
Aufnahmen von Händels “Messias” gibt es wie Sand am Meer. Diese hier ist allerdings anders: Anstatt der sonst gewohnten Prachtentfaltung bietet diese Naxos-Aufnahme ein schlankes, reduziertes Klangbild. Bei der “Halleluja”-Fuge hört man tatsächlich jede einzelne Stimme heraus – wenn man wie ich zumindest schon mal versucht hat das Teil zu singen ist das natürlich ein tolles Hörerlebnis. Dazu kommen allenfalls mal Trompeten dazu, aber ansonsten herrscht ein klarer, federnder und höchst durchsichtiger Klang, der die Feinheiten dieses Werkes besonders herausstellt. Wer einmal einen anderen Zugang zu diesem Werk Händels haben möchte, sollte sich diese CD zulegen – und da es Naxos ist, ist sie auch allemal erschwinglich.
(Und im nächsten Monat muss ich eine neue Tosca-CD mit der Callas kaufen. Ich weiß nicht, wo meine geliebte Aufnahme mit ihr verschwunden ist. Aber “Die Schallplatte” auf der Oststraße auf dem Sonnenwall hat eine Aufnahme sowieso IMMER im Bestand. Von daher kein Drama.)