Tagesarchiv: 29. November 2008

Joss Whedon über die Horrible-DVD

Finally, I just want to say “thank you” to everybody who has supported this venture. We’ve been able to pay our crew and all our bills, which means a lot. What means more is proving that completely independent ventures can muscle their way through the blizzard of big-budget behemoths. (A blizzard of behemoths? Back to writing school, alliteration-junkie!) All that rhetoric about the future of entertainment that flew about during the Strike is still entirely true. We need to find our own way of producing entertainment. A lot of people are watching Dr. Horrible to see if it’s any kind of model — way more people than I expected — and it means everything to me to help pave the way for artists to start working and making a living from the ground up. There are a couple of real pioneers in this that I know personally: Felicia Day, I’m thrilled to say, and choreographer Chris Elam are both looking far ahead in terms of monetization and interactivity. Me, I’m more like Jimmy Stewart in “The Man Who Shot Liberty Valance”, but at least I’m out there. Thanks, he finally summed up, to you.

Mehr dazu bei Whedonesque.


ReGenesis – schuld am ARTE-Serienfreitag 2009?

Dass ARTEJekyll” zeigen wird, eine neue Adaption der bekannten Geschichte von Stevenson bzw. eher eine Fortschreibung derselben – James Nesbitt ist einfach nur genial in dieser Serie, echt jetzt, und Who-Bezug hat das Ganze auch noch, kicher – dass ARTE also am Freitag-Abend auf Serien setzt könnte vielleicht eventuell an einer Serie liegen, die ich heiß und innig schätze, die hierzulande aber immer noch viel zu wenig bekannt ist: ReGenesis.

Das ist natürlich alles rein spekulativ, aber schauen wir uns doch mal an was ReGenesis auszeichnet. Erstens: ReGenesis ist innovativ. Zwar hat man den Split-Screen schon bei “24″ gesehen, klar, aber das “Rewinden” von ganzen Szenen, das ist neu. Das heißt: An einer bestimmten Stelle der Serienfolge sieht man tatsächlich, wie die Handlung zurückgespult wird und man verfolgt dann einen anderen Handlungszweig – vergleichbar vielleicht mit einem Soloabenteuer, bei dem man sich auch am Ende entscheiden muss. Auch in anderer Hinsicht ist ReGenesis innovativ – die Serie schafft den Spagat zwischen Einzelfolgen und Story-Arc und geht eine Mischform ein. Was für Gelegenheitszuschauer natürlich optimal ist. Man muss nicht unbedingt jede Folge sehen, man hat aber mehr davon wenn man alle Folgen der Serie gesehen hat. Gut, das schaffen andere Serien auch – aber eine Staffel von ReGenesis schafft es tatsächlich einen großen Story-Arc zu spannen, der von der ersten bis zu letzten Folge reicht und dazwischen noch mehrere kleine Story-Arcs, die ab und an ineinander übergehen oder mal auch einen Nebenaspekt der Serie beleuchten. So wenn sich ein Mitarbeiter mit dem Gedanken trägt, das Team zu verlassen etwa. Zudem ist die erste Staffel bis zum zweiten Drittel als einzig großer Rückblick erzählt, was man erst dann wieder realisiert wenn der Unfall wieder auf dem Bildschirm erscheint…

