Monatsarchiv: Juni 2009

It’s not fair

Könnte ich bitte ein Unplugged-Album bekommen? Man achte bitte mal auf den Text – schon „The Fear“ war ja nicht ohne, aber der Text hier ist wirklich clever. (Und bei der Radioversion haben sie zwei Stellen gecuttet! Klar! Ist ja auch sooo unwichtig, der Text, Hauptsache die Musik rockt…)


Dinge die ich anstatt dass tue

Falls ich momentan nicht in der Mercator-Halle bin um beim Aufbau der Orgel zuzusehen oder Bewerbungen schreibe oder mich um andere persönliche Dinge kümmere, die euch nun nichts angehen – ich weiß schon, was ich ins Netz packe und was nicht, keine Sorge – tue ich folgendes:

Ich besuche meine Chöre – allerdings sind bald Sommerferien, da fallen einige Termine schon mal aus.

Ich starte demnächst wieder mit dem Netbib-Podcast. Eventuell belebe ich den WK-Podcast wieder – dann allerdings auch begrenzt auf 20 Minuten. (Doch – das KANN ICH! Echt!)

In der zweiten Juliwoche sind: Bookcrossing-Meetup in Duisburg am Montag – Gadgetabend am Mittwoch im Unperfekthaus – Social im Unperfekthaus am Donnerstag.

Und dann gibts da noch den Corona-Treff jeden zweiten Freitag im Monat, der ab 19:30 – na ratet mal? Genau: Im Unperfekthaus zu finden ist. Die nächste Woche werde ich also mehrmals darauf hoffen, dass der Bahnhof in Essen endlich mal fertig geworden ist.


WAZ-Anzeigen-Resonanz

Eine. Eine einzige Antwort auf eine Anzeige mit der ich vor knapp vier Wochen eine neue Arbeitsstelle gesucht habe. In der WAZ. Also kein doofes Käseblatt sondern schon ein wichtiges Blatt für die Region. Eine also.

Wenn die wenigstens noch etwas seriös gewesen wäre, aber natürlich ging es bei der Antwort um irgendwas sehr Ominöses. Sowas von der Art wie die Leute, die mit Klemmbrettern vor der ARGE stehen und diesen gierigen Blick im Auge haben.

Da bisher auch nichts – nochmal NICHTS – als Jobvorschlag von der ARGE kam, (nein, der 2-Euro-Job ist keine Arbeit, das ist nur so tun als ob) bei Bibliojobs momentan auch nichts zu finden ist und der Wochenanzeiger momentan offenbar auch eine Flaute hat – immerhin schreibe ich ja noch Bewerbungen – wüßte ich mal gerne wer auf die hinverbrannte Idee gekommen ist, dass ich eine bestimmte Anzahl von Bewerbungen im Monat loslassen soll. (Zumutbar ist dann das Wort.)

Sehen wir es positiv: Der Briefträger kann sich jedenfalls nicht beschweren, dass ich seinen Arbeitsplatz nicht erhalten hätte.


links for 2009-06-30


Kompetenzen und so weiter

Kulturcents auf urheberrechtlich erloschene Werke für die Förderung junger Kunst erheben;

will die Partei mit den Kompetenzen. Steht so in derem Parteiprogramm. (Vorsicht – PDF-Link.) Klingt irgendwie kompliziert: Urheberrechtlich erloschene Werke? Kulturcents? Wann werden die fällig? Wenn ich eine von Mozarts Opern aufführe? Werden die auf den Buchpreis bei den Klassikern aufgeschlagen – ich könnte ja eventuell neue Werke aus den alten schaffen? Vor allem: Junge Kunst? Definiert ist das nicht so ganz was das sein soll.

Vielleicht wird die ganze Geschichte etwas klarer wenn man in eine Veröffentlichung aus dem Jahr 2000 blickt. Denn dieses sogenannte „ewige Urheberrecht“ ist keine neue Idee. Ich vermute dass unsere liebste Kompetenzpartei sowas meint:

Danach sollten Werknutzer einen prozentualen Aufschlag zahlen, weil sie auch Werke verstorbener Künstler längst nach Ablauf der Schutzfristen nutzten. Das Geld sollte einer Stiftung zufließen, die ihrerseits heute lebende Künstler unterstützt.

