Tagesarchiv: 16. Dezember 2008

Trara, das klingt wie Jagdgesang

Horch! Das Jagdhorn erschallt! Es wird gejagt in Duisburg das Wild! Ob die Politik denn heute auch nur Jägerlatein produziert hat? Schaun wer doch mal kurz.

Erneut bekräftigen Jürgen C. Brandt und Alt-OB Josef Krings ihre Kritik am Erweiterungsbau für die Küppersmühle – hmm, wenn die Meldungen HTML-Anke hätten wäre das Verlinken einfacher, ich sehs vielleicht auch nicht:

Alt-Oberbürgermeister Josef Krings und SPD-Oberbürgermeisterkandidat Jürgen C. Brandt erneuern ihre massive städtebauliche, rechtliche und finanzielle Kritik am umstrittenen Erweiterungsbau des Museums Küppersmühle. Sie fordern eine neue, kostengünstigere Planung an anderer Stelle mit angemessener Beteiligung von Rat und Bürgerschaft. [...] Krings und Brandt bekennen sich zu einer Erweiterung der Museumsfläche der Küppersmühle, erwarten von der Stadtspitze aber eine seriöse Lösung zum Nutzen Duisburgs. [...] Krings und Brandt bitten die Sponsoren und das Land, ihre finanziellen Zusagen auch für andere, bessere Variante eines Erweiterungsbaus bereit zuhalten.

Man vergleich jetzt bitte dazu mal den Unsinn, den man bisher aus dem Rathaus dazu gehört hat – siehe sinkende Stahlpreise.

In den Ohren der Stahlarbeiter muss der Wunsch nach einen frohem Weihnachtsfest in diesen Tagen eher wie Hohn klingen. Kurzarbeit steht nämlich wohl im nächsten Jahr bevor bei TKS und HKM:

Kurzarbeit steht auch bei Thyssen-Krupp-Steel (Stahl) bevor. Morgen will die Geschäftsführung angesichts der aktuellen Auftragslage entscheiden, ob im neuen Jahr Kurzarbeit kommt. Wilhelm Segerath, Gesamtsbetriebsratsvorsitzender bei TKS, geht jetzt von Kurzarbeit ab Februar aus. In beiden Unternehmen könnten in Duisburg bis zu 15 000 Stahlarbeiter betroffen sein.

HKM zieht allerdings die Herstellung eines Stahlofens, der erst 2010 geplant war noch ins nächste Jahr bzw. dieses Jahr vor. Ob das hilft?

“Brüder, laßt uns doch zusammen ringen.” – “Aber das tun wir doch”. Dieses Zitat schoss mir in den Kopf angesichts des Kommentars zu den Ereignissen bei der SPD am gestrigen Montag. Und in dieser Richtung ging auch die Ermahung von Alt-OB Krings:

„Eine Kandidatin hat gewonnen und eine verloren. Wir müssen darauf achten, dass die SPD insgesamt nicht verliert.”

Vielleicht könnte sich diesen Ratschlag Bert Sebes zu Herzen nehmen. In einem Interview mit der RP erklärt er, warum er für einen kleineren Eklat am Montag sorgte. Seine Vorwürfe:

Während man Petra Weis praktisch links liegen ließ, wurde für Bärbel Bas ganz rege Reklame gemacht. Sie und ihr Lebensgefährte, der bis Ende April 2006 Geschäftsführer der Duisburger SPD war und alle Tricks kennt, haben peu à peu alle auf ihre Seite gezogen und massiv Front gegen Petra Weis gemacht. [...] Ich habe so die Vermutung, dass Ralf Jäger ganz persönliche Absichten hat. Bärbel Bas musste nach Berlin gehen, sonst hätte sie ihm hier in Duisburg irgendwann seine eigene Position streitig gemacht. So kann sie ihm nicht mehr gefährlich werden.

Und was sagt die Betroffene dazu?

Dass sie, wie es Sebes formulierte hatte, „rausgemobbt“ worden sei, das sieht die Bundestagsabgeordnete nicht so. Schließlich liege eine anstrengende Zeit hinter ihr, und sie könne eine durchaus erfolgreiche Bilanz ihrer Arbeit vorweisen.