Zweitens: ReGenesis steht den sogenannten Pathologen-Serien recht nahe. Ein Genre, das mit CSI so richtig Schwung bekommen hat – allein drei Ableger davon tummelten sich zeitweise im deutschen Fernsehen, momentan ist der Boom aber wieder vorbei. Mit “Dr. House” ist immer noch eine Serie des Genres bei uns aktuell vertreten. Dabei setzen diese Serien überwiegend auf Einzelfolgen, die nach einem bestimmten Schema ablaufen. Ein Mordfall muss aufgeklärt werden, Beweise werden eingesammelt, Zeugen werden befragt, irgendwann fällt einem dann auf, dass irgendwas nicht stimmt und zum Schluss ist der Fall gelöst – das ist eine typische CSI-Folge. Auch bei “Dr. House” gibts ein Schema, das nicht unbedingt innovativ ist und das man nach zwei, drei Folgen recht leicht durchschaut hat – auch wenn die vierte Staffel dank Neubesetzungen von Assistenten zumindest neue Gesichter auf die kleine Leinwand bringt. Doch das Schema ändert sich kaum. Das Privatleben der Charaktere bei CSI spielt keine weitere Rolle, sie funktionieren als reine Arbeitsmaschinen um den Plot voranzutreiben – ein Plot, der stets nach 45 Minuten zu Ende ist.
ReGenesis dagegen beschäftigt sich nicht nur mit “dem Fall der Woche” – der dann sowieso erst meistens in der nächsten Folge geklärt wird. Bei ReGenesis sind die Wissenschaftler, die Woche für Woche Viren oder Krankheiten auf der Spur sind – bakterielle Kriegsführung durch Terroristen etwa ist ein Thema, das in Staffel Eins und Zwei durchaus öfters vorkommt – menschlicher. Man bekommt einen Einblick in das persönliche Leben der Charaktere und wenn es in der ersten Staffel richtig hart auf hart kommt – dann sieht man auch die Auswirkungen. Joss Whedons Dogma, dass jede Handlung Konsquenzen hat wird hier durchaus Ernst genommen. So verfolgt man dann auch gerne die Entwicklung der einzelnen Charaktere und man versteht, warum der Leiter des Norbac-Teams gegen Ende der Staffel einfach nach China abhaut. (Dass die späteren Staffeln dann mit fiesen Cliff-Hangern enden… Nun ja.)

Drittens: ReGenesis ist einfach toll produziert. Die Szenen im Labor fühlen sich wirklich wie Szenen in einem modernen Labor an. Die Spezialeffekte – kleine fiese Viren auf dem Bildschirm anzuschauen hat schon irgendwie etwas beunruhigendes, aber gut – sind einfach gut gemacht. Gut: Die Specialeffekte sind meistens so gut versteckt, dass man sie gar nicht sieht. Also nichts mit zischenden Laserstrahlen, sabbernden Zombies oder sich häutenden Werwölfen – hmm, häuten sich Werwölfe eigentlich? Schreib: Das ganze Ambiente stimmt. Ob man nun in Toronto ist, in China oder später in New York – das alles sieht glaubhaft aus. Der Look stimmt also, auch wenn das Budget vermutlich nicht das einer CSI-Folge sein dürfte. Ebenso faszinierend: Als ReGenesis im Original in Kanada lief gab es gleichzeitig ein Augemented-Reality-Spiel dazu. Man konnte also gleichzeitig im Web auf verschiedenen Seiten Aufgaben lösen und mehr über die Charaktere erfahren.

Jedenfalls: Ob ReGenesis schuld am Serienfreitag 2009 bei ARTE ist? Ist doch zu vermuten – denn selbst wenn ReGenesis nur wenige eingeschworene Fans hat, dürften diese die Quoten doch in die Höhe getrieben haben. Freuen wir uns also ab Januar auf “Jekyll”. (Und hoffentlich auf eine angenehme Synchronisation des Ganzen, aber die war bei ReGenesis schon sehr in Ordnung.)

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Star Trek goes Timey-Wimey

Simon Pegg as Scotty

Image by Travelin’ Librarian via Flickr

Alt-Spock trifft dank einer Zeitreisesache, die ein gewisser Doctor wohl als „wibbly-wobbly, timey-wimey“ abgetan hätte, auf den jungen Kirk und den jungen Scotty (Simon Pegg). Und am Ende hebt er die Hand zum vulkanischen Gruß, und … hach. Einfach nur Hach.

Das hätte ein gewisser Doctor bestimmt so bezeichnet – wir wissen ja, man denkt einfach besser nicht über Zeitreisen in Filmen oder Serien nach. (Wobei – es gibt da beim Doctor ein gewisses Gesetz…) Falls ihr immer noch nicht Christian Humbergs Worte über den kommenden “Star-Trek“-Film gelesen haben solltet, dann aber mal ab zum Corona. Und wenn ihr das brav abonniert, verpasst ihr auch keine weitere Ausgabe. (Ist absolut kostenlos, aber nicht umsonst. *g*) Egal wie der Film jetzt auch wird – ich glaube Simon Pegg hat erstmal ausgesorgt – Who-Fandom, Star-Trek-Fandom, so viele Conventions… ;-)

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Oh, ihr habt eine ganze Rubrik gestrichen wegen mir?

