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"Man darf von Fußgängern erwarten, dass sie die Ampelphasen kennen. Genauso darf man von Bloggern erwarten, dass sie den No-Brainer CC-Lizenz verstehen. Man sollte zudem von Bloggern und Internetveröffentlichern – schon aus Selbstschutz – ein wenig gesunden Menschverstand in Sachen Urheberrecht erwarten."
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"Einmütigkeit herrschte in einer Diskussionsrunde, dass die hochwertigen Online-Angebote der Zeitungen auf Dauer nicht mehr frei verfügbar sein können." – Wenn die HOCHWERTIG sind habe ich auch nichts dagegen, aber Allerweltsmeldungen? Warum sollte ich dafür zahlen? Konzentriert euch auf euer Stärken: Hintergrundberichte, Reportagen, Features, Wissensvermittlung. So wie CICERO und BrandEins, die kaufe ich nämlich immer gerne…
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Fakten, Fakten, Fakten – und was man davon halten muss wenn sie vom VDZ kommen…
Monatsarchiv: Juni 2010
links for 2010-06-30
Plan 9 aus Outer Space: Youtube-Videos!
Wir wollen mehr! Wir wollen mehr! Wir wollen mehr! – Kann ja gar nicht sein, dass letzten Samstag die letzte Aufführung auf der RüBühne in Essen war. Nein, da muss noch mehr kommen vom schlechtesten Theaterstück aller Zeiten! Und warum? Nun, guckt euch einfach die Videos der letzten Aufführung an – wenn das nicht Ed-Wood-Pur ist, dann weiß ich es auch nicht…
Selbstgelassenheit im Bloggen
Manchmal höre ich es förmlich, dieses Fragen nach: Warum greifst du eigentlich nicht das oder das Thema im Blog auf? Sowas wie das mit der Weltkompakt, die am 01.07. in einer Bloggeredition erscheinen wird, diese Auseinandersetzung zwischen Mspro und FAZ oder das Öldesaster bei BP?
Eine mögliche Antwort könnte sein: Weil ich nicht dafür bezahlt werde.
Was natürlich Unsinn ist, denn wenn das so wäre hätte ich hier Dutzende von Google-Ad-Anzeigen drinstehen. Nein, es geht hier nicht ums Geld. Vielleicht hätte ich ja auch über die Themen gebloggt wenn ich mich für kompetent genug gehalten hätte dazu meinen Senf abzugeben. (Manche behaupten ja, ich täte das ja sowieso dauernd und ich weiß auch aus welcher Ecke jetzt dieser Einwurf gekommen wäre. Platz!) Ja, BP-Ölverseuchung ist schlimm und tragisch und Vögel in Öl verenden zu sehen herzzerreißend – aber ich bin kein Bohrexperte, mein Wissen dazu beziehe ich aus den – schame on me – Zeitungen oder Onlineablegern oder sogar dem Fernsehen ab und an. Ja, ich finde es schlimm. BP verhält sich unmoralisch und Krisenmanagement bei denen ist auch irgendwie anders. So. Weitergehende Analysen aber wären von mir nicht zu erwarten.
Ebenso Mspro und FAZ und Löschung von CTRL-Verlust daselbst. Meine Ansicht nach hat die FAZ Recht. Ich könnte jetzt noch ellenlang darüber schreiben dass man normalerweise sich mit Leuten in der Redaktion abstimmt – was manchmal schwierig genug ist – dass die FAZ Recht hat weil die CC-Photos nicht richtig verwendet wurden, ja, auch die FAZ selbst kann das nicht so ganz, zugegeben. Aber mein Eindruck in erster Linie: Da hat jemand keine Rücksprache gesucht sondern ist einfach vorgeprescht – ja. Und? Passiert halt. Doof gelaufen. Nur wer nicht arbeitet macht auch keine Fehler und was da an Platitüden mehr sind. Beide Seiten gelesen, beide Seiten gesehen und halt einer Recht gegeben. Warum ich da noch ellenlange Artikel drüber schreiben soll entzieht sich meiner Erkenntnis.
Und das mit der Weltkompakt: Wer Leistung haben möchte sollte sie auch bezahlen. Punkt. Natürlich: Pro-Bono-Projekte weil gut fürs Image bla, laber, fasel, blubb. Gibts auch, mache ich auch, kein Thema. Aber wenn jemand sagt: Mir ginge für diesen Tag ein Tagesgehalt flöten als Selbstständiger und Springer sieht – zuerst – keinen Anlass das auszugleichen, dann ziehe ich meinen Hut vor dieser Konsequenz und gut ist.