Demokratie ist halt das was passiert wenn viele Leute einer Meinung sind. Ob die Ansichten von Herrn Sebes stimmen oder nicht – es wird Zeit, dass die Partei wieder mit eine Stimme spricht. Der Juni ist nun nicht mehr so weit weg…

Verloren hat die Cubus-Kunsthalle – jedenfalls was den Etat fürs nächste Jahr anbelangt. Auf dem Papier steht eine nette Summe: 15 300 Euro. Aber das, so die Cubus-Kunsthalle, sei halt nur das Papier wert auf dem es steht:

Der feststehende Etat der cubus-Kunsthalle bestehe aus rund 40 000 Euro Mieteinnahmen aus der Untervermietung; einem jährlichen Sponsorenaufkommen in Höhe von 15 000 Euro und der städtischen Förderung von 15 000 Euro, die vor zwei Jahren beschlossen wurde. „Das ist es“, sagt Dr. Claudia Schaefer. Der feste Etat betrage also nur 70 000 Euro. Von dieser Summe müsse das Gebäude in Schuss gehalten und Reparaturen bezahlt werden. [...] Der von der CDU und den Grünen beantragte städtische Zuschuss in Höhe von 75 000 Euro, der zwischen der cubus-Kunsthalle und der Alten Feuerwache aufgeteilt werden sollte, würde die Situation erheblich verbessern. SPD, FDP und Linke hatten den Antrag abgelehnt, mit dem Hinsweis, dass die genaue Aufteilung nicht klar sei.

Oh ja. Besonders brilliant im Kulturausschuss war der Vertreter der LINKEN. Der hatte zuerst dagegen gestimmt, aber später noch eine Erklärung abgegeben, dass – wenn er denn gewußt hätte, dass das Geld zu gleichen Teilen an beide Institutionen gegangen sein würde, er sich anders entschieden hätte. Eine wahre Sternstunde der Lokalpolitik! Allein um dieses zu erleben fordere ich ja gerne auf: Geht zu den öffentlichen Ratssitzungen, schaut in die Ausschüsse und beobachtet die Leute, die ihr gewählt habt. Notfalls kann man die auch wieder abwählen – das nennt man Demokratie. Soll mal in Athen en vogue gewesen sein…

Eine schlechte Nachricht: Der Tafelladen in Marxloh ist schon nach zwei Tagen vollkommen überlaufen. Es können für die nächsten Monate keine weiteren Lebensmittelpässe ausgegeben werden.

Bereits am zweiten Öffnungstag hatte sich ab 12.30 Uhr eine Menschenschlange gebildet, obwohl erst um 15 Uhr geöffnet wurde. Durch 50 Abholer werden etwa 150 Menschen versorgt, die Grenze wurde in Marxloh bereits um 16 Uhr überschritten.

Was wird das erst werden wenn Monatsende ist?


Ein bißchen Unsinn muss auch mal sein

Look! I'm southparkfied! on TwitPic


Super-Samstag!

Dance of the Vampires
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Yay! Yay! Yay! Nicht nur, dass ich am Samstag in “Tanz der Vampire” reingehen werde – ratet mal welche Band am Abend in Oberhausen answesend ist? Naaaa?

Ein Tipp: Hatte ich kürzlich noch in einem Blogeintrag erwähnt. Ging um ein Interview…

Naaa?

Genau: BURN spielen am Samstag in Oberhausen! Yay! Fühle mich momentan wie Moist vor dem Doppeldate! ;-)

Ich weiß gar nicht – haben die Jungs mittlerweile endlich mal ein ganzes Album draußen und nicht nur die EP “Cold Flames”? Gucken muss.

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Letzter Teil des Giles-Artikels

Rupert Giles
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Im aktuellen Corona-Magazine ist mit Teil 3 die Wiederveröffentlichung meines Essays über die Rolle von Rupert Giles im Buffyuniversum abgeschlossen – aber warum schreibe ich das eigentlich? Ihr habt das doch alle abonniert und wißt dann auch schon, dass es diesmal um “Final Frontier”, der genialen Serie von Peter David im Star-Trek-Universum geht – nein, kauft nicht die deutschen Bände sonst habt ihr ein Farscape-Problem, Heyne stellte die Reihe nämlich nach einem Cliffhanger ein. Die Doof! Dies und weit mehr – und natürlich die Forsetzung von “Die Memmen des Meeres” im aktuellen Corona-Magazin. Übrigens, wenn ihr jetzt bei den Quellen des Giles-Artikels nachschaut und die Bücher haben wollt: Das Buch von Christian Lukas gibts wirklich nicht mehr im Handel, aber die Bücherei vor Ort kanns euch bestimmt besorgen. Ebenfalls nicht mehr zu kaufen: Das erste Buch von Claudia Kern zu Buffy. Aber Bibliotheken haben sowas wie einen Leihverkehr… ;-)

Und falls das alles so klappt wie Mike und ich uns das denken gibts ein Interview in der Folge nach der Winterpause, ein Gewinnspiel und zudem Infos zu Serien, in die man momentan bei Bastei einsteigen kann.  Hmm, welche Serien können das wohl sein? Hmmm…

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Interview mit Falk und Sven von den FMCs

Meine Güte – das ist ja auch schon Urzeiten her, dass ich damals zusammen mit Falk eine Ausgabe der Free-Music-Charts moderiert hab. (Das Rezept zum damals live beim Rado verköstigten Thunfischsalat gebe ich gerne auf Anfrage raus. Gibts auch immer noch als Podcast zu hören das Ganze.)

