Nicht zu Unrecht hatte ich beim Bibcamp getwittert, es gäbe durchaus Wissenschaftler, die Blogs aktiv nutzen würden. Denn die Mediendidaktiker an der Uni Essen nutzen die neuen Medien durchaus zu ihrem Vorteil – ich war ja im letzten Jahr persönlich fürs Radio vor Ort und habe Herrn Kerres schätzengelernt. Der leitete das Institut, bloggt und podcastet und hat einen ersten Teil darüber geschrieben, wie das eigentlich ist mit dem Bloggen:

Ich lerne: Dein Blog steht unter Beobachtung. Was immer ich “auf die Schnelle” schreibe, blogartig, nicht immer vollständig präzise und ausformuliert, übermässig pointiert, das Feedback kommt zurück. Mangelnde Präzision in der Sache und jede unvorsichtige Formulierung im Detaill wird erkannt. Tage, Wochen oder Monate später. Ich gebe zu, die Navität des Bloggens ist vergangen, die Faszination bleibt.

Als alter Blogger – definitiv im Buisness seit November 2001, das private Blog von mir gabs aber schon zwei, drei Jahre vorher, jaha, ich bin halt Early Adopter – kann ich zustimmen. Vielleicht ist es das auch was Wissenschaftler hier in Deutschland vom Bloggen abhält, das man nämlich Angst davor hat wenn Fehler noch nach Jahren von Lesern aufgedeckt werden. Aber das ist nur rein spekulativ…