Wer meine Eindrücke der ersten zwei Tage lesen möchte … der klicke sich einfach rüber ins Dacapo-Blog. Da heute das Orchester nicht zu Gange war und ich sozusagen heute einen entspannten freien Tag hatte gibts den dritten Tag halt hier. Wer eine Kontrastmeinung haben möchte: Die Ruhrbarone waren ebenfalls vor Ort. Nein, ein Bierchen haben wir nicht zusammen getrunken, schade eigentlich, getwittert haben sie wohl gleichfalls live. So wie das Webteam auch. Ja, selbst wenn wir einfach nur mal frei haben machen wir Content, wir können das nicht anders…
Knallgelb und passend zum Wetter hatte sich der Gitarrist von „Baby Bonk“ angezogen. Im Rahmen der Off-Beat-Reihe spielte die Band „Baby Bonk“ eine verrückte Musikmischung, die sich schräg an den Grenzen des Jazz vorbeibewegte. Allein wegen des Off-Beat-Programms hätte sich ein Besuch in diesem Jahr im Landschafts-Park Nord beim Traumzeit-Festival sicherlich gelohnt. Natürlich kann man sich bei einem Festival nicht zweiteilen – bei all den verschiedenen Künstlern ist das manchmal wirklich schwierig sich für einen besonderen zu entscheiden. Da ist es doch einfacher man setzt sich einfach hin, genießt das Wetter und lässt sich vom reichhaltigen Essensangebot inspirieren. (Na ja. Besser als Fastfood war der Thailänder ja schon und bei Erdnussoße kann ich so schlecht… War ja auch nicht viel.
) Zudem: Ich hatte mir ja eigentlich nur das Kronos-Quartett am heutigen letzten Tag rausgepickt.
Nach drei Tagen voller Kultur stellt sich auch ein wenig die Conmüdigkeit ein – man ist zwar noch schon dabei, aber dann doch irgendwie auch schon wieder in Gedanken wo anders. Die Plastersteine hat man auch genügend abgewetzt, also nutzt man doch die Zeit für gepflegte Konversationen. Mit den Orchesterwarten zum Beispiel, die heute abend die letzte Vorstellung für diese Saison haben und zufälligerweise da waren. Mit dem Head of Webteam – dem Mann mit dem Hut. Ebenso zufällig habe ich Jana vom Ex-Duisburger Campusradio getroffen und kurz Hallo gesagt. Im Laufe des Nachmittags ließ ich mich dann davon überzeugen das Kronos-Quartett für – moment, das muss ich kopiereneinfügen – Goran Bregovic & Wedding Funeral Band dranzugeben. Überzeugungsargument: Man könne es in der Kraftwerkzentrale ja kaum aushalten. Dann doch lieber halb im Freien – zum ersten Mal habe ich dann das fahrbare Dach bei der Gießhalle bewundern können. Nötig war sie nicht, es blieb trocken.
Ja, natülich kenne die traditionelle Blasmusik vom Balkan, es gibt ja fast keine Art von Musik, die ich nicht zumindest mal gehört habe. Von daher war mir schon klar was mich erwarten würde: Lautes, Schnelles, Wildes. Dass die Bläser nach knapp einer Stunde und vierzig Minuten noch den Hauch eines Ansatzes hatten… Jedenfalls: Es war richtig Partystimmung. Zudem scheint Duisburg wohl auch einige eingefleischte Fans zu haben – oder waren die von weit weg hergekommen extra für ihn? Auch möglich – die bei den traditionellen Stücken laut mitsangen. Dass die Stücke einen von den Füssen reißen ist ja bei dieser Musik nichts Neues. Schön war, dass es ab und an auch sehr ruhige, getragene Stücke – mit Männerchor! – gab und auch solche, die eher im mittleren Bereich anzusiedeln waren. Schon ein Erlebnis.
Ich werde dann mal in der nächsten Zeit so einige CDs nachkaufen gehen denke ich, denn es gibt Bands, von denen möchte ich nach dem Live-Auftritt definitiv mehr hören. Meistens lagen die CD-Preise leider bei 15,- Euro. Kity Hoff gibts jedenfalls bei iTunes für an die 10, – und vielleicht finde ich da noch den ein oder anderen Künstler von heute. Bei Goran wäre ich mir nicht so sicher, ebensowenig wie beim Flöten-Computer-Bingen-Projekt – aber man kann sich ja überraschen lassen. Falls also bei Last.fm demnächst mal was merkwürdiges auftauchen sollte wißt ihr woran es liegt.
8. Juli 2009 at 1:35
@prospero:
Ralf, Jens und unser Gast-Kameramann Manni haben einander zufällig vor Ort getroffen und eine kollaborative Quick-And-Dirty-Berichterstattung mit Bildchen und einem Vid abgezogen. Niemand von uns war über die gesamten drei Tage da, das war einfach die übliche Impro, die ich dann endgültig in der Nacht auf den Montag zusammengehauen hab’.
Ein Bierchen hätten wir allerdings gern mit Dir getrunken – bei dem Kaiserwetter in Meiderich sowieso.
Aber ich hab’ während des gesamten Weekendes nicht geschnallt, daß Du ebenfalls vor Ort warst. Weil ich vor Ort nicht online war, Entschleunigung und so, hihi.