Also tatsächlich: Wenn ich so vermessen wäre ein Oper von Mozart aufzuführen wäre ein Obolus fällig. Das mit der Stiftung steht jetzt nicht im Parteiprogramm drin, aber ich denke dass sowas ähnliches angedacht ist. Das einzige Problem – nun – ist das hier:

Schließlich führt der Autor aus, es handele sich um eine mit dem Urheberrecht nicht zu vereinbarende Einräumung von Privilegien, wenn nach dem Ablauf der Schutzfristen durch staatlichen Akt einem Dritten – etwa der von der IG Medien ins Spiel gebrachten Stiftung – Vergütungsansprüche übertragen werden. Eine Berechtigung eines solchen Instituts müsse sich nach deutschem Verfassungsrecht aus dem Bereich der Sonderabgaben ergeben – was letztlich aber daran scheitere, dass die belasteten Werknutzer keine homogene Gruppe darstellten, die in spezifischer Sachnähe zu der finanzierten Aufgabe stehen, so dass das Erfordernis der „Gruppennützigkeit“ nicht erfüllt sei. Eine Urhebernachfolgevergütung sei demnach verfassungswidrig.

Hmmmm…

{Whuffie an Archivalia}


Frau Kraft und die Ruhrbarone

Da ich weiß, dass momentan jemand nachfragt, der sich damit ein wenig besser auskennt warte ich mit einer endgültigen Beurteilung der Geschichte halt bis neue Fakten vorliegen.  Allerdings sollte nicht verwundern, dass momentan in der Netzgemeinde die Empörung hoch ist: Vor kurzem erst gabs die Zensursula mit ihren Stoppschildern – dann gabs heute die Meldung, dass sich die Koalition sich beim richtigen Kinderschutzgesetz so gar nicht einig geworden ist, na super, aber Stoppschilder vor Webseiten hängen können die Herren und Damen in Berlin – und jetzt die Kollerkommunikation von Frau Kraft – da darf man halt schon heftige Reaktionen erwarten. Das fällt natürlich auf die SPD an sich zurück, klar. Bis jetzt allerdings bezweifle ich, dass hinter diesem Begehren tatsächlich die vereinte Kraft – pardon, das war ein unbeabsichtigtes Wortspiel – der SPD steckt. Eher wohl eine gekränkte Politikerin. Möchte jemand Tee?


Extraschicht

Es gibt so Dinge, von denen man später seinen Kindern erzählen kann – wenn man denn noch welche bekommt. So zum Beispiel, dass man beim Konzert im Landschafts-Park direkt an der linken Bühnenseite hinter Kai Magnus Sting stand. Nachdem man sich durch die Menschenmenge und durch die Security gedrängelt hatte. Wobei – drängeln ist untertrieben – stoßen wäre eher das richtige Wort dafür. Was an sich ja ein schönes Zeichen für die Wertschätzung des Orchesters bei den Duisburgern an sich ist – es war wirklich kein Durchkommen mehr.

Beim nächsten Mal könnte man aber mal den Security-Leuten ein Handy-Verbot aussprechen – mitten in klassischer Musik durch einen lauten Klingelton abgelenkt zu werden ist nicht unbedingt genußfördernd. Wozu haben die denn das Handy 1.0 – als Walkie-Talkies? Freundlichkeit wäre auch nett gewesen so ab und an. Nun ja – Großveranstaltung und Panik gehen natürlich Hand in Hand. Aber etwas Professionalität sollte es doch schon sein, oder? Humpf.

