Es könnte die zweite Staffel von “West Wing” sein – beeindruckend ist aber der Moment auf jeden Fall: Bartlet, der in der zweiten Staffel dem Ende seiner Amtszeit entgegengeht und die ganze Zeit über geschwankt hat ob er nun wieder kandidiert oder nicht – steht kurz vor der Pressekonferenz bei der er seine Entscheidung bekanntgeben wird und ballt die Fäuste. Der Zuschauer weiß in diesem Moment, obwohl kein Wort fällt, wie sich Bartlet entschieden hat. An dieser Stelle erwartet man fast, dass Martin Sheen in seiner Rolle die Sprachformel gebraucht, die mehr als nur eine Floskel ist – “What’s next?” – Was gibts als Nächstes, was steht jetzt an.
Meine Zeit in der Schülerbibliothek in Duisburg ist seit heute vorbei. Im Gegensatz zu Martin Sheen als Präsident musste ich mich nicht entscheiden ob ich bleibe oder gehe, weil mein Vertrag nicht verlängert wurde. (Im Grunde genommen äußerst bescheuert – Winter- Sommerferien sind in knapp zwei Wochen, so lange hätte man noch warten können, aber wie wir wissen ist die ARGE alles andere als logisch.) Jetzt könnte ich die nächsten zwei Wochen natürlich auch freiwillig noch hingehen als leuchtendes Beispiel für die Arbeitswilligkeit meines Status. Aber erstens hat Duisburg schon ein leuchtendes Vorbild, zweitens engagiere ich mich nebenbei schon ehrenamtlich – ihr müsst ja nun auch nicht alles wissen
– und ich habe diverse Nebenjobs.
Und einen Folgetermin bei der ARGE für Mittwoch. Das wird lustig wenn es um meine Nebeneinkünfte gehen wird – bei einem Nebenjob habe ich noch nicht mal den Vertrag unterzeichnet, aber eine feste Zusage dass was kommt, wann ist fraglich; bei den anderen Dingen bezahlt man mich fürs Quartal – ja, genau, die Dinge die ich für die Stadt mache aka Du2010 gehören dazu – und beim noch anderen Job bleibt es mir überlassen wann ich die Rechnung schreibe. Da habe ich z.B. für letzten Monat keine geschrieben, aber in diesem Monat dann für die letzten zwei. Und es wird mir ein inneres Laubhüttenfest sein das der ARGE auseinanderzudeklinieren bzw. dann immer brav schön Kopien der Rechnungen reinreichen. Ab Juli dann vermutlich. Ich hatte ja schon damit geliebäugelt Flattr hier einzubinden und der ARGE dann immer die Mini-Beträge monatlich… Aber ich halte momentan nicht viel von Flattr, so persönlich. (Da muss man sich ja nochmal extra anmelden für – das ist schon eine Hürde wenn man mal eben spontan Geld ausgeben will – man sollte Leuten, die Geld ausgeben möchten es so einfach wie möglich machen…)
Jedenfalls: Ich wußte ja auf was ich mich einlasse und ich habe gern dort gearbeitet, die Lehrer, Betreuer und die Kinder hätten mich gerne behalten – aber was nicht geht, geht nicht. Immerhin hinterlasse ich einen guten Eindruck und einen Antolin-Bestand, den es vorher dort nicht gab. Ob der Schulbuchfonds – von dem man relativ wenig öffentlich hört, was schade ist – da in Zukunft noch mitmischen wird? Keine Ahnung. Ich weiß nicht was dort geplant ist.
Meine weiteren Pläne stehen fest – es gibt ein Angebot aus Essen, dass ich wahrnehmen werde sobald das mit der ARGE klar geht. Zugesagt war eine gewisse Info für Anfang Juni. Ich rechne mit einem Ergebnis Mitte, Ende des Monats. (Das ist kein Sarkasmus, das ist gesundes ARGE-Paralleluniversumsdenken. Das lernt man mit der Zeit.) Bis dahin habe ich bestimmt keine Langeweile und keinen Grund für Trübsinn.
What’s next?



31. Mai 2010 um 5:10 pm
Wünsche viel Glück für alle Unternehmungen….
1. Juni 2010 um 9:52 am
Ach, hier wird “West Wing” zitiert, schön
. Wobei das mMn der schwächste Staffel-Cliffhanger der ersten vier Staffeln war, aber gut… Bartlet hat aber nicht die Fäuste geballt, sondern die Hände in den Hosentaschen verstaut, das war seit seiner Jugend das Zeichen, dass er eine Entscheidung getroffen hat.
Das Dumme an Flattr ist ja, dass man sich da als Normalbürger noch gar nicht anmelden kann, sondern nur auf Einladung, also wahrsch. nur, wenn man wichtig ist (A-Blogger, Fernsehstar oder so was in der Richtung
).