Gesetze sollten eigentlich nach einiger Zeit nochmal unter die Lupe genommen und nachgesehen werden. Für die größeren Gesetze passiert das in der Regel auch – dann gibts Aktualisierungen wenn sich was ändert. Wenn das Hartz-IV-Gesetz allerdings in den normalen Prozeß der Evolution eingebungen wäre, wäre es längst ausgestorben – denn seit dem Beschluss gibts keine grundlegende Durchleuchtung und Änderung des Ganzen. Es wird einfach nicht nachgefragt ob sich das Gesetz nicht vielleicht mal den Umständen der Gesellschaft anpassen sollte – Hauptsache die Leute sind erstmal verwaltet, das können wir in Deutschland ja hervorragend und solange die Leute erstmal verwaltet sind und bedrängt werden können, was schert einen da ob das Gesetz eventuell mal geändert werden müsste? Das System funktioniert doch und der Normalbürger kann sich ja sooo erhaben fühlen weil er ja Arbeit hat. Dass eine Vollbeschäftigung nicht mehr machbar ist sollte allmählich einleuchten. Dass wir vielleicht auch mal überlegen müssten wie wir das in Zukunft mit der Arbeit tun, wenn die halt nicht mehr vollständig zur Verfügung steht und es ein Fakt ist, dass nicht jeder arbeiten kann – aus welchen Gründen auch immer – dann sollte man sich allmählich mal grundlegende Gedanken machen.

Allerdings: Die Dinosaurier haben den Knall ja auch nie gehört bzw. da war es dann schon zu spät…