Mai 16, 2008...9:18 Uhr vormittags

Liebe ARGE

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… dass Eure Mitarbeiter nicht wissen können was ein Barcamp ist, das sei Ihnen mal geschenkt. Das ist auch kompliziert mit all den neuen tollen Angeboten, die es für Bibliotheken gibt und die Bibliotheken nutzen möchten. In welchem Rahmen soll das ERSTE BIBLIOTHEKARISCHE BARCAMP DEUTSCHLANDS ja an diesem Wochenende - genauer, schon am heutigen Freitag eigentlich - klären.

Bisher habe ich das als reine Privatveranstaltung betrachtet, aber da mir gestern ein Schreiben ins Haus flatterte, dass mich offiziell einlud war mir klar: Hin zur ARGE und schauen, ob die Fahrtkosten übernommen werden. Diese 39,- Euro-Tickets gibts ja nur im Grunde DREI TAGE VORHER… Mein Cousin meldet sich zur Zeit auch überhaupt nicht ob er da ist oder nicht, das heißt ich müsste nach einer anderen Übernachtungsmöglichkeit suchen wenn ich nicht die Ochsentour - Samstags hin, Samstags zurück - machen möchte. Eventuell können wir das mit der Rückfahrt auch morgen noch regeln, liebe ARGE.

Generell gilt aber: Das Barcamp ist wichtig. Da sind Leute da, die mich eventuell engagieren könnten. Es dient der Kontaktpflege und mit Patrick Danowski und Edlef Stabenau sind schon Leute dabei, die sich mit der Materie des Web2.0 in der Bibiliothek befassen. Sprich, Leute, die WICHTIG SIND LIEBE ARGE!

Aber für euch hat das ganze ja einen reinen FREIZEITCHARAKTER! Sprich: Mein persönliches Vergnügen für dass ich die Fahrtkosten selber tragen muss.

Ich bin ein wenig fassungslos: Da bemüht man sich nach Herzenskräften um einen Job, nutzt jede Möglichkeit die sich bietet, hält kostenlos Vorträge um eventuell einen Fuß in die Tür zu bekommen - ich vermute, wenn ich GELD für meinen Vortrag morgen, den ich jetzt noch vorbereiten muss - bekommen hätte, wäre das sicher was anderes gewesen. Wie gesagt: Ich bemühe mich wie ich dazu verpflichtet bin, erläutere der Sachbearbeiterin auch, was ein Barcamp ist und warum ich da hin muss - und alles, was die Leutchen nach Rücksprache mit meinem Betreuer tun können ist mir eine negative Auskunft zu geben.

VIELEN DANK, ARGE. AB JETZT DANN NUR DIENST NACH VORSCHRIFT, ich sehe es nicht ein weiter Energie in etwas zu stecken was IHR NICHT FOERDERT!

Mit sehr, sehr unfreundlichen Grüßen

Prospero

11 Kommentare

  • Wo denkst du auch hin, seit wann wird denn in dem Prinzip “Fordern und Fördern” das letztere umgesetzt. Die haben in ihren internen Anweisungen zwei kleine Punkte gestrichen…

  • Vielleicht hättest Du so tun sollen, als ob das Barcamp so eine Art Stellenbörse wäre. Ich meine, es hört sich sonst so an wie eine Kneipe auf einem Campingplatz.

  • Ich habe denen GANZ GENAU erklärt, was ein Barcamp ist, Herr Flusskiesel. Die Dame war erstmal vom Schreiben sowieso vollständig erschlagen, weil natürlich Fachbegriffe auftauchen die man normalerweise nicht kennen kann. Deswegen hat sie ja gefragt. Ich habe geantwortet und versucht so gut wie möglich das Ganze darzustellen: “Koryphäe auf dem Gebiet”, “Netbib-Podcast-Macher”, “Kontaktpflege”, blah, bläh, blubb… An mir lags also wirklich nicht. Und ein Barcamp ist vielleicht eine sehr nette Veranstaltung aber im Wort Unkonferenz ist das Wort KONFERENZ enthalten… Sehen wir mal davon ab, dass ich in einer Datenbank als Experte fürs Web 2.0 für Bibliotheken geführt werde… Hat die alles nicht interessiert…

  • Ganz falscher Fehler! Du hättest es der Frau nicht erklären sollen! Du hättest einfach was von Konferenz und Stellenbörse (oder so) erzählen sollen.
    Was soll die denn mit “netbib” anfangen? Was mit “Podcast”? Und “Kontaktpflege” klingt auch so ungefähr wie “Party machen”!
    Es geht nicht darum, was das ist, wo Du hinmöchtest - es geht darum, der Frau klarzumachen, dass sie das ganz toll findet, wenn Du da hinfährst.
    Wie soll sie etwas toll finden, was sie nicht kennt (und auch nicht kennen lernen will)?

  • Mag sein, dass es falsch war, aber schon vorher hatte sie ihre Zweifel, denn es steht ja im Schreiben nichts von “Vorstellungsgespräch” oder “Einladung” oder sowas drin - aber ich vermute, es ist eine Weiterbildungsmaßnahme, gelle? ;-)

  • Nur damit kein Missverständnis aufkommt: Es war halt taktisch ungeschickt. :-)

  • Ich mach denen nochmal ein schriftliches Päckchen fertig - mir war nicht bewußt, dass es eine Pressemeldung beim IDW gab…
    Außerdem HABE ich auch viel gelernt, so ist es ja nun nicht. Ich bin auf die Nachberichterstattung gespannt.

  • Und dann bin ich mal gespannt ob sie ein als PDF angehängtes unterschriebenes Dokument akzeptieren, ich geb doch kein Geld mehr für Porto aus wenns die ARGE betrifft. Wozu gibts Scanner?

  • Wenn Du geld bekommen hättest, dann hätte das die ARGE Dir aber schön abgeknöpft.

  • Kommt wohl drauf an - ich darf bis zu 100 Euro dazuverdienen wenn ich das richtig im Kopf habe.

  • WAS? Die ARGE HAT gar keine Mailadresse offiziell? Nur Fax? Kein Wunder, dass die damals Millionen für eine bescheuerte Webseite ausgegeben haben, die immer noch scheiße ist…

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