Hustle – Unehrlich währt am längsten | S1

Nachdem ich am Wochenende etwas Zeit und Magenprobleme hatte, irgendwas vom Geburtstagsessen war wohl nicht so toll, vielleicht sollte ich dieses gefrorene Tofu vom DM als Dessert mal weglassen, habe ich mich “Hustle” gewidmet. Staffel 1.

“Hustle” ist – grob gesagt – “Oceans Elven” und “Der Clou” auf Serienniveau heruntergebrochen, wobei es dann natürlich doch Elemente gibt, die anders sind. So zum Beispiel wird desöfteren mal die Zeit angehalten und die Charaktere erklären dem Zuschauer was sie momentan tun oder planen und es gibt wunderbare Fantasie-Szenen – so wenn ein Betrug als Stummfilm daherkommt. Das irritiert zwar beim ersten Mal, aber illustriert bestimmte Handlungszüge recht gut und amüsant.

Fünf Betrüger sind es, um die sich die Serie dreht. Anführer ist Mickey Bricks, cool, lässig, elegant. Albert Stroller ist derjenige, der Mickey als Lehrer diente und Danny Blue ist derjenige, der von Mickey lernen möchte. Komplettiert wird das Ganze durch Stacie Monroe und Ashley Morgan. Natürlich ist es nicht moralisch, was in dieser Serie passiert, aber das Team hat einen Codex: “You can’t con an honest man.” Demzufolge legen sie immer nur Leute mit fragwürdigem Ethos rein. Das zum Vergnügen des Zuschauers.

“Hustle” ist einfach cleveres, intelligentes und gut gemachtes Fernsehen. Zum Einen weil die Ausstattung der Serie sehr viel von einem coolem, lässigem Flair rüberbringt, Hotels, Villen, Banken – zum Anderen weil es immer wieder überraschende Wendungen gibt. Nicht immer so wie in der Pilotfolge, aber zum Ende der Folge gibts immer wieder staunenswerte Momente. Klar, man hat natürlich auch eine – nun – diebische Freude daran wenn das Team mal wieder jemanden düpiert, andererseits sind diese auch nicht unfehlbar. Und der exzellente Cast der Schauspieler – Robert Vaughn! – trägt noch ein übriges dazu dass man die Serie rasch mag. Mich würde allenfalls der nicht vorhandene Story-Arc stören, allenfalls einige Nebenhandlungen sind über die ganz Staffel hinweg Thema, aber man kann ja nicht alles haben.

Die DVD-Box hat alle Folgen der ersten Staffel auf zwei DVDs – 6 Folgen a 50 Minuten – plus ein Making-Of von 30 Minuten, welches man aus mir unverständlichen Gründen auf die zwei DVDs aufgeteilt hat. Die 15 Minuten der deutschen Fassung des Piloten, die ich gehört habe, haben eine solide, aber etwas uninspiriert wirkende Synchronisation gezeigt. Vor allem passen meines Erachtens mal wieder die Stimmen nicht so ganz.  Das Making-Of ist untertitelt. Erworben habe ich das Set für 11,95.

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