat 512 MB, was für 330 Bücher reicht. Nicht, dass ich jemals glaube da dran zu kommen. Deswegen habe ich auch nicht die Touchvariante gekauft, die ist erweiterbar. Der PRS-300 halt nicht, damit kann ich leben. Innerhalb dieser einen Woche nach Vollaufladung habe ich sämtliche fünf Bücher des Anhalters von Adams gelesen plus die Hälfte vom kleinen Hobbit plus – weil ich neugierig war – ein Taschenbuch über Vampire, Killer und okkulte Bedrohungen – Romantasy-Teil, ganz witzig eigentlich. Akkuladebalken ging in dieser Woche dann bis zu Hälfte runter. Wer also zwei Wochen Urlaub hat könnte mit dem Akku wohl ganz auskommen.

Angenehm überrascht war ich, als der Reader von PDF-Dokumenten ohne Inhaltsverzeichnis welche erstellte. Gut, bei Shakespeares sämtlichen Werken aus der Gutenberg.org-Seite klappte das nicht ganz so, weil der Reader offenbar die fettformatierten Überschriften nimmt und sie fürs Verzeichnis verwendet – mit dem Ergebnis, dass ich jetzt fünzigmal SCENE 1 für den Shakespeare habe, aber gut. Bei den PDFs aber funktioniert das. Ebenfalls angenehm: Der Reader merkt sich an welcher Stelle man war wen man ihn ausschaltet. Das heißt, wenn man zwischendurch nicht das Buch gewechselt hat. Dafür gibts aber die Lesezeichenfunktion.

Das ist so das Einzige was ich nicht so ganz gelungen finde: Man kann mit der Software keine Lesezeichen setzen oder ich habs noch nicht gesehen. Das wäre praktisch, weil man dann nämlich die ganzen Lesezeichen, die man per Hand mit dem Reader gemacht hat auf einen Schlag löschen könnte – so muss man immer zuerst zum Lesezeichen, nochmal drücken, dann ist das gelöscht, dann zum anderen… Ihr versteht.

Drei Schriftarten kann man einstellen: Klein, mittel, groß. Wobei – und hier muss man das wieder etwas einschränken, ein weiteres Manko, man bei PDFs, die der Reader automatisch umrechnet für die Darstellung manchmal nur die Wahl zwischen zweien hat. Ebenfalls kanns passieren, dass das PDF nach dem Umrechnen einige Leerseiten hat, Sätze manchmal allein auf einer Seite stehen oder Zwischenräume nicht beachtet werden. Das stört zwar etwas beim Lesefluß, aber meistens klappt das Umbrechen der Seiten dann doch einigermaßen vernünftig. Wobei: Selbst bei dem gekauften Ebook hat der Verlag gerne mal die letzten Sätze des Kapitelendes auf eine Seite gepackt… Insofern.

Total aufgeben muss der Reader allerdings bei der Scroll-Edition von der WELT Kompakt. Das klappt so man gar nicht. Erstens wegen der Schriftgröße – klein ist echt zu klein und mittel sorgt dafür, dass der Text nicht richtig untereinander sondern nebenbeiander formatiert wird – und ab Seite 3 geht dann gar nichts mehr. Soweit zu gegen den Strich gebürsteten Formaten…

Übrigens: Wer jetzt noch meint er brauche eine gesonderte Software um diese Adobe-ID-Scheiße bei DRM-eBooks mitzumachen – der braucht sich die gar nicht zu installieren, weil die Software des Readers das nämlich auch alleine kann. Ich hab ja DRM-eBooks auch nur gekauft um zu gucken wie das mit der Übertragung und Installation klappt – und das klappt trotz der verwirrenden Anleitungen der verschiedenen Onlineshops problemlos. Ebook kaufen, bezahlen, Link gibts dann per Mail oder im eigenen Konto, runterladen, in die Software des Readers schmeißen, gegebenenfalls aktivieren – fertig.

Da es eine Menge von freien Texten im Internet gibt, die auch schon ePub-Format formatiert sind – gut, mein Französisch dürfte für die Troi Musquetaires etwas begrenzt sein, aber es gibt ja Gutenberg.org ;-) – ist für reichlich freies Lesefutter gesorgt. Zudem kann man dann endlich auch mal die PDFs bequem lesen, die man immer schon mal lesen wollte und die am Rechner ja dann doch doof sind. Vorteil des Readers nämlich: Den kann man auch in die Sonne mitnehmen, weil der kein verspiegeltes Display hat. Und die Technologie zur Darstellung der Tinte ist wirklich gut. Selbst nach drei Stunden keine Kopfschmerzen, keine tränenden Augen. Wirklich faszinierend das.

Und ob ich immer noch glaube, dass der Sony Reader dem ersten Apple iPod beigestellt werden kann? Auf jeden Fall. Natürlich, jetzt durch die Erfindung des iPads und der ganzen Smartphones, die auch schon vorher Ebooks lesen konnten stellt sich die Frage ob ein einzelnes Gerät wirklich heutzutage noch sein muss. Ich glaube schon, dass das noch seine Berechtigunge hat – es gibt nämlich Leute wie mich, die einfach nur bequem ihre eBooks leben möchten ohne gleichzeitig zu surfen, twittern, sich mit Apples iOs rumzuschlagen oder Heidengeld für einen neuen Datentarif auszugeben… Gut, die Dinger sind nicht so populär geworden wie ich dachte, aber man kommt heutzutage an ihnen nicht mehr vorbei. Oder man kauft sich halt gleich ein iTab, aber ob das so viel besser fürs Bett ist? ;-)


Und was ich sonst noch tue…

könnt ihr ja auch mal einfach googeln gehen. – Steht ja alles im Internet über mich. – Genau. – Daher habe ich kein Privatleben. – Richtig. – Gläsern bis zum geht nicht mehr…

Warum ich das sarkastisch ausdrücke? Weil zwei Kommunikationsanfragen unabhängig voneinander reinkamen, über die ich mich geärgert habe und die deswegen nicht beantwortet wurden. Ich erzähle euch jetzt nicht genau, was die wollten aber implizit wurde schon gefragt was ich denn sonst noch so alles tun würde nebenbei.

Mit Verlaub: Erzählt ihr etwa alles aus eurem Leben wirklich allen?

Na also. Ich auch nicht. Ich frage mich nur warum Leute glauben, dass man denen alles erzählt nur weil man im Internet arbeitet. Noch seltsamer sind Leute, die dann irgendwie auch auf dem Recht beharren das unbedingt wissen zu wollen aus irgendwelchen Gründen. Ts, ts, ts. Ich meine, sie können ja gerne darauf beharren, ich darf aber auch gerne nicht darauf antworten.

Eigentlich sollte ich mich über digitale Kommunikation auch gar nicht aufregen weil ich weiß, dass da einige Komponenten der analogen Kommunkation fehlen – schlag nach bei Watzlawick. Das nächste Mal werde ich das auch nicht mehr tun sondern einfach die Anfragen kommentarlos löschen. Nuhr-Prinzip, ihr kennt das sicher…


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