Nicht, weil es mich jemand gefragt hätte – was ich mir aber durchaus vorstellen könnte – sondern weil ich generell auch früher schon nur dann bloggte wenn es irgendwie öffentlichkeitsrelevant war was meinen Beruf und mein Arbeit anbelangt hat diese in diesem Blog auch nichts zu suchen – das eine ist “beruflich”, das andere “privat”.
Mit Blick auf den Ranulf kann ich das Eine nicht so ganz vom Anderen trennen, aber ich werde mich dann an die Thomas-Knüwer-Haltung halten. Was aber eigentlich auch ganz normal zu einer Arbeitseinstellung gehört: Internes bleibt im Haus. (Eigentlich. So weit wie möglich. Wie geschrieben: Manchmal überschneidet es sich dann doch, aber das ist hier ja nur ein dummes, doofes und überbewertetes persönliches Blog… Huch, war ich sarkastisch? Wenn ich den Spiegel lesen würde könnte ich mich damit rausreden…
)
11. August 2008 at 8:16
Von mir auch viele Daumendrücker!
Übrigens dürfen viele Beschäftigte auch nicht über die Arbeit bloggen. Ich ja eigentlich auch nicht.
11. August 2008 at 4:41
Ein Jahr – 30 Stunden – ob ein Job draus wird, konnte die ARGE natürlich nicht versprechen – allerdings ist das Ganze total spannend und interessant. Macht sich im Lebenslauf dann auch später gut bzw. für spätere ARGE-Geschichten oder so. (Aber deswegen mache ich das ja nun nicht.)
11. August 2008 at 1:37
Natürlich mache ich die GWA, wie das hier in Duisburg heißt – da das in mein Berufsfeld fällt, das ein sehr neues Projekt ist, was immer recht spannend und aufregend ist – mit seinen Vor- und Nachteilen natürlich, aber soweit ich das mitbekommen habe ist das für mich sehr passend. (Hey, ich wollte schon immer mal Giles sein. *g*)
Ich werde allerdings nichts direkt über den Job bloggen, weil das zwar indirekt schon den Punkt “Aus meinem Leben” berührt. Allerdings sollte man da trennen – man plaudert ja auch eigentlich soweit es geht keine Interna aus der Firma aus. (Es sei denn die Firma hat ganz, ganz böse gehandelt, dann darf man das, nennt sich dann Whistleblowing und ist durchaus ehrbar. Aber nur dann…)
Es wäre etwas anderes, wenn es ein Blog gezielt über die Arbeit an sich wäre – was etliche Bibliotheken ja haben, da dann Arbeitserlebnisse einzuschreiben ist durchaus legitim. Man kann natürlich das ganze auch sehr anonymisieren, es gibt etliche nette Geschichten aus dem Buchhändleralltag in einem Blog, die ich sehr gerne lese – aber ich sehe da durchaus einen gewissen Konflikt: Erstens ist das Projekt, dem ich zugeteilt wurde nun sehr PR-behaftet und es steht sehr in der Öffentlichkeit. Zweitens finde ich es nicht fair, wenn man so etwas unabgesprochen tut. (Da habe ich auch gelernt in meinem Leben, gebe ich ja auch offen zu.)
Sehen wir mal davon ab, dass “Aus meinem Leben” nun auch nur Ausschnitte sind, die bisher nicht “gelogen” wurden, aber die durch die Transformierung ins Schreiben wie bei jedem Vorgang natürlich sich verwandeln, eine direkte 1:1-Übertragung der Geschehnisse könnte man nur durch direktneurale Abbilder bekommen – insofenr ist das Persönliche in einem Blog immer ein wenig – nun – nicht “unwahr”, nein, aber natürlich transformiert und sich durch das Niederschreiben umwandelt. (Womit wir wieder beim Thema “Ist das Blog-Ich eigentlich mein Ich” wären – obs da eine definitive Antwort drauf gibt, ist fraglich, denn was definiert eigentlich das Ich? Ähm ja…)
Insofern: Was mir im Projekt selbst passieren wird oder auch nicht bleibt hier außen vor – was mich persönlich berührt bleibt hier natürlich Thema. So wie Thomas Knüwer ja auch nichts über seinen Arbeitgeber – Handelsblatt – schreibt. Na ja, warum sollte ich jetzt damit anfangen wenn ich es sonst nicht gemacht habe?