Echt jetzt, liebes Corona-Team? Whow. Ich bin beeindruckt. Was sonst noch im neuen Corona-Magazin zu finden ist: Guckt doch mal ins NGC6544, da steht es dann nochmal ausführlicher. (6544, Mike. 6544. Nicht andersrum. *g*)


links for 2008-11-29

  • Wie süssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssss…………
  • Chinese search giant Baidu is overhauling its services—not to cut down on rampant copyright infringement, but to ensure that unlicensed medical suppliers aren't buying higher search rankings. The scandal, which has been expanding in scope for almost two weeks, has Baidu officials scrambling to save face in the eyes of the Chinese public after they were caught allowing unlicensed suppliers to fake documents and make their way up the search results.
  • In „Tintenherz“ wird der Regisseur der Macht der Worte durch die Kraft seiner Bilder gerecht. Eindrucksvoll sind Panoramabilder von den Bergdörfern Liguriens. Sorgfältig sind die sehr atmosphärischen Orte der Handlung gewählt. Mit Farben werden die Stimmungen der Bilder noch verstärkt. Warme Brauntöne dominieren die Szene, als Mo und Meggie über einen Büchermarkt schlendern. Kalt und blau-grau-schwarz wirkt dagegen das Bergdorf, in dem Capricorn sich mit seinen Kumpanen niedergelassen hat.
  • Erwartet wird außerdem, dass durch die Übernahme der Schulbibliotheken in die Regie der Statbibliothek die Schulbibliotheken nachmittags länger geöffnet bleiben und das außerschulische Angebot der Stadtbibliothek für Teenager auf alle Schulbibliotheken ausgeweitet wird.
    (tags: netbib)
  • Bis April sollte man das aber zu verhindern wissen, das Teil. Hoffentlich.
  • Set in 1895 Toronto, Murdoch Mysteries explores the intriguing world of William Murdoch (Yannick Bisson, Sue Thomas F.B. Eye), a handsome young detective using radical forensic techniques, like fingerprinting and trace evidence, to solve some of the city's most gruesome murders. Though his unconventional approach elicits ridicule from fellow officers and skepticism from his boss, Inspector Brackenreid (Thomas Craig, Coronation Street), Murdoch is often the only one who can crack the case.
    (tags: tv serie)
  • Wie richtet man Lese-Ecken im Ganztag ein? Tipps auch für Schulbibliotheken in dieser Broschüre.
    (tags: netbib)
  • Die Kommunikation zwischen Verlagen und Kunden sei extrem gestört, heißt es immer wieder – was, so Köhler, vor allem an den Buchhandelsketten liege, die mehr an Werbekostenvorschüssen als an literarischer Qualität interessiert seien. – Stimmt ja auch… Nichtsdestoweniger wird man wohl für die Verwandten eine Off-Line-Variante basteln müssen, die dann am Fernseher läuft…
    (tags: buch bücher)

Die Geschichte eines kleinen Irish Hares namens Buster

My husband and I are only honoured to have the chance to care for this little guy and we’re thrilled and amazed every day watching Buster’s behaviour and we feel lucky and privileged to have the opportunity to care for such a beautiful creature.
Even though we have tried our best to look after Buster, the road hasn’t been uneventful and there have been ups and downs but Buster has always faced each challenge and bounced back!

Ein Irish Hare ist – wenn ich das richtig interpretiere – eine gefährdete Hasenrasse. Aus Irland. Was das Irish erklären könnte. Obs für die Rasse eine deutsche Bezeichnung gibt kann ich nicht sagen. Für die Geschichte spielt das auch keine Rolle: Man sollte nur wissen, dass es um einen Hasen geht. Um Buster genauergesagt.

Ileana und ihr Mann fanden den kleinen dehydrierten und abgemagerten Hasen mitten auf der Straße. Eigentlich – wie erwähnt – ist der Irish Hare eine gefährdete Tierart und sollte nicht als Haustier gehalten werden. Nachdem die Beiden aber den Kleinen in der Nähe deponierten und nach mehreren Kontrollen immer noch kein Anzeichen von seiner Mutter zu sehen war nahmen die Beiden den Kleinen mit nach Hause. Dort stellte sich dann heraus: Der Hase ist blind und wurde vermutlich deswegen von der Mutter verlassen.

