Ich muss gestehen – ich habe in den letzten Tagen ein klein wenig auf euch rumgehackt. Gestichelt. So reagiert, wie man eigentlich nicht reagieren sollte – allerdings gebe ich zu Bedenken: Das lag auch teilweise nun nicht gerade an mir. Und genau das ist es, was gewisse Leute nicht verstehen – ich führe das mal weiter aus.

In meinem Gehirn verfestigte sich nämlich der Eindruck, dass die LINKE offiziell die Montagsdemo organisieren würde. Was wohl gar nicht der Fall ist. Sicher, der Herr Steinert ist – nach einigem Hin und Her, kann man auf seiner Webseite nachlesen – zwar bei der LINKEN, aber wenn ich das jetzt richtig sehe veranstaltet die LINKE das Ganze gar nicht. Das tut sie wohl in anderen Städten durchaus denke ich mal. Selbst wenn: Herr Steinert hat mit den Äußerungen auf seiner Webseite dafür gesorgt, dass ich ein wenig Abbitte leiste – und das tue ich sogar gerne. Und ich freue mich auf eine spannende Diksussion morgen/heute beim Livesaferbrunnen.

Auf diese habe ich mich jedoch lange nicht freuen können – denn leider ist das Bild, dass in meinem Kopf rumschwiirrte mit einer Person verknüpft gewesen, die ja ausdrücklich kein Sprecher der LINKEN ist. Doch das Image, dass sie transportierte fiel leider auf euch zurück, liebe Montagsdemo-Macher. Ich machte den Fehler und setzte die negativen Erfahrungen, die ich im persönlichen Bereich gemacht habe gegen die ein, die ich eventuell bei euch machen werde – und wieder wird mir bewußt, dass ich öfters überhaupt kein Problem mit irgendwelchen Organisationen habe. Es sind bloß die Leute, die mich stören. So auch hier.

Anstatt dass ich mich hinsetzte und recherchierte tat ich das, was manche Leute andauernd machen: Ich ließ mich von meinem Ärger und meinem Zorn hinreißen. Schlimm ist es ja zum Glückl nice geworden – aber erneut wird klar: Das Bild einer ORganisatione wird von denen geprägt, die bei ihr aktiv sind. Und das hört, wenn man so engagiert ist wie der Blogger den ich meine, ja dann nicht auf wenn die Bürotür zufällt.

Die Trennung von Person und Partei habe ich halt nicht vollzogen. Oder nur teilweise. Es wäre alles viel einfacher gewesen, wenn ich an einen Grundsatz der Netiquette gedacht hätte: Vergiß nie, dass hinter Rechnern immer Leute sitzen. Und denen sollte man vielleicht auch eine faire Chance einräumen bevor man sie in Sippenhaft nimmt. (Gerade ich, wo ich es besser wissen müsste.)

Insofern: Ich komme ganz vorurteilsfrei zu euch und werde mir anschauen und anhören was ihr macht. Are we good? Ich hoffe doch.

Allerdings: Der gewisse Herr und ich haben uns nichts mehr zu sagen. Weder virtuell noch real. Ich lese sein Blog nicht mehr und ich denke, es ist verständlich wenn ich mich mit ihm nicht unterhalten möcht. Ansonsten freue ich mich auf das Socialising und ich mag Netzwerke. :-)