Offenbar sind die Befüller der WAZ-Erzeugnisse im Urlaub. Jedenfalls was Duisburg anbelangt. Da befinden sie sich in bester Gesellschaft, denn die Grünen sinds auch. Erst am 05.01. ist die Geschäftsstelle wieder offen. Kein Wunder, dass die mir nicht antworten.
Dann gibts heute Kost aus der Rheinischen Post. Etwas einseitig, aber bestimmt haben wir nach den Feiertagen die Infopfunde wieder im Griff, man kennt das ja…
“Freude, Freude über Freude – das Forum wehret allem Leide” – die Lobhudelei in der Rheinischen Post lässt jedenfalls vermuten, dass hier durchaus messianisches Wirken in Duisburg zu spüren ist. 100 Tage ist das Forum alt und die Beschwerden – ach – mininmal – echt:
Denn wenn es Kritik gäbe, dann vereinzelt. Was Kunden, Beschäftigten und ihm selbst nicht gefallen hat, das waren die Feueralarme. Kurz vor Weihnachten beispielsweise war es eine rauchende Mikrowelle, die zur Räumung des Zentrums führte. [...] Kritik hört der Centermanager immer wieder an der Ausschilderung. Gerade die auswärtigen unter den täglich rund 35 000 Kunden täten sich schwer, das Zentrum zu finden. Probleme sieht er auch beim Anliegerparken an Tagen, an denen die Tiefgaragen voll sind. „Unsere Nachbarn waren da die Leidtragenden. Das sollte nicht sein.“ Nicht auf fruchtbaren Boden fallen hingegen Kritiken an den Parktarifen.
Das bißchen Kritik schafft man dann auch noch ab und schon ist alles in Butter und läuft.
Bleiben wir dann noch beim Forum – es brummt in Duisburg seit dem September. Sagt die RP. Und nicht nur die. Die Kassiererin der Mayerschen in der Galerie meinte heute, dass rund um die Uhr im Forum kassiert worden wäre – und nur eine Packerin dagewesen sei… (Ich gebs mal so weiter wie es mir erzählt wurde und verzichte auf Anspielungen wie “Na ja, immerhin hat die dann 8 Euro pro Stunde verdient”…) Aber eigentlich geht es um die City, die Händler und was die vom Jahr so hielten im Artikel der RP.
In einigen Monaten sollen die Umbauarbeiten an der Galeria Duisburg beginnen. Sie wird zur Königsgalerie. Der Name ist Programm. Die Waren, die nach dem Umbau in dem Zentrum an der Kuhstraße verkauft werden, sollen vor allen bei der besser verdienenden Klientel ankommen. Das sind etwa zehn Prozent der Duisburger Kunden. [...] Hat die wohlbetuchte Kundschaft erst einmal den Weg in die Stadt eingeschlagen, dann soll sie auch hier länger als nur zum Einkaufen bleiben. Gelingen könnte das mit dem neuen Brendel-Restaurant.
Einen König – pardon – einen OB haben wir ja schon, eine Königsallee ebenfalls, fehlt nur noch die Hochnäsigkeit, die Arroganz und das gewisse Verachten von ärmeren Schichten – dann hätten wir ein zweites Düsseldorf.
Aber – moment – mal…
(Immerhin wissen wir ja jetzt wie die LINKE in Duisburg alles finanzieren möchte: 10 Prozent Reiche finanzieren dann die 109 Seiten voller Forderungen von ihnen. Na, wenn das mal kein ausgeklügeltes Konzept ist, das mit der Reichensteuer. Bravo! Ich freue mich auf unser Gespräch am 02.01. – wenn die denn mit mir reden wollen – ich bin mir da nicht so sicher. Kicher.)

