Den Kaffee immerhin nimmt Klaus, der sich neben einem verlassenen Supermarkt in Neudorf, in dem ehemaligen Einkaufswagen-Kabuff eingerichtet hat, an. Auch mal ein wenig zu essen. Weg möchte er aber nicht. Zu weit sei es in die Stadt, zu Fuß, mit all den Sachen.

Die WAZ berichtet in einem Artikel über die Vereine, die momentan bei der Kälte den Obdachlosen helfen. (Ich darf daran erinnern: Offizielle Aussage der Stadt – solche Leute, die auf der Straße schlafen gibts nicht. Ah ja.) Mit Schrecken stelle ich fest, dass offenbar beim Comet – denn das ist der einzige leerstehende Supermarkt in Neudorf zur Zeit – jemand „lebt“ – ich setze das bewußt in Anführungszeichen – der dringend Hilfe und Unterstützung braucht. Und bei dieser Kälte sollte das eine Selbstverständlichkeit sein, verdammt nochmal!

Na dann zeigt mal liebe Duisblogger und liebe Neudorfer und Twitterer was ihr könnt: Klaus nimmt sicherlich neben Kaffe auch noch andere Dinge für den täglichen Bedarf entgegen. Ich werde mal beim Verein anrufen und fragen, ob wirklich der Comet gemeint ist. Wenn ich näheres weiß, poste ich das natürlich hier.

Update: Nach dem Gespräch mit dem Mitarbeiter vom Verein Gemeinsam gegen Kälte – siehe dazu auch den Link zum Podcast des Bürgerradios in Duisburg – ist das die Nettelbeckstraße/Sternbuschweg. Wenn ich mich nicht irre, dann ist dass der Comet. Das Problem ist wohl, dass der Mensch da wirklich nicht weg will – trotz der Kälte. Deswegen schauen die Mitarbeiter jeden Morgen vorbei um zu sehen ob er noch lebt.  Einige Zeit war er nicht mehr in Duisburg, die Tage ist er allerdings wieder aufgetaucht. Also: Ihr WISST wohl jetzt, was ihr zu TUN habt, oder???