Horch! Das Jagdhorn erschallt! Es wird gejagt in Duisburg das Wild! Ob die Politik denn heute auch nur Jägerlatein produziert hat? Schaun wer doch mal kurz.
Erneut bekräftigen Jürgen C. Brandt und Alt-OB Josef Krings ihre Kritik am Erweiterungsbau für die Küppersmühle – hmm, wenn die Meldungen HTML-Anke hätten wäre das Verlinken einfacher, ich sehs vielleicht auch nicht:
Alt-Oberbürgermeister Josef Krings und SPD-Oberbürgermeisterkandidat Jürgen C. Brandt erneuern ihre massive städtebauliche, rechtliche und finanzielle Kritik am umstrittenen Erweiterungsbau des Museums Küppersmühle. Sie fordern eine neue, kostengünstigere Planung an anderer Stelle mit angemessener Beteiligung von Rat und Bürgerschaft. [...] Krings und Brandt bekennen sich zu einer Erweiterung der Museumsfläche der Küppersmühle, erwarten von der Stadtspitze aber eine seriöse Lösung zum Nutzen Duisburgs. [...] Krings und Brandt bitten die Sponsoren und das Land, ihre finanziellen Zusagen auch für andere, bessere Variante eines Erweiterungsbaus bereit zuhalten.
Man vergleich jetzt bitte dazu mal den Unsinn, den man bisher aus dem Rathaus dazu gehört hat – siehe sinkende Stahlpreise.
In den Ohren der Stahlarbeiter muss der Wunsch nach einen frohem Weihnachtsfest in diesen Tagen eher wie Hohn klingen. Kurzarbeit steht nämlich wohl im nächsten Jahr bevor bei TKS und HKM:
Kurzarbeit steht auch bei Thyssen-Krupp-Steel (Stahl) bevor. Morgen will die Geschäftsführung angesichts der aktuellen Auftragslage entscheiden, ob im neuen Jahr Kurzarbeit kommt. Wilhelm Segerath, Gesamtsbetriebsratsvorsitzender bei TKS, geht jetzt von Kurzarbeit ab Februar aus. In beiden Unternehmen könnten in Duisburg bis zu 15 000 Stahlarbeiter betroffen sein.
HKM zieht allerdings die Herstellung eines Stahlofens, der erst 2010 geplant war noch ins nächste Jahr bzw. dieses Jahr vor. Ob das hilft?
“Brüder, laßt uns doch zusammen ringen.” – “Aber das tun wir doch”. Dieses Zitat schoss mir in den Kopf angesichts des Kommentars zu den Ereignissen bei der SPD am gestrigen Montag. Und in dieser Richtung ging auch die Ermahung von Alt-OB Krings:
„Eine Kandidatin hat gewonnen und eine verloren. Wir müssen darauf achten, dass die SPD insgesamt nicht verliert.”
Vielleicht könnte sich diesen Ratschlag Bert Sebes zu Herzen nehmen. In einem Interview mit der RP erklärt er, warum er für einen kleineren Eklat am Montag sorgte. Seine Vorwürfe:
Während man Petra Weis praktisch links liegen ließ, wurde für Bärbel Bas ganz rege Reklame gemacht. Sie und ihr Lebensgefährte, der bis Ende April 2006 Geschäftsführer der Duisburger SPD war und alle Tricks kennt, haben peu à peu alle auf ihre Seite gezogen und massiv Front gegen Petra Weis gemacht. [...] Ich habe so die Vermutung, dass Ralf Jäger ganz persönliche Absichten hat. Bärbel Bas musste nach Berlin gehen, sonst hätte sie ihm hier in Duisburg irgendwann seine eigene Position streitig gemacht. So kann sie ihm nicht mehr gefährlich werden.
Und was sagt die Betroffene dazu?
Dass sie, wie es Sebes formulierte hatte, „rausgemobbt“ worden sei, das sieht die Bundestagsabgeordnete nicht so. Schließlich liege eine anstrengende Zeit hinter ihr, und sie könne eine durchaus erfolgreiche Bilanz ihrer Arbeit vorweisen.
Demokratie ist halt das was passiert wenn viele Leute einer Meinung sind. Ob die Ansichten von Herrn Sebes stimmen oder nicht – es wird Zeit, dass die Partei wieder mit eine Stimme spricht. Der Juni ist nun nicht mehr so weit weg…
Verloren hat die Cubus-Kunsthalle – jedenfalls was den Etat fürs nächste Jahr anbelangt. Auf dem Papier steht eine nette Summe: 15 300 Euro. Aber das, so die Cubus-Kunsthalle, sei halt nur das Papier wert auf dem es steht:
Der feststehende Etat der cubus-Kunsthalle bestehe aus rund 40 000 Euro Mieteinnahmen aus der Untervermietung; einem jährlichen Sponsorenaufkommen in Höhe von 15 000 Euro und der städtischen Förderung von 15 000 Euro, die vor zwei Jahren beschlossen wurde. „Das ist es“, sagt Dr. Claudia Schaefer. Der feste Etat betrage also nur 70 000 Euro. Von dieser Summe müsse das Gebäude in Schuss gehalten und Reparaturen bezahlt werden. [...] Der von der CDU und den Grünen beantragte städtische Zuschuss in Höhe von 75 000 Euro, der zwischen der cubus-Kunsthalle und der Alten Feuerwache aufgeteilt werden sollte, würde die Situation erheblich verbessern. SPD, FDP und Linke hatten den Antrag abgelehnt, mit dem Hinsweis, dass die genaue Aufteilung nicht klar sei.
Oh ja. Besonders brilliant im Kulturausschuss war der Vertreter der LINKEN. Der hatte zuerst dagegen gestimmt, aber später noch eine Erklärung abgegeben, dass – wenn er denn gewußt hätte, dass das Geld zu gleichen Teilen an beide Institutionen gegangen sein würde, er sich anders entschieden hätte. Eine wahre Sternstunde der Lokalpolitik! Allein um dieses zu erleben fordere ich ja gerne auf: Geht zu den öffentlichen Ratssitzungen, schaut in die Ausschüsse und beobachtet die Leute, die ihr gewählt habt. Notfalls kann man die auch wieder abwählen – das nennt man Demokratie. Soll mal in Athen en vogue gewesen sein…
Eine schlechte Nachricht: Der Tafelladen in Marxloh ist schon nach zwei Tagen vollkommen überlaufen. Es können für die nächsten Monate keine weiteren Lebensmittelpässe ausgegeben werden.
Bereits am zweiten Öffnungstag hatte sich ab 12.30 Uhr eine Menschenschlange gebildet, obwohl erst um 15 Uhr geöffnet wurde. Durch 50 Abholer werden etwa 150 Menschen versorgt, die Grenze wurde in Marxloh bereits um 16 Uhr überschritten.
Was wird das erst werden wenn Monatsende ist?
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