So. Jetzt habe ich doch noch zu drei Themen meine Meinung geschrieben, aber nur damit klar ist warum manche Themen hier nicht vorkommen: Weil ich mich nicht kompetent genug für die Berichterstattung fühle, weil es mich nicht interessiert oder weil ich meine Meinung in einem Satz zusammenfassen kann. Und gelassen meine ich dann auch: Was solls. Die Weltkompakt-Ausgabe erscheint am ersten Juli und wird vermutlich total uninterssant sein – aber immerhin mit Lektorat. Bei Mspro und der FAZ gibts eh nix mehr zu retten, da sind beide Seiten ausdiskutiert und eventuell könnte BP ja noch innovativ sein um das Öl aufzufangen – oder anders formuliert: Am Ende fällts halt von der langen Bank runter, das nächste Thema für die wartet schon…
links for 2010-06-28
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Gute Frage, wie könnte das in Zukunft denn aussehen. Integration von Ebooks per Zapfsäule? Jedenfalls kann man digital nicht mehr länger ignorieren…
links for 2010-06-25
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via behance.net …
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Solidarität? Pah.
Ein freier Journalist missbraucht die Möglichkeiten einer sehr liberalen Arbeitsmöglichkeit, um sich bei den Bildwerken anderer Leute zu bedienen. Nicht nur einmal, son …
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"Auch wenn es Manchem wahrscheinlich nicht gefällt, muss man wohl objektiv konstatieren, dass Theater und Oper zwei Kunstformen sind, die im 21. Jahrhundert vorwiegend einer sehr, sehr kleinen Elite als Treffpunkt dienen." – Einspruch! Einspruch! Einspruch! Die kleine Elite beginnt gerade mit dem Web 2.0 und der Community sich enorm zu vergrößern. Vielleicht nicht so rasant wie mans möchte, aber das Elitedenken wird gerade im Internet allmählich abgebaut. Aber okay, kann man ja übersehen sowas.
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Ja, fand Drewermann bekanntlich auch nicht…
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"Die Arbeit bei der FAZ und den dortigen Blogs ist auch nicht anders als anderswo, wo freie Journalisten sitzen, oder höchstens angenehmer. Man liefert eine Leistung, hat enorm viele Freiheiten, und wird dafür ordentlich entlohnt. Das ist das freie Recht der dort Arbeitenden. Dafür muss man dann eben respektieren, wenn die Zeitung das freie Recht für sich in Anspruch nimmt, diese Leistungen nach eigenem Empfinden und eigener Entscheidung zu präsentieren. Das ist alles."
links for 2010-06-23
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Zum Jubiläum gabs ein kleines Extra im TCE: Alle Cover des Paradises auf einer Seite versammelt. Beim Aufräumen gefunden.
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links for 2010-06-21
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"We're living through a radical transformation of our communications environment. Since we don't have the benefit of hindsight, we don't really know where it's taking us. And one thing we've learned from the history of communications technology is that people tend to overestimate the short-term impact of new technologies — and to underestimate their long-term implications."
Hustle – Unehrlich währt am längsten | S1
Nachdem ich am Wochenende etwas Zeit und Magenprobleme hatte, irgendwas vom Geburtstagsessen war wohl nicht so toll, vielleicht sollte ich dieses gefrorene Tofu vom DM als Dessert mal weglassen, habe ich mich „Hustle“ gewidmet. Staffel 1.
„Hustle“ ist – grob gesagt – „Oceans Elven“ und „Der Clou“ auf Serienniveau heruntergebrochen, wobei es dann natürlich doch Elemente gibt, die anders sind. So zum Beispiel wird desöfteren mal die Zeit angehalten und die Charaktere erklären dem Zuschauer was sie momentan tun oder planen und es gibt wunderbare Fantasie-Szenen – so wenn ein Betrug als Stummfilm daherkommt. Das irritiert zwar beim ersten Mal, aber illustriert bestimmte Handlungszüge recht gut und amüsant.
Fünf Betrüger sind es, um die sich die Serie dreht. Anführer ist Mickey Bricks, cool, lässig, elegant. Albert Stroller ist derjenige, der Mickey als Lehrer diente und Danny Blue ist derjenige, der von Mickey lernen möchte. Komplettiert wird das Ganze durch Stacie Monroe und Ashley Morgan. Natürlich ist es nicht moralisch, was in dieser Serie passiert, aber das Team hat einen Codex: „You can’t con an honest man.“ Demzufolge legen sie immer nur Leute mit fragwürdigem Ethos rein. Das zum Vergnügen des Zuschauers.
„Hustle“ ist einfach cleveres, intelligentes und gut gemachtes Fernsehen. Zum Einen weil die Ausstattung der Serie sehr viel von einem coolem, lässigem Flair rüberbringt, Hotels, Villen, Banken – zum Anderen weil es immer wieder überraschende Wendungen gibt. Nicht immer so wie in der Pilotfolge, aber zum Ende der Folge gibts immer wieder staunenswerte Momente. Klar, man hat natürlich auch eine – nun – diebische Freude daran wenn das Team mal wieder jemanden düpiert, andererseits sind diese auch nicht unfehlbar. Und der exzellente Cast der Schauspieler – Robert Vaughn! – trägt noch ein übriges dazu dass man die Serie rasch mag. Mich würde allenfalls der nicht vorhandene Story-Arc stören, allenfalls einige Nebenhandlungen sind über die ganz Staffel hinweg Thema, aber man kann ja nicht alles haben.
Die DVD-Box hat alle Folgen der ersten Staffel auf zwei DVDs – 6 Folgen a 50 Minuten – plus ein Making-Of von 30 Minuten, welches man aus mir unverständlichen Gründen auf die zwei DVDs aufgeteilt hat. Die 15 Minuten der deutschen Fassung des Piloten, die ich gehört habe, haben eine solide, aber etwas uninspiriert wirkende Synchronisation gezeigt. Vor allem passen meines Erachtens mal wieder die Stimmen nicht so ganz. Das Making-Of ist untertitelt. Erworben habe ich das Set für 11,95.
links for 2010-06-18
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"Warum berichten die lieben Kollegen nicht über die – sagen wir es freundlich – ungewöhnliche Nähe der Gauck-Fans zur Parteizentrale der SPD? Hat der Leser denn kein Recht zu erfahren, wer hinter dem Gauck-Hype steckt? Wem ist damit geholfen, wenn die Massenmedien den Eindruck erwecken, “das Netz” stünde geschlossen hinter Gauck? Ein Großteil der Journalisten will – aus welchen Grund auch immer – Joachim Gauck in einem besseren Licht darstellen, als es ihm gebührt. Das ist Kampagnenjournalismus, der sich nahtlos in die auch ansonsten sehr einseitige Pro-Gauck-Kampagne der großen Zeitungen einreiht." – Qualität ungleich Journalismus? Scheint so.
Seitdem ich Doctor Who gucke habe ich Angst vor…
alten Damen mit Strohhalmen, Gasmaskenträgern, Nashörnern, Weinenden-Engeln-Statuen… Klar, ich übertreibe etwas. Aber es ist mir ein Rätsel wie es einer SF-Familienserie in England gelingt mir fast jeden Samstag einen Heidenschrecken einzujagen während mich deutsche Serien oder Filme in dieser Hinsicht nur langweilen. Irgendwas machen die bei Doctor Who richtig – und wir hier grundlegend falsch.
Wobei das nicht nur für Doctor Who zutrifft – falls jemand Jeckyll gesehen hat oder Merlin – okay, das ist ja eher leichtere Unterhaltung, aber auch da gibts durchaus gruselige Momente – und Torchwood zählt nur mit der letzten dritten Staffeln. Also der vorerst letzten Staffel, da will man ja weitermachen. Wie genau ist mir da ein Rätsel, aber okay. Und wenn ich mir Hustle angucke, dann ist das sowas von sauspannend ohne dass da offensichtliche SFX drin sind – bei Life on Mars etwa habe ich auch keine gesehen, aber da gibts auch welche
– also was in aller Welt können die Engländer, was wir nicht können?
Mit geringem Budget gute Serien machen gebe ich mir zur Antwort und schaudere bei der Erinnerung an „Phönix“ – RTL-Version der X-Akten – oder „John Sinclair“ – ebenfalls RTL-Serie mit viel SFX, aber eher unfreiwilliger Komik. Wobei ich ja froh bin, dass die amerikanischen Serien „Breaking Bad“ und „Mad Men“ hier im TV zu sehen sein werden. Zwar unter ferner liefen und Ausschluss der Öffentlichkeit – und synchronisiert, das ist bei „Breaking Bad“ sowas von tödlich was einen gewissen Charakter betrifft – aber immerhin. Wo sind nur die guten deutschen Serien wenn man sie mal braucht seufze ich und greife dann wieder mal zur DVD-Sammlung um mir „Edel und Starck“ anzuschauen – die immer mehre skurrilere Fälle und witzige Dialoge hatte. (Nein, „Danni Lowinski“ von den Machern habe ich mir noch nicht angeschaut. Ich warte auf die DVD-Box…)