Wie das Ganze entstand, wie die Lage momentan ist und wer sich das eigentlich anhört erfahrt ihr von Piraten, har, har, har…


Spätschicht bei CT – Das Radio: Empfohlen immer Mittwochs

Falls jemand mal auch Infos zur Musik haben möchte: Schaltet doch am Besten Mittwochs CT ein. Das Campusradio der Uni Bochum hat nämlich meinen Ex-Kollegen von CampusFM an Bord geholt, der von 17:00 bis 20:00 Uhr dort live moderiert.
Da CampusFM ja auch einige Teile Bochum beschallt wenn ich das richtig erinnere und CT den damaligen Relaunch netterweise gefeatured hat – jaha, damals live am Telefon Interview gegeben, jaha, das vergißt man ja nun auch nicht so schnell – schaltet ruhig mal rein. Lohnt sich. Besondes beim Meißner und ich muss das ja wissen. :-)

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links for 2008-12-16


Und es bewegt sich doch

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Es bewegt sich was in unserer Stadt – nicht nur der OB, nein, auch bei der SPD hat sich etwas getan.  Mit 128 Stimmen wurde Bärbel Bas die Kandidatin für den Bundestag der SPD. Sie löst damit Petra Weis, die das Mandat bisher innehatte. Zu Beginn der Versammlung scheint es ein paar harsche Worte von Parteichef Jäger gegeben zu haben. Jetzt könne, so Frau Bas, sich die Partei auf den Wahlkampf konzentrieren. Und was erwartet uns nun genau?

Bas sieht ihre politischen Schwerpunkte unter anderem in den Themenfeldern Arbeit, soziale Sicherung im Alter und Chancengerechtigkeit für Kinder. Sie griff einen Wahlspruch ihrer Mitbewerberin auf, dass man die Pferde nicht wechseln solle. Manchmal sei entscheidend, mit einem frischen Pferd ins Rennen zu gehen.

Dass nicht alle mit der Wahl einverstanden sind, sogar von Seilschaften reden… Tsk. So ist halt Demokratie, ab und an wird halt jemand gewählt mit dem man persönlich nichts anfangen kann.

Der Schuhkarton beschäftigt weiterhin die Gemüter der Stadtspitze – denn der soll ja unbedingt auf die Küppersmühle obendrauf. Doch Düsseldorf verlangt ja, dass Duisburg spart und so zerbricht man sich momentan den Kopf darüber wie man den Bau bewerkstelligen kann ohne über das Limit hinauszuschießen. Die GEBAG jedenfalls hat das Projekt auf Eis gelegt, aber das Prestigeobjekt will die Stadt wohl auf jeden Fall durchbringen:

Dennoch gaben sich Cremer und Stadplanungsdezernent Jürgen Dressler, gestern in seiner Rolle als Gebag-Vorstand, zuversichtlich, dass es gelingen wird, diese Lücke zu decken. Und zwar nicht mit Geldern der Gebag. “Der Aufwand, der sich ergibt, muss durch Sponsoren gedeckt sein”, betonte Dressler. “Es kann und wird nicht zu Lasten des Unternehmens gehen.”

Optimistisch setzen beide darauf, dass einige Geldgeber ihre Sponsorbeträge erhöhen, vielleicht neue Sponsoren hinzugewonnen werden können.

Großartig! Dieser Optimismus! Neue Sponsoren sind ja so leicht zu finden und der Preis für den Stahl – der wird auch bestimmt kostengünstiger, nur weil die Stadtspitzen das so wollen. Und da reden alle von Rezession und sehen schwarz! Nein, unsere Stadtoberen haben einen packenden Entwurf der Zukunft und ganz nach den Gurus des positiven Denkens muss man sich nur lange genug einreden, dass es passieren wird um es auch geschehen zu lassen. Ommmmmmmmmm….

Aber man soll ja nicht alles schlechtreden in dieser, unseren schönen Stadt. Es tut sich ja wirklich was, es bewegt sich was, es geht voran! Jawoll!

Stadtdirektor Dr. Peter Greulich ist sogar im Trainingsoutfit gekommen. Die Herren der Stadtspitze trafen sich aber nicht zum sportlichen Betriebsausflug, wie es auf den ersten Blick aussehen könnte. Sie eröffneten den „Weg der Bewegung“, der die Wasserwelt Wedau im Sportpark Duisburg weiter bereichern soll.

Auch hier setzt die Stadtspitze voll auf das positive Denken: Man hoffe, dass der neue Weg von Vandalismus verschont bleibe meinte der OB. Na, dann wird doch alles noch gut werden und ich hätte einen Vorschlag: Die Duisburger Bürger versammeln sich in Scharen vor dem Rathaus, konzentrieren sich ganz, ganz feste und dann wird das schon alles werden. Was Uri Geller kann, können wir doch schon lange…

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