Seitdem also ziehen die Beiden den Hasen – oder die Häsin, wie sich jetzt wohl herausgestellt hat, scheint sehr schwierig zu sein das Geschlecht von Hasen zu bestimmen weil die ihre Sexualorgane wohl einziehen können, hey, praktisch eigentlich – von Hand auf und informieren über die Fortschritte in einem Blog. Das nennt sich “Buster’s Journey“. Dort werden die Fragen von Fans beantwortet und was noch wichtiger ist: Dort gibt süße, süße Photos… Hach… Seufz… Ich kuschel mich dann mal in meine Wolldecke und seufze noch wein wenig vor mich hin.


Duisburg erlebt interessante Zeiten

Und wer seinen Pratchett kennt wird wissen, dass “interessant” nicht unbedingt “gut” heißen muss. Die Befürchtung, die man schon im Kulturausschuss hatte scheint eingetroffen zu sein. Schon dort wurde öfters auf Oberhausen angespielt und als Beispiel dafür genannt wie es möglichst nicht gehen soll. Jetzt ist es Realität: Duisburg muss sparen. Eine Verfügung des Regierungspräsidenten Jürgen Bussow ist bei der Stadt eingetroffen. Bisher wurde die Meldung nur kurz kommentiert, eine offzielle Pressekonferenz findet am Montag statt. Das berichten übereinstimmend NRZ und WAZ aka DerWesten.

Wieviel gespart werden soll ist momentan nicht klar. Aber offenbar ist die “round-about” – SCNR – eine Million vom Land, die eigentlich für die Kulturhauptstadt vorgesehen war definitiv als Streichung im Gespräch. Wenn ich das richtig verstanden hab hat Duisburg schon diese Summe zwar schon erbracht, aber das Land war da nochmal großzügig. Solche Befürchtungen wurden ja von der FPD-Fraktion dann immer irgendwie abgetan – tja – da hatte Herr Janssen aber durchaus die richtige Nase. (Na ja, die FDP wollte eh nicht den Haushalt mittragen für die Kultur…)

Die NRZ befürchtet, dass bei den Einsparungen die Bibliothek betroffen sein könnte – besonders die Bezirksbibliotheken. Ich fürchte, dass es natürlich die Kultur stark treffen wird. Wir erinnern uns: Kultur ist eine freiwillige Leistung der Stadt. Wenn man also sparen muss, dann natürlich dort, wo man sparen kann weils ja freiwillig ist. Genau: Bei der Kultur. Und der Bildung. Dabei haben wir in NRW doch wirklich Schüler, die in allen Bereichen des letzten PISA-Testes sooo toll abgeschnitten haben. Wirklich: Die Lesekompetenz hatte sich doch enorm verbessert – wir waren nur noch vorletzter! Und Bezirksbibliotheken sind ja eh überflüssig, wir haben doch jetzt ein schickes neues Bus-und-Bahn-Vernetzungssystem, da kommt man von Hochheide oder Homberg doch spielend mal ebend in die Stadt. Wozu hat man sein Schoko- oder Bärenticket denn auch? Doch nicht um damit die Bezirksbibliothek um die Ecke zu besuchen, das lohnt doch gar nicht.

Die RP nennt als Beispiel für Kürzungen das Theater, das stark subventioniert wird weil es durch die Eintrittskarten nicht getragen wird. Ebenfalls möglich: Schließung der beiden Bäder im Süden. Dunkle Wolken sind da also im Kommen – wir werden sehen was am Montag nach der Sitzung des Finanzausschusses – da wirds einen nichtöffentlichen Teil geben – bei der Pressekonferenz herauskommt. Was sicherlich spannende Berichte geben wird. (Nein, ich bin nicht vor Ort – erstens bräuchte man da wohl eine offizielle Presseausweiserklärung oder sowas und zweitens ist das vermutlich dann, wenn ich gerade mit Bücher einräumen, sortieren, katalogisieren oder Klassiker-Vermarktungs-Gedanken beschäftigt bin… Wobei: Ist ja kein Wunder wenn normale Menschen kaum in solchen Sitzungen zu finden sind. Die müssen um diese Zeiten ARBEITEN…)


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