Monatsarchiv: Juli 2009

Klasse-Klassik-Blog online!

Ich habe ja schon geschrieben, dass es ab dem 01.08. ein neues Duisblog geben wird. Und pünktlich wie die Maurer ist es auch online gegangen: Das Klasse-Klassik-Blog.

Alien!

Alien!

Meinereiner hat ein wenig daran mitgewerkelt. Ein wenig. Wirklich nur ein ganz kleines bißchen. Echt. Klickt mal auf Games. Da ist die Spielanleitung von mir und die Fragen zu den Instrumenten auch. Meinereiner wird da wohl auch in Zukunft ein wenig mitwerkeln. :-)

Übrigens: Es gibt Buttons von den Aliens habe ich mir sagen lassen. T-Shirts sind noch nicht geplant soweit ich weiß, aber ich denke wenns für den persönlichen Gebrauch ist…

(Die sind auch knuffig, oder?)


Oststraßen-Content

Ist mir erst jetzt aufgefallen: Grauert, das Blumengeschäft an der Ecke, scheint seit einiger Zeit auch unter die Bestatter gegangen zu sein. Jedenfalls prangt direkt nebem dem Blumenladenschild das Bestattungsinstituts-Schild. Bei Gelegenheit fotographiere ich das nochmal. :-)

Ich muss mal nachdenken: Als ich hier einzog war das ein Lokal mit bayrischem Colorit. Dann gabs den Spanier wenn ich mich nicht irre. Danach dann den Türken oder Perser – und jetzt hat das Lokal an der Ecke gegenüber von Grauert schon wieder einen neuen Besitzer. Nennt sich jetzt Cafeladen das Ganze. Bin mal gespannt wie lange das durchhält, irgendwie ist das wohl keine gute Ecke für ein Restaurant an sich. Wobei: In der Oststraße gibts ja Bäcker genug bei denen man auch seinen Kaffee bekommt – hmm…


Demolux: Klage – nein, Kommentarlöschung – ja

Wenn die ganze Sache nicht so ernst wäre, man könnte über Sie zumindest schmunzeln: Da fragte das Basedow-Blog 2008 nach Computertischen für Schulbibliotheken – besonders drei Firmen interessierten besonders, deswegen fragte das Blog nach Erfahrungen. Unter anderem dabei: Demolux. So weit so gut.

In den Kommentaren tauchten dann Meinungen über die Produkte der Firma auf, die nicht so – nun – schmeichelhaft waren. Ein Kommentar war fast ein ganzes Jahr später übrigens.

Demolux reagierte nun in dem mit einem Einschreiben mit Rückschein an die Adresse von Basedow. Dass in diesem Satz von einer Strafanzeige die Rede ist stimmt. Dass nicht direkt dabei steht, dass das Blog selbst verklagt wird: Richtig, stimmt auch. Allerdings: Wenn ein Einschreiben mit Rückschein im Briefkasten liegt, das die Adresse des Blogbetreibers trägt – ich vermute jeder Mensch würde ähnlich reagieren wie Basedow.

Nämlich drüber bloggen und den Satz auf sich beziehen.

Die Firma Demolux nun rudert – unter anderem auch hier im Blog – dann zurück und beruft sich auf die Tatsache, dass sie natürlich den Basedow nicht verklagen wollen würde. Was aber möchte die Firma dann? Und wen verklagen? Nach einigem Hin und Her wird klar: Die Firma möchte einfach, dass die Kommentare im Blog von Basedow gelöscht werden. Schlicht und einfach. Was sicherlich auch kein Problem gewesen wäre.

Höchst unglücklich also das? Ist da Demolux nur über die Nicht-Formulierungskunst von deren Rechtsanwälte gestolpert? Oder – was durchaus wahrscheinlich ist – hat man sich einfach verschätzt? Schließlich ist die Blogosphäre in solchen Sachen durchaus empfindlich.

Man darf gespannt sein wie es weitergeht. Interessant die Äußerungen von Demolux bei Basedow, denn wenn die beiden Kommentare im Blog nur ein kleiner Teil eines langen Dokumentes sind… Nun. Da fragt man sich ja schon wen oder was die Firma da eigentlich verklagt. Wir werden es wohl bald erfahren, denn Demolux hat angekündigt das Aktenzeichen so bald wie möglich preiszugeben.


links for 2009-07-30


Ab dem 01.08. wirds galaktisch

Ich freue mich jetzt schon drauf. Es wird nämlich ein neues Blog in der Stadt geben. Eines das viel Spaß machen wird. Da bin ich mir jetzt schon sicher, denn schließlich ist das Maskottchen des Blogs ja richtig knuffig. Das gibt es in vielen bunten Farben und habe ich erwähnt, dass es unheimlich süß ist?

Was genau da auf euch zukommt – das darf ich nicht verraten. Aber zwei Hinweise habt ihr: Erstens die Überschrift, zweitens die Kategorie in die dieses Posting einsortiert ist. Ich hätte das Maskottchen dann gerne für den BuCon auf einem T-Shirt, wenns geht, ja?


Buzzcamp: Dieses Wochenende in Essen

Ich vermute mal ganz, ganz stark dass ich an diesem Wochenende Content produzieren werde – schließlich hatte ich mich vor einiger Zeit schon für das Buzzcamp breitschlagen lassen. Das Ganze hat irgendwie was mit Lokalnachrichten und dem Web zu tun – huch, wenn der DJV das erfährt toben die ja noch mehr als ohnehin. Kicher.

Ein Barcamp ist das übrigens nicht, sondern eine Veranstaltung nach dem Open-Space-Prinzip. Ich lasse mich mal überraschen.

Was meine Solidarität für Duisburgfan.de nun nicht erschüttern wird, da bin ich mir ziemlich sicher. :-)


Schönberg: Moses und Aaron – Bizet: Carmen – The Glories of Handel Opera

Zwei Opern und eine Highlights-Ausgabe für einen Zehner – ich liebe 2001. Fast der einzige Grund warum ich die Mayersche im Forum betrete. (Wie man weiß bin ich Fan der Heinrich-Heine-Buchhandlung. Einfach netterer und persönlicherer Service, auch wenn ich da meistens meine Wunschbücher bestellen muss.)

Fangen wir mit dem an, was eventuell für einige Ohren schräg und unnatürlich klingt – Schönbergs „Moses und Aaron“. Die Oper behandelt den Gegensatz zwischen Geist und Bild. Beim Namen Schönberg sollte einem klar sein, dass das 12-Ton-Technik ist. Zudem ist der Moses eine „Sprech-Rolle“ mit fixiertem Rhythmus und einigermaßen festgelegten Tonhöhen. Also kein leichter Stoff, aber reizvoll. Denn man kann durchaus sehr zarte schöne Stellen in dem Werk finden und ja, man kann sowas auch wirklich durchhören. 2001 hat die Erstaufnahme des N.W.D.R. aus dem Jahr 1954 mit Michael Gielen am Dirigentenpult, Günter Reich als Moses und Louis Devos als Aaron.

Georges Bizet hat den Welterfolg von „Carmen“ nicht miterlebt. Die Aufnahme mit Andrè Cluytens aus dem Jahr 1958 mit dem Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester folgt der Tradition, die man heute „Synchronisation“ nennt. Denn die Oper wird komplett in Deutsch gesungen. Gewöhnungsbedürftig. Allerdings lange Zeit nichts Ungewöhnliches auf deutschen Bühnen. Heutzutage hat man ja meistens Obertitel. Während der Schönberg deutlich hörbar bearbeitet wurde, hat man bei dieser Aufnahme darauf verzichtet – ein gewisses Knistern im Hintergrund und der deutliche Monoklang könnten beim Ein oder Anderen für ein Nichtkauf-Argument sorgen. Allerdings – für den Preis…

Auf „The Glories of Handel Opera“ sind etliche Opernarien von Händel versammelt. Na ja, sonst hieße die CD wohl auch anders. Kirkby, Sutherland, Horne, Pavarotti und Bowman sind die Interpreten. Meine Lieblingshändelarie ist auch dabei. Nein. Nicht das mit dem schattigem Grün. (Wer hat eigentlich das als „Händels Largo“ bezeichnet? Da steht Larghetto drüber wenn ich mich richtig erinnere.) Nein, die andere Arie. Die aus Ronaldo. :-)

(Hinweisen möchte ich auch noch, dass in Duisburg noch massenhaft diese fabelhaften MP3-CDs für 3,- Euro zu haben sind. Gut, die kompletten Wagner-Opern kosten 10,- Euro, dafür hat man dann drei CDs. Dabei sind historische Aufnahmen, der Ring des Nibelungen ist allerdings aus den 90gern. Die Qualität ist allerdings durchweg hörbar. Manche Interpreten gibts halt nur auf diese Art und Weise. Besonders an Herz legen möchte ich euch die Aufnahme des Rosenkavaliers von Strauß, am Pult stand Clemens Krauss – der wußte wenigstens noch wie sich eine feurige Liebesnacht anzuhören hat – im Gegensatz zu Karajan. Ich meine jetzt das Vorspiel zur Oper. Ähm – ja – Vorspiel – ähm… :-) )


links for 2009-07-29

  • Aus diesem Grund auch ist die Existenz einer "Gratiskultur im Internet" ein Mythos. Denn wir zahlen sehr wohl für all die Nachrichten und Kommentare und Blog-Einträge und Videos. Wir zahlen mit unserer Zeit. Und unsere Zeit ist kostbar.
  • Ein von der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di und der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten in Auftrag gegebenes Gutachten kommt zu dem Ergebnis, dass ein Mindestlohn in Höhe von 7,50 Euro pro Stunde, der schnell auf 9,00 Euro steigt, die Einkommenslage von bis zu vier Millionen Vollzeitbeschäftigten und rund fünf Millionen geringfügig und Teilzeitbeschäftigten – zum Teil erheblich – verbessern würde. – Ich bezweifle nicht die Kompetenz von ver.di in diesem Falle, aber es ist immer etwas merkwürdig wenn exakt nur eine einzige Studie zu einem Thema vorliegt, das die Gewerkschaft dann selbst in Auftrag gab. Vielleicht gibts da ja auch noch anderes?
    (tags: gesellschaft)
  • Nach Ansicht von ver.di darf es nur sehr wenige Ausnahmeregelungen für Produktplatzierungen geben. Dies gelte zum einen für Produktionen, die nicht von den Rundfunkanstalten selbst oder ihnen angegliederten Unternehmen hergestellt wurden.
    (tags: medien)
  • Neues Verfahren gegen Tinnitus? Interessant.
    (tags: Gesundheit)

Subjektive Sicherheit: Bilanz Fehlanzeige

Wann ist eigentlich in Ruhrort die objektive Sicherheit verschwunden? Diese Frage stelle ich mir als ich auf die Formulierung stoße, die über diesem Posting als Überschrift steht und die von unserem König geprägt wurde: Subjektive Sicherheit. Es muss schon wirklich schlimm um den Stadtteil Ruhrort stehen wenn sich erstens Menschen dort nicht sicher fühlen und zweitens diese Sicherheit ebend nicht durch geschultes Personal wie z.B. – na ja – Polizisten? – gewährleistet werden kann.

Klar, als Erfolg werden alle diese wunderbaren Maßnahmen geführt: DVG-Begleiter, Scouts, Ranger – haben wir alles in Duisburg. Alles Ein-Euro-Jobs mit denen die Menschen fit gemacht werden sollen für den ersten Arbeitsmarkt. Zumindest sollen, so habe ich mir das mal erklären lassen bevor ich selber sowas gemacht habe, durch einen Ein-Euro-Job wieder geregelte Arbeitszeiten, das Arbeiten im Team gelernt und die Selbstachtung gestärkt werden. Sollen.

Der Erfolg solcher Maßnahmen? Laut einem WAZ-Artikel aus dem Jahr 2008 soll der hervorragend sein. Die einzige Quelle allerdings dafür ist das, was die ARGE selbst an Zahlen herausgegeben hat. Was nicht viel ist. Also – nur ein Satz fast:

Am stärksten entlasten den Duisburger Arbeitsmarkt die sogenannten Ein-Euro-Jobs. 3876 Arbeitslose wurden über GWA(Gemeinwohlarbeit)-Projekte beschäftigt.

Punkt. Vielleicht gibt die Seite der ARGE selbst Aufschluß darüber wieviele es in den Ersten Arbeitsmarkt – auch so eine merkwürdige Formulierung eigentlich – geschafft haben? Schließlich ist das doch PR in eigener bester Sache wenn man Erfolge vorweisen kann?

Wenn man die Pressemeldungen der letzten drei Jahre auf der Seite der ARGE durchforstet findet man – tja – nichts wäre noch übertrieben. Es gibt offenbar keine separaten Zahlen darüber wieviele Ein-Euro-Jobber von der ARGE wirklich in den Ersten Arbeitsmarkt vermittelt worden sind bzw. über diese Beschäftigung wieder in Lohn und Brot kamen. Seltsam. Dabei brüstet man sich doch sonst so gerne mit fulminanten Behauptungen was die ARGE in Duisburg anbetrifft – bei der nicht alles zum Besten steht, was man im Rathaus aber offenbar auch nicht so ganz wahrhaben möchte.

Doch vielleicht ist es etwas vorschnell – vielleicht habe ich eine Pressemeldung der Stadt einfach übersehen. Der Newsdesk bringt Abhilfe. Oder auch nicht. Trotz aller möglichen Suchoptionen findet sich dort auch nichts über eine Bilanz, die erzählt wie erfolgreich diese Maßnahmen in Duisburg sind. Sollte sich damit wirklich keiner ernsthaft mit beschäftigt haben? Oder ist der Focus zu eng?

2005 gab es laut Netzeitung schon Kritik an den Ein-Euro-Jobs von den Wohlfahrtsverbänden in NRW. Danach

seien bisher lediglich fünf bis zehn Prozent der Ein-Euro-Jobber in reguläre Beschäftigungsverhältnisse vermittelt worden. Die Ein-Euro-Jobs taugten daher «nur sehr bedingt» als Instrument zur Wiedereingliederung, kritisierte Immer.

Und das war etwa sieben Monate nachdem man Hartz-IV einführte. Vielleicht suche ich ja auch falsch durchfährt es mich – Wohlfahrtsverbände gibts auch in Duisburg. Haben die vielleicht Material über Ein-Euro-Jobber?

André Goede und Peter Priebe suchen mit Unterstützung des Jobcenters des Diakoniewerks Duisburg nach beruflichen Perspektiven. Als „Ein-Euro-Kräfte“ verzichteten sie auf Urlaub, weil sie froh waren, „endlich wieder etwas zu tun zu haben“. Sie bilden sich weiter, sie entwickeln im Rahmen ihrer Tätigkeit eigene kleine Projekte. Chancen auf dem „ersten Arbeitsmarkt“ sehen Sie aber kaum.

So beginnt der Artikel auf der Webseite der Diakonie, der zwei Einzelschicksale darstellt. Allerdings: Auch hier nichts über die Bilanz an sich. Aber es muss doch irgendwo… Aha. Das IAB.

Das Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung gab 2007 eine Studie heraus. (PDF-Download!) Nun ist natürlich die Frage inwieweit das Institut an sich vertrauenswürdig ist – aber immerhin, es gibt eine Studie! Und die besagt – nun:

Dass die Betriebe die Mehrzahl der Zusatzjobber als geeignet für eine Beschäftigung
auf dem ersten Arbeitsmarkt einschätzt, bedeutet jedoch
nicht, dass ein Übergang auch möglich ist. Nur bei 2% aller geeigneten
Zusatzjobber wird beabsichtigt, diese in die Belegschaft zu übernehmen,
bei weiteren 5% denken die Betriebe darüber nach. Für alle anderen besteht
die Möglichkeit der Übernahme aus betrieblicher Sicht nicht. Hauptgrund
dafür sind fehlende finanzielle Mittel (78% dieser Fälle).

Da wundert es einen nun nicht, dass es in Duisburg keine jubelstrahlenden Meldungen über die gekonnte Vermittlung von Ein-Euro-Jobbern in den normalen Arbeitsmarkt gibt. Sehen wir mal davon ab, dass es zur Zeit eh schwieriger als sonst sein dürfte in normale Arbeit zu kommen sind die Zahlen von 2007 für den Bund eindeutig ernüchternd genug. Im vorherigen Absatz wird auch nochmal ein Aspekt gezeigt, der wichtig ist: Viele Ein-Euro-Jobber sind einfach nicht für den Ersten Arbeitsmarkt qualifiziert – fehlende Berufsausbildung, abgebrochene Schulkarriere – da hilft dann auch das Rumrasen in Ruhrort nicht wenn einfach die Qualifikationen nicht vorhanden sind. Und ob die Stadt diese Scouts oder was auch immer nach dem Ende der Maßnahme beschäftigen wird – unwahrscheinlich. Denn siehe oben: Dafür ist dann anschließend nämlich kein Geld da. Und so kommt es dann, dass man – nach dem Ablauf der Wartezeit – von einer Maßnahme zur andern herumgereicht wird.

Subjektive Sicherheit – vermutlich wird die tatsächlich vor Ort in den Bezirken gestärkt. Denn wenn das Projekt ja so toll läuft in Ruhrort wird das sicherlich auch noch ausgeweitet werden, je mehr aus der Statistik, desto besser im Wahljahr 2009. Objektiv allerdings bleibt die Unsicherheit: Da die Scouts ja nicht die Polizeiaufgaben übernehmen können müssen sie bei Konflikten zurückstehen. Was im Prinzip heißt, dass sie vermutlich nicht in irgendwelche Prügeleien eingreifen dürfen oder in Gefahrensituationen ihren Mann stehen dürfen. Sondern dann bei der Polizei um Hilfe bitten.

Nun, es reicht vielleicht Präsenz zu zeigen – früher allerdings machte man das dadurch, dass man einen Polizisten durch die Gegend schickte. Heute dagegen machen das Ein-Euro-Jobber. Bezeichnend? Irgendwie schon.


Twols

Neulich bei Twitter:

Er so – „Suche gerade Lieder für Hochzeit raus.“
Ich so – „Da fiele mir ABBA mit I do, I do, I do ein.“
Er so – „Mist, habe deinen Tweet laut vorgelesen – das machen wir jetzt. WillkeinAbba.“
Ich so – „LOL“.


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