Gegen die gemeinsamen Vergütungsregeln wird eingewandt, dass sie nur für hauptberufliche Journalisten gelten. Das werde dazu führen, dass Verleger auf Praktikanten, Hospitanten, vor allem aber auf Nebenberufliche, Studenten, Rentner oder sonstige Amateure auswichen. Zunächst: Diese Gefahr besteht. Sie wurde aber in den Verhandlungen nicht als so gravierend eingeschätzt, dass deswegen keine Vergütungsregeln abgeschlossen werden können. Freie hauptberufliche Journalisten sind – worauf vielfach und immer wieder zu Recht hingewiesen wird – für alle Mediengattungen unersetzlich. Auch für Tageszeitungen. Sie sind gut ausgebildet und arbeiten so professionell, dass sie sich der Schmutzkonkurrenz erwehren können.
Also allmählich ist es gut: Wir wissen ja, dass der DJV eine Gewerkschaft ist und dementsprechend parteiisch. Aber irgendwie habe ich den Eindruck, dass diese Debatte “Blogger gegen Journalisten” immer von – Journalisten – oder deren Vertretern angeheizt wird und weniger von den Bloggern. Was soll das denn auch, wir haben das doch schon 2001, 2002, 2003, 2004… durchdiskutiert.
Akzeptiert doch einfach dass es uns gibt, dass wir nicht wieder weggehen werden. Und Herr Benno H. Pöppelmann: Ich fordere eine Entschuldigung für den Gebrauch des Wortes “Schmutzkonkurrenz”. Bei allem notwendigen Respekt – das ist ein Wort, dass unangemessen und unanständig ist und der Sinn des Absatzes ist auch ohne dieses Wort klar erkennbar. Aber da sieht man mal wieder welcher Geist beim DJV herrscht…



17. Januar 2010 um 1:41 am
[...] This post was mentioned on Twitter by NGC6544, Frank-M. Fischer. Frank-M. Fischer said: RT @NGC6544: Standpunkt-Blog Ich bin Schmutzkonkurrenz – meint der DJV http://bit.ly/7XwLL1 [...]
17. Januar 2010 um 8:27 am
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