Dass das Landschaft-Park wirklich ein schöne Lokalität ist muss ich ja wohl keinem erzählen. Ebensowenig dass er bei Dunkelheit noch schöner ist. Es gibt ja nicht umsonst Führungen bei Dunkelheit. Gut, dass ich ihn schon kenne – denn allzuviel hätte ich bei der Extraschicht nun nicht vom Park sehen können. Ein wenig offene Luft hier, ganz viel schwülwarme Hallenluft da und dann halt vom Seitenrand der Bühne einen Blick auf Anthony Weeden.

Gelernt habe ich: Es gibt ein Alphorntrio in Duisburg. Celli verleihen der „Pizzicato-Polka“ durchaus neuen Reiz – vor allem wenns vier sind. Die Philharmonixx rocken. Kai Magnus Sting ist göttlich. Ich bin nicht mehr 18. Und Anthony Weeden offenbar Brite. :-) Ach ja – das mit dem Fagott-Diving ist auch sowas, was man nicht so schnell vergißt. Ebensowenig wenn die Harfe an einem vorbeigetragen wird… Hach.


Neu eingetroffen: CDs und Buch

Ich habe ja selten Spontankäufe bei Büchern. Aber bei dem Titel konnte ich mich einfach nicht zurückhalten. Dr. Impossible schlägt zurück. Ein Super-Helden-Roman. Solange es noch keine Dr.-Horrible-Bücher gibt muss man halt das nehmen was man kriegen kann – es scheint allerdings ein sehr vernüglicher Roman zu sein. (Wobei der englische Titel natürlich mal wieder viel cooler ist: Soon I will be invincible… Ja. Klar doch. Kicher.)

Für 4,99 den gesamten Ring des Nibelungen von Wagner? Yepp, 2001 hat momentan eine Aufnahme von Günter Neuhold mit der Badischen Staatskapelle im Angebot. Ja, natürlich kommt das nicht an irgendwelche bekannteren Aufnahmen ran – wer allerdings nur wissen will wie Wagners Ring so klingt für den reicht die Aufnahme allemal. Zudem: Das sind zwei MP3-Cds. Erspart das lästige Grabben.

Ansonsten: Lortzing, Lortzing und nochmals Lortzing. Ich konnte nicht widerstehen – für knapp 3,- Euro gibts die Aufnahmen der Walhall-Serie.  Bei 2001 selber sind sie zwar als „auverkauft“ gelistet, aber der Shop in Duisburg hat noch einige Exemplare. Geschnappt habe ich mir neben dem „Wildschütz“ zwei Raritäten: „Hans Sachs“ – wer sagt denn dass Wagner da das Monopol hat? :-) – und die „Revolutionoper“ Regina. Es sind – das zur Einschränkung – remasterte Aufnahmen aus den 50-ger Jahren. Und bei der „Regina“ ist dies das Mitschnitt der DDR-Runfunkbearbeitung zu Lortzings 100. Leider hat man da Hand an die Dialoge gelegt – was man sich bei Mozart oder Beethoven nicht wagt, dass darf man offenbar bei Lortzing – unverschämt eigentlich… Davon abgesehen ist die Musik bei der „Regina“ komplett. Für knapp 3,- Euro gibts 2-CDs. Ich werde da die nächsten Tage mal reinhören. Leider war die „Opernprobe“ nicht mehr im Shop…


links for 2009-06-28


Webumentaries beim BSO

Klassische Musik muss erklärt werden – eine These, über die man diskutieren kann im Endeffekt aber eine, die zutrifft. Sicherlich gibts einige Stücke, die man hören kann ohne ihren Hintergrund zu verstehen, aber generell sind Hintergrundinfos eine schöne Bereicherung zum Verstehen des Stücks. Seit dem 17.11.2008 – hmm, ob da ein gewisses Weblog vielleicht Vorbild war? ;-) – hat das Baltimore Symphony Orchestra seinen Youtube-Kanal. Und dort gibts die sogenannte Webumentaries, die in das aktuelle Programm – offenbar des jeweiligen Konzertabends wenn ich das richtig sehe – einführen. Gut gemacht. So allmählich scheint Bewegung in die klassische Welt zu kommen – ich bin gespannt was im September bei der stART-Conference passieren